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Alle gehosteten WebSites sind im Google Webmasters Tool registriert: http://www.google.com/webmasters/tools

und bei Google Analytics unter Google-Konto mit Tacking-IDs angemeldet: http://www.google.com/analytics/

Google Analytics

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Als erstes benötigen wir ein Google-Konto. Das haben wir normalerweise schon…
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Astrofotografie für Einsteiger: WebCam / Video-Kamera

Die klassische WebCam für Astrofotografie

Video-Kameras sind in der Astrofotografie seit langer Zeit gebräuchlich, um z.B. Planeten zu fotografieren bzw. für “Autoguiding“.
Man nennte diese Video-Kameras auch generell “WebCam“, weil sie ihr Bild per USB-Kabel an einen Computer (Notebook) liefern.
Die Stromversorgung erfolgt über das USB-Kabel; zusätzlich ist für ein mögliches Autoguiding ein sog. ST4-Port an der VideoCam.

So ganz klassische Video-Kamereras for Astrofotografie sind:

  • DMK 31 (CCD-Sensor, Pixelgröße 4,65 µm / 1024*768) von der Firma “The Imaging Source”
  • DMK 41  (CCD-Sensor, Pixelgröße 4,65 µm / 1280*960 )
  • ZWO ASI 120  (CMOS-Sensor Pixelgröße 3,75 µm / 1280*960 )
  • ZWO ASI 174  (CMOS-Sensor Pixelgröße 5,86 µm / 1936*1216 )

Fernrohrseitiger Anschluss meist ein C Mount – mitgeliefert wird ein Adapter C-Mount auf 1,25 Zoll Okularstutzen.

WebCams für Einsteiger in die Astrofotografie

Neuere Video-Kameras sind noch kleiner gebaut (“Salzstreuer”) und können einfach in einen Standard-Okularstutzen von 1,25 Zoll gesteckt werden.

  • AstroLumina  ALccd-QHY 5L-IIc (CMOS-Sensor, Pixelgröße 3,75 µm / 1280*960 )
  • Altair GPCAM (CMOS-Sensor, Pixelgröße 3,75 µm / 1280*960)

Als Einsteiger habe ich mich mal für die Altair GPCAM entschieden, welche einen CMOS-Sensor hat und bei der ein Objektiv (f=2,1mm) gleich mitgeliefert wird.

Beispiel 1: QHY 5L-IIc Kamera

QHY 5L-IIc Kamera

QHY 5L-IIc Kamera – Copyright Teleskop-Service

Beispiel 2: Altair GPCAM MT9M034M

altair-gpcam-mt9m034m-explosion

Copyright: Teleskop Service

altair-gpcam-objektiv

Copyright: Teleskop Service

 

Verwendung meiner WebCam

So eine Video-Kamera kann dann mit jeder Optik verwendet werden, die einen 1,25 Zoll Anschluss hat, beispielsweise

 

Astrofotografie für Einsteiger: Auffinden von Beobachtungsobjekten – Pointing – Suchen – Goto

Das Problem: Wie stelle ich das Beobachtungsobjekt in das Gesichtsfeld ein?

Das ist manchmal garnicht so einfach. Als ich das erste Mal die Große Magelansche Wolke fotografieren wollte, hatte ich das Problem, das ich das Biest mit bloßem Auge nur sehr schwach sehen konnte und die Ausrichtung der Kamera (Sony NEX-5R auf Kugelkopf) war mühsam.

Bei der Astrofotografie bedarf es zweier Fähigkeiten für einen Regelkreis zur Positionierung:

  • Erkennen wie mittig das (evtl. kaum sichtbare) Beobachtungsojekt im Gesichtsfeld “sitzt”?   (Feststellen Differenz Soll-Ist)
  • Verstellen der Ausrichtung der Kamera / des Teleskops  (Verändern Ist in Richtung Soll)

Die Ausrichtung auf ein Beobachtungsobjekt wird auch engl. gern “Pointing” genannt. Neben dem manuellen ggf. durch Technik unterstützem Pointing gibt es das vollautomatische computergestützte Pointing, was auch gerne “Goto” genannt wird.

Wo genau steht das Beobachtungsobjekt?

Aus der lokalen Sternzeit kann man leicht die Position eines Objekts am Himmel berechnen als Deklination und Stundenwinkel und dann mit einer richtig aufgestellten parallaktischen Montierung auf das Objekt fahren. Wenn man es ganz genau machen will, muss man allerdings ein paar “Kleinigkeiten” zusätzlich berücksichtigen:

  • Präzesion (50″ / Jahr)  –> J2000 vs. JNow
  • Nutation
  • Jährliche Abberation
  • Eigenbewegung des Objekts
  • Geografische Position des Beobachters
  • Atmosphäre

Genauigkeit des Pointing

Die Genauigkeit einer Pointing-Methode wird als “mittlere” Abweichung der Teleskop-Position von der Objekt-Position angegeben, wobei “mittlere” gern als “RMS” (Root Mean Square, Wurzel aus dem Mittelwert der Abweichungsquadrate) bezeichnet wird; d.h. 60% der Messungen leigen unterhalb von RMS.  Im Amateurbereich wird eine RMS von 30″ als hervorragend angesehen.

Erforderliche Genauigkeit – Gesichtsfeld

Praktisch hängt die Genauigkeit mit der auf das Beobachtungsobjekt positioniert werden soll wesentlich von der Größe des Gesichtsfelds des verwendeten Objektivs  ab. Eine Genauigkeit von 20% des Gesichtsfeldes würde ich für gut halten, 10% wären ein sehr guter Wert.

  • LidlScope 700mm mit APS-C-Sensor: 1,9 x 1,3 Grad   –> sehr gute Ausrichtung: 11′
  • Russentonne 500mm mit APS-C-Sensor:   2,7 x 1,8 Grad  –> sehr gute Ausrichtung: 16′
  • Beroflex 300mm mit APS-C Sensor: 4,5 x 3,0 Grad –> sehr gute Ausrichtung: 27′
  • Takumar 135mm mit APS-C-Sensor:  9,9 x 6,6 Grad –> sehr gute Ausrichtung: 59′
  • Olympus G.ZUIKO 50mm mit APS-C-Sensor: 26,6 x 17,7 Grad  –> Objekt LMC  –> sehr gute Ausrichtung:  2,7°
  • Vivitar 24mm mit APS-C-Sensor:  52,2 x 36,0 Grad   –> Objekte Polarlichter, Milchstraße  –>sehr gute Ausrichtung: 5,2°

 

Techniken zur Positionierung auf das Beobachtungsobjekt

Technik #1: Live-View mit höherer ISO-Einstellung

Beispiel “Großen Magellanschen Wolke” in Trafalgar

Mit einer höheren ISO-Einstellung wird das etwas schwache Objekt dann im Live View gut sichtbar.

Es bleibt das Problem des feinen Verstellens der Kamera-Richtung. Auf einem gewöhnlichen Kugelkopf ist das fummelig, weil man nicht in einer Richtung hin und her stellen kann – und damit leider nicht Fehler leicht korrigieren kann.
Besser wäre ein Kopf mit dem ich in zwei festen Achten fein hin und her stellen kann.

Technik #2: Leuchtpunktsucher

Ein Leuchtpunktsucher hat keine Vergrößerung, sondern zeigt beim Durchblicken 1:1 den Himmel, lediglich in der Mitte des Gesichtsfeldes ist ein Leuchtpunkjt oder ein leuchtendes Kreus eingeblendet. Das hilft ganz gut  bei der Positionierung auf ein Beobachtungsobjekt, das man gut sehen kann. Wenn man das Beobachtungsobjekt nicht sehen kann, aber sich die Position in Bezug auf die sichtbaren Sterne eingeprägt, hat ist es auch eine gewisse Hilfe.

Technik #3: Elektronischer Sucher / Digitaler Sucher

Als elektronischen Sucher habe ich mir eine USB-Kamera “Altair GP-CAM” gekauft und dazu ein Objektiv mit f=12mm. Das ergibt ein Sucher-Gesichtsfeld von 23° x 17°. das ich im Live View per Software (z.B. SharpCap) auf meinem Window-Computer betrachten kann. Bei ShapCap kann ich auch ein Fadenkreuz einblenden. Zu perfekten Glück fehlen dann noch:

  • Der Montagekopf muss eine feinfühlige Richtungsverstellung in zwei festen Achsen ermöglichen
  • Die Aufnahmeoptik muss parallel zum elektronischen Sucher ausgerichtet sein

Technik #4: SmartEQ Pro Goto-Funktion

Eine gut funktionierende Goto-Montierung ersetzt den Sucher. Man benötigt keinen Sucher mehr und kann ihn verkaufen :-). Deshalb habe ich mir die iOptron SmartEQ Pro gekauft. Allerdings ist jedesmal ein 1-2-3-Star Alignment erforderlich, wo man auch Sterne in das Zentrum des Gesichtsfelds stellen muss. Dafür benötigt man ggf. doch einen Sucher.

Beispiele zur Positionierung auf Beobachtungsobjekte

Olympus G.ZUIKO f=50mm mit Sony NEX-5R z.B. LMC

xxxxxx

Objekte finden mit Russentonne f=500mm und Sony NEX-5R

Das Gesichtsfeld der Russentonne ist klein (1,8 x 2,7 Grad). Es wird schwierig werden, damit gut auf ein Beobachtungobjekt zu positionieren. Ich habe ja meinen Rotpunkt-Sucher, der auf dem Blitzschuhschlitten der Kamera sitzt. Das passt auch mit der Russentonne.

Mit dem Rotpunktsucher sollte eine grobe Positionierung auf ein Objekt möglich sein. Eine Feinpositionierung müsste mit dem Smart Remote Contol und dem Live View auf dem iPad möglich sein, wenn man vielleicht das ISO für diesen Zweck etwas aufdreht. Bei mit sitzt die Russentonne allerdings auf einem Kugelkopf, der auf der Nachführung SkyTracker sitzt. Mit dem Kugelkopf ist eine solche “Feinpositionierung” nur ganz schwer möglich.

Objekte finden mit Takumar f=135mm und Sony NEX-5R

Wir gehen von folgendem Szenario aus:

  • Aufnahmekamera: Sony NEX-5R mit Objektiv Takumar 135mm  (=> Gesichtsfeld 9,9° x 6,6°) und Smart Remote Control per iPad
  • Sucherkamera: GP-CAM mit Objektiv f=12mm angeschlossen per USB an Notebook (=> Gesichtsfeld 22° x 17°)
  • Montierung: iOptron SmartEQ pro – parallaktisch – mit zwei Servomotoren (Stellmotoren)
  • PC (Notebook) mit Windows 10 & SharpCap

Dieser Aufbau sieht wie folgt aus:

Setup SmatEQ Pro, Sony NEX 5R mit 135mm Takumar und GP-CAM als elektronischer Sucher

Setup SmartEQ Pro, Sony NEX 5R mit 135mm Takumar und GP-CAM als elektronischer Sucher

Schritt 1: Vorbereitung am Tage:

  • Batterie der Kamera: Aufladen und Ersatzbatterie bereitlegen
  • Kamera: Sensor reinigen
  • Batterie des iPads: Aufladen und ggf. Mobil-Akku bereitstellen
  • 12V-Akku für Montierung: Aufladen und Kabel bereitlegen
  • Notebook-Computer: Batterie aufladen

Schritt 2: Justieren so dass Sucher und Aufnahmekamera parallel:

  • Gleich nach dem Einnorden kann der Polarstern benutzt werden, um die Parallelität der beiden Geräte zu justieren
  • Beide Geräte werden fokussiert, sodass die Sterne scharf zu sehen sind
  • Fadenkreuz wird auf beiden Geräten angeschaltet..
    • Sony PlayMemories Mobile: Einstellungen => Gitterlinie => 4×4 Raster + Diagonale
    • SharpCap:  Tool-Leiste: Switch between different styles of retucule overlay

SharpCap with reticule overlay:

SharpCap_Reticule

Sony PlayMemories Mobile: Einstellungen Gitter:

iPad_PlayMemoriesGitter

Im Prinzip funktioniert nun mein elektronischer Sucher: ich kann ein  Objekt ins Gesichtsfeld des Suchers einstellen und bei der Kamera sollte es dann auch im Gesichtsfeld sein.

Ich muss mein SharpCap nur noch so einstellen, dass schön viele Sterne auf dem Notebook-Bildschirm sichtbar werden.

Schritt 3: SharpCap Einstellungen für optimalen Sucher

Das Minimum-Ziel ist es, Sterne bis 4. Größenklasse im Sucher (Notebook) gut sichtbar zu machen.

Dazu stelle ich folgendes ein:

  • Einzelbild (“still”)
  • Belichtungszeit: 5 sec
  • Gain:  ????
  • XYZ:    ?????

yyyyyy

Astrofotografie für Einsteiger: Vignettierungen entfernen

Das Problem

Wenn ich mit meinem schönen klassischen Festbrennweiten-Objektiv Takumar 135mm und der Sony NEX-5R Astrofotos mache, bekomme ich eine starke Vignettierung. Das ist bei der Astrofotogafie unerwünscht.

Lösungsmöglichkeiten

Zum Entfernen einer Vignettierung kenne ich zwei Möglichkeiten: Methode “Flat-Frame” oder Methode “Fitswork Hintergrund ebenen” .

Die Lösung mit Flat-Frames

Dau erst einmal folgender Link:  https://photographingspace.com/how-to-create-dslr-and-ccd-flat-frames-for-astrophotography/

Die Lösung mit Fitswork

Nachdem ich meine Einzelbilder mit Deep Sky Stacker (DSS) gestackt habe, bearbeite ich sie standardmäßig zunächst mit Fitswork weiter.

In Fitswork mache ich einige Grundkorrekturen wie: Histogramm stretchen, groben Farbstich entfernen. Was dann bleibt ist ein Astrofoto mit mehr oder weniger Vignettierung.

Entfernen einer Vignettierung mit Fitswork

In Fitswork gehe ich auf: Menue -> Bearbeiten -> Ebenen -> Hintergrund ebnen Sterne

Damit ist die Vignettierung (für mein Auge) verschwunden.

 

 

 

Astrofotografie für Einsteiger: Nachführung – Tracking

Problemstellung: Warum Nachführung?

Bei der Astrofotografie wird man (meistens) länger belichten wollen z.B. 30 Sekunden oder 5 Minuten (oder…) – dabei werden Sterne nicht mehr punktförmig, sondern werden kleine Striche, was man meistens nicht so will. Diese scheinbare Bewegung der Sterne am Himmel ist ein Spiegelbild der Erdrotation. Am Himmelsäquator bewegen sich die Sterne in 4 Minuten um 1 Grad; in höheren Deklinationen muss man mit dem Cosinus der Deklination multiplizieren z.B. bei 60 Grad Deklination ist es in 4 Minuten nur ein halbes Grad.

Beispiel: Konzentrische Strichspuren am Himmelspol:

starstax_dk_20150604_05307-dk_20150604_05396_gap_fillingsmall

Diese scheinbare Bewegung der Sterne am Himmel will man während der Aufnahme durch eine entgegengesetzte Bewegung kompensieren; das nennt man Nachführen – Nachführung – engl. Tracking.

Achtung: Der Begriff “Guiding” bedeutet ein optimiertes/korrigiertes  Tracking. Es gibt also “unguided tracking” und “guided tracking”.

Im Zusammenhang mit dem “tracking” steht das “pointing“. Pointing bedeutet das Richten des Teleskops auf eine bestimmtes Objekt am Himmel, was man auch gerne “Suchen” oder “Goto” nennt. Tracking ist letztlich ein differentielles Pointing. Die Genauigkeit von Pointing wird durch die mittlere Abweichung zwischen Soll-Position und Ist-Postion gemessen, wobei die “mittlere” Abweichung gerne als “RMS” = Root Mean Square (Wurzel aus dem Mittelwert der Abweichungsquadrate) angegeben wird. Im Amateurbereich ist eine RMS von 30″ sehr gut.

Links zur Nachführung

Voraussetzung: Polar Alignment

Um eine genaue Nachführung mit einer äquatorialen Montierung zu erreichen ist absolute Grundvoraussetzung eine sehr gute Einnordung (Polar Alignment). Das gilt besonders dann, wenn man Brennweiten von mehr als 50mm und Belichtungszeiten von mehr als 30 Sekunden hat.

Voraussetzung: Stellar Alignment

Um eine genaue Einstellung einer äquatorialen Montierung zu erreichen ist das sog. Alignment (auch Stellar Alignment oder Goto-Alignment). also die Ausrichtung an Referenzsternen erforderlich. Erst dann ist die volle Funktionalität einer Montierung  gegeben; d.h. Nachführung, Goto-Funktion etc.

Lösungen zur Nachführung

Um die Nachführung nicht per Hand machen zu müssen, gibt es elektrisch betriebene Einrichtungen wo Servomotoren (oder Schrittmotoren) die erforderliche Nachführ-Bewegung (das Tracking)  automatisiert erledigen.

Wenn man die Sub-Exposures länger belichten will (z.B. 5 Minuten oder noch länger), wird das Tracking der besten Montierung meistens doch zu ungenau und man setzt dann zur Fein-Korrektur des Trackig ein sog. Autoguiding ein. Dazu habe ich  separaten Artikel geschrieben:

Kleine Lösungen zur Nachführung (Tracking)

Dies sind kleinere Geräte/Vorrichtungen, die transportabel sind und so z.B. auf Reisen mitgenommen werden können.

Diese Geräte verfügen über eine Drehachse, die parallel zur Rotationsachse der Erde ausgerichtet werden muss (siehe: Einnorden ).

Weitere “kleine” Lösungen zur Nachführung (neueren Datums)

Zeitweise war ich mit der Nachführgenauigkeit meines NanoTrackers unzufrieden und habe mich nach Alternativen umgeschaut:

Vixen Polarie Star Adventurer Mini Star Adventurer
 Preis 375,– 239,– 280,–
 Gewicht 740g 650g 1200g
 Stromversorgung  2 x AA
Mini-USB
2 x AA
Micro-USB
 4 x AA
USB
 Traglast  2 kg 3 kg 5 kg
 Polsucher  nein ja ja
 WLAN  nein ja nein
 Shutter Control  nein ja nein
 ST-4 zum AutoGuiding  nein  nein ja
 Zubehör  kaum reichhaltig reichhaltig

Große Lösungen zur Nachführung (Tracking)

Montierungen mit einer computergesteuerten motorischen Nachführfunktion (Tracking).

  • Azimutale Montierungen (Nachführung in zwei Achsen)
  • Parallaktische Montierungen (Nachführung in einer Achse)

Bei der parallaktischen Montierung muss die Drehachse (Stundenachse) parallel zur Rotationsachse der Erde ausgerichtet werden (siehe: Einnorden ).

Ich habe eine solche Lösung für mich gewählt mit einer leichten parallaktschen Montierung iOptron SmartEQ Pro

Tracking-Genauigkeit verbessern durch Guiding

Das Tracking einer motorischen Nachführung kann durch ein sog. Auto-Guiding verbessert werden. Dabei wird das “blinde” Tracking ergänzt durch eine tatsächliche Beobachtung eines Leitsterns in einem “Guiding-Fernrohr”.  Aus dort sichtbar werdenden Abweichungen kann eine Software (z.B. PHD2 Guiding) Korrekturbefehle für die Computersteuerung des Teleskops ableiten. Dabei müssen Korrekturen sowohl in der Rektaszension als auch in der Deklination möglich gemacht werden; d.h. es sind computergesteuerte motorische Bewegungen in zwei Achsen erforderlich.

Nachführung und Brennweite – Faustregel

Wie genau eine Nachführung sein muss (in Bogensekunden), damit die Sterne noch Punktförmig abgebildet werde, hängt von dem Abbildungsmaßstab der Optik bezogen auf die Pixelgröße des Sensors ab.

Abbildungsmaßstab

Die Formel lautet:

Pixel Scale (arcsec/Pixel) = 206,265  * Pixelgröße  (µm) / Focal Length (mm)

(wobei 206265 = 360*60*60/2π)

Beispiel: GuideScope50 und GPCAM:

Pixel Scale = 206 *  3,75 / 180 =  4,20 arcsec / Pixel

Beispiel: f=135mm an Canon EOS 600D

Pixel Scale = 206 *4,3 / 135 = 6,56 arcsec / Pixel

Beispiel: f=135mm an Sony NEX-5R

Pixel Scale = 206 * 4,8 / 135  =  7,33 arcsec / Pixel

Beispiel: f=24mm an Sony NEX-5R

Pixel Scale = 206 * 4,8 / 24  =  41,25 arcsec / Pixel

Quellen:

Erdrotation

Die scheinbare Bewegung der Sterne am Himmel durch die Erdrotation beträgt:  360° = 360 * 60 * 60 arcsec = 1296000 arcsec in 24 Stunden (24*60*60 Sekunden) am Himmelsäquator (δ=0).

  • Sternbewegung = 129600 * cos(δ) / 86400      [arcsec / s]
  • Sternbewegung =  15 * cos(δ)  arcsec/s

Auflösungsvermögen

Die Formel für das Auflösungsvermögen (wegen Beugungsscheibchen) lautet:

Auflösung in arcsec = 138 / Objektivöffnung in mm

Beispiel: GuideScope50

Auflösung = 138/ 50 = 2,76 arcsec

(wobei 138 = lambda * 206,265, mit lambda = 670 nm)

Quellen:

Oversampling / Undersampling

Oversampling hat man, wenn der Pixel Scale feiner ist als die Auflösung. Jedes Pixel bekommt weiniger Licht (Photonen) als eigentlich möglich. Das ist meistens nicht so gut.

Undersampling hat man, wenn der Pixel Scale gröber ist als die Auflösung. Man “verschenkt” also eine eigentlich mögliche höhere Auflösung, was bei größeren Sternfeldern durchaus gewollt sein kann

Beispiel: GuideScope50 und GPCAM:

Da der Pixel Scale mit 4,2 größer ist als die Auflösung von 2,76, haben wir hier ein Undersampling

Die 500er-Regel

Ab welcher Belichtungszeit eine Nachführung erforderlich ist, hängt von der verwendeten Optik – im Wesentlichen von der Brennweite – ab.

Faustregel: 500 dividiert durch die “effektive” Brennweite in Millimetern ergibt die maximale Belichtungszeit in Sekunden bei der noch keine Nachführung nötig ist

Wobei: Effektive Brennweite = Wahre Brennweite * Crop-Faktor   (der Crop-Faktor soll hier verkehrt sein)

Quelle: http://www.justinngphoto.com/2014/05/16/how-i-photograph-the-milky-way-from-light-polluted-skies-of-singapore/

Die NPF-Regel

Eine wesentlich genauere Formel, die sog. NPF-Formel, findet man bei der Société Astronomique du Havre:

http://www.sahavre.fr/tutoriels/astrophoto/34-regle-npf-temps-de-pose-pour-eviter-le-file-d-etoiles

Der ClearSky-Blog

In der Rubrik “Mathematik in der Astronomie” findet man:

http://www.clearskyblog.de/2014/10/30/mathematik-in-der-astronomie-teil-6-die-maximale-belichtungszeit-astrofotografie/

Beispiele zur Nachführung

Beispiel 1: Nachführung mit dem NanoTracker

Wir erproben die Genauigkeit der NanoTracker Nachführung mit meiner Kamera Sony NEX-5R und verschiedenen Objektiven.

Für die obige Faustformel haben wir:

  • Die Sony NEX-5R hat einen APS-C-Sensor (mit einem Crop-Faktor von 1,5)
  • Das Objektiv Olympus E-Zuiko hat eine Brennweite von 135mm
  • Die fotografierten Sterne (Cygnus) haben eine Deklination von ca. 42 Grad

Die Faustformel ergibt:  500 / 135  = 3,70 Sekunden maximale Belichtungszeit am Himmelsäquator (Deklination = 0 Grad) und 4,98 Sekunden bei einer Deklination von 42° (cos 42° = 0,7431).

Einzelheiten stehen in meinem separaten Artikel zum NanoTracker.

Beispiel 2: Nachführung mit dem SkyTracker

Wir erproben die Genauigkeit der SkyTracker Nachführung mit meiner Kamera Sony NEX-5R und der Russentonne.

Für die obige Faustformel haben wir:

  • Die Sony NEX-5R hat einen APS-C-Sensor mit einem Crop-Faktor von 1,5
  • Die Russentonne Rubinar Macro 5,6 / 500 hat eine Brennweite von 500mm
  • Die fotografierten Sterne (alpha Geminorum) haben eine Deklination von ca. 32 Grad

Die Faustformel ergibt:  500 / (500 * 1,0) = 1,00 Sekunden maximale Belichtungszeit am Himmelsäquator (Deklination = 0 Grad).

Das fotografiert Objekt war Alpha Geminorum bei einer Deklination von ca. 32 Grad – wobei cos(32°) = 0,8480. Die maximale Belichtungszeit dort wäre nach dieser Faustformel also: 1,00 / 0,8480 = 1,18 Sekunden. Nach der NPF-Regel wären es nur 0,5 Sekunden…

Einzelheiten stehen in meinem separaten Artikel zum SkyTracker.

 

Astrofotografie für Einsteiger: Wie fokussiere ich mein Bild?

Die Anforderung: Fokussierung

Als Einsteiger in die Astrofotografie möchte ich meine Foto-Optik (Sony Kamera, Altair Kamera) einfach und sicher fokussieren können (d.h. der Fokus soll genau auf der Sensorebene liegen), damit ich schöne scharfe Astro-Fotos bekomme.

Die prinzipielle Lösung – der Regelkreis

Die Fokus-Einstellung muss, wie in einem Regelkreis auf den Sollwert (schärfstes Bild) eingestellt werde. Dazu muss man also

  • einerseits irgendwie erkennen können, wann (bei welcher Einstellung) das Bild wirklich scharf ist (z.B. im Live-View mit Lupenfunktion oder Bahtinov oder…) – Regelkreis: Istwert=Sollwert
  • andererseits die Fokuseinstellung erschütterungsfrei in sanften kleinen Schritten hin und her verändern können (z.B. am Rädchen des Okularauszugs) Regelkreis: Istwert in Richtung Sollwert verändern

Stichworte:

  • OAZ – Okularauszug – engl. Focuser – Zahnstange
  • Crayford-Okularauszug
  • Helical-Auszug: Drehen
  • Bahtinov-Maske bzw. Hartmann-Maske  (s.u.)
  • Live View – Lupe
  • FWHM = Full Width at Half Maximum

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Erschütterungsfreie Fokus-Einstellung

Eine manuelle Einstellung der Schärfe bewirkt auch immer ein Zittern/Wakeln des Bildes, wodurch die Fokusqualität (Schärfe) nicht so gut beurteilt werden kann.

Alternative zum händischen Verstellen des Fokus am Rädchen des OAZ ist ein motorischer Fokus.

Beurteilung der Fokusqualität

Zur Beurteilung der Fokusqualität gibt es verschiedene Möglichkeiten; z.B.

  • Visuell im Live-View
  • FWHM
  • Hartmann-Maske
  • Bahtinov-Maske

Fokusqualität anhand von FWHM

Man kann die Qualität einer eingestellten Fokussierung möglicherweise sofort an einem Live-View beurteilen oder man macht tatsächlich Probeaufnahmen und untersucht dann die entstandenen Fotos (wobei man dann noch wissen muss, welches Foto mit welcher Fokus-Einstellung geschossen wurde!).

FWHM ist die im angelsächsischen Sprachraum gängige Abkürzung für “Full Width at Half Maximum” und bedeutet die sog. Halbwertsbreite eines (vergrößerten) Sternbildes. Man stellt also zuerst das Maximum der Helligkeitskurve fest und schaut dann, wo die Helligkeitskurve den halben Wert, links und rechts vom Maximum, erreicht. Diese Halbwertsbreite charakterisiert so etwas wie die Breite der Kurve.

Software, mit der man FWHM messen kann, ist beispielsweise AstroImageJ.

Wenn man eine Bildserie mit unterschiedlichen Fokuseinstellungen geschossen hat, braucht man nur noch das Foto zu identifizieren, bei dem die Stern das kleinste FWHM haben; d.h. wo die Sterne “am schäfsten” sind.

Fokusqualität hanhand einer Bahtinov-Maske

Sehr bekannt ist auch die Bahtinov-Maske, die in Deutschland gerne verwendet wird. Auch von der GvA-Hamburg gibt es Infos dazu beim Video-Workshop.

Eine Bahtinov-Maske lässt mehr Licht durch als Hartmann/Scheiner, sagt man. Dadurch kann man mit einer Bahtinov-Maske auch an nicht ganz so hellen Sternen schön fokussieren. Ein gewisser Nachteil einer Bahtinov-Maske ist der deutlich höhere Fertigungs-Aufwand im Vergleich zu Hartmann/Scheiner. Man kann Bahtinov-Masken aber auch fertig kaufen.

Meine Bahtinow-Maske am Objektiv Beroflex 300mm f/4.0

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Funktionweise einer Bahtinov-Maske:

Man richtet die Optik auf einen helleren Stern und setzt die Bahtinov-Maske vor das Objektiv.

In der Nähe des Fokuspunkts wird im Live-View ein Beugungsbild sichtbar, das aus drei hellen “Balken” besteht. Zwei schräge Balken bilden in etwa ein Warnkreuz, wie wir es von Bahnübergängen kennen (Andreaskreuz). Der dritte waagerechte Balken bewegt sich nach oben oder nach unten, wenn wir etwas an der Fokussierung drehen. Es kommt nun darauf an, so zu fokussieren, das der dritte Balken genau mittig durch den Kreuzungspunkt der beiden schrägen Balken läuft.

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Bahtinov Beugungsbild im Live-View: Der waagerechte Balken ist noch etwas zu hoch…

Bezugsquellen, beispielsweise:

Links:

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Fokusqualität anhand einer Hartmann-Maske / Scheiner-Blende

Den richtigen Schärfepunkt zu finden, ist gerade bei der Astrofotografie enorm wichtig.
Ein gutes Hilfsmittel hierfür ist eine Hartmann-Maske.
Drei gleichseitige Dreiecke werden in den Staubschutzdeckel des Teleskops gefräst.
Zum Fokussieren wird das Teleskop auf einen hellen Stern ausgerichtet.
Nähert man sich dem idealen Fokuspunkt, wandern die drei Sterne aufeinander zu.
Im Brennpunkt liegen alle drei Sterne mit ihren sechs Spikes genau übereinander.
Selbst kleinste Abweichungen werden sichtbar.
Der beste Fokuspunkt lässt sich so leicht finden.
hartmannmaske
Fokussierung mit der Hartmann Maske (aus: http://www.astronomie-selbstbau.de/selbstbau-atm/hartmann-maske/)
hartmannmaske2

Fokussierung in der Praxis

Fokussierung Foto-Objektiv Takumar 135mm an Sony NEX-5R

Mein schönes altes Foto-Objektiv “Takumar 135mm” hat eine manuelle Fokuseinstellung per Drehring bis auf Unendlich oder evtl. mehr als Unendlich. Per M42-Adapter kann ich dies schöne Objektiv an das E-Mount meiner Kamera Sony NEX-5R stecken.

DK_20160903_Takumar
Dies sind meine Arbeitsschritte zum Fokussieren:

  • Kamera Fokussierung auf “MF” (manual focus)  – Menü -> Kamera ->AF/MF Auswahl
  • Kamera Belichtungsprogramm auf “M” (manual)
  • Kamera auf ISO 1600
  • Kamera auf Belichtungszeit 30 sec (das Maximum)  –> dann sollte der Live View hellere Sterne schön zeigen
  • Objektiv bis Blende 2,8  aufmachen (nicht weiter aufmachen)   –> dann sollte der Live View hellere Sterne schön zeigen
  • Objektiv Fokus auf “Unendlich” voreinstellen  (sonst kann man im Live View möglichweise gar nichts sehen)
  • Einen helleren Stern anpeilen und genau in die Mitte des Gesichtsfelds stellen
  • Live View auf 10-fache Vergrößerung stellen und den Fokusring des Objektivs vorsichtig hin und her bewegen um die Mitte des genauen Fokus zu finden
  • Nachdem so der richtige Fokus gefunden ist, den Fokusring fixieren (z.B. mit Klebeband, aber ohne den Fokus zu verstellen)
  • Probefoto auf dem Notebook bei Vergrößerung untersuchen ob alles OK

Fokussierung Russentonne an Sony NEX-5R

Die Russentonne wird wie ein Foto-Objektiv vorne am “Tubus” mit einen großen Ring fokussiert.

An einem sternklarer Abend (7.3.2016) und ich konnte meine Russentonne mal an astronomischen Objekten erproben.

Foto 1: Belichtungszeit 30 sec, ISO 1600 – Nachführung offenbar gut, Fokus absichtlich noch zu kurz eingestellt.

Castor/Pollux Fokus noch zu kurz eingestellt.

Alpha Gem (Castor): Fokus noch zu kurz eingestellt.

Foto 2: Nun das Ganze im besten Fokus. Belichtung 30 sec, ISO 1600. Die Nachführung scheint nicht ganz optimal zu sein. Die Fokussierung ist sehr schlecht.

Castor/Pollux

Alpha Gem (Castor)

 

 

Astronomie: Einsteiger-Teleskope für den DSLR-Astronomen

Einsteiger-Teleskope: Ausgangslage

Gehört zu: Meine Astro-Geräteliste

Wenn die Astrofotografie mit einer digitalen Kamera (“DSLR” auch wenn sie keinen Spiegel hat) und langbrennweitigen Objektiven (f=135mm, f=200mm) gelungen ist, schielt man vielleicht doch auf “richtige” Teleskope.

Um es einfach mal auszuprobieren kämen Einsteiger-Modelle, die erstens nicht so viel kosten und zweitens wohl noch auf die Montierung passen, die Sie für die bequeme DSLR-Fotografie schon spendiert haben.

Welche Teleskope ist für einen solchen Einstieg interessant?

Von alters her kennt man das legendäre “LidlScope“, das eine wunderbare Wahl für einen solchen Einstieg wäre.

Die bekannten Astro-Shops bieten auch aktuelle Einsteiger Teleskope an, z.B. das SkyWatcher StarTravel Contine reading

Astrofotografie mit der Sony NEX-5R

Als Kamera für die Astrofotografie habe ich mir eine Sony NEX-5R ausgewählt, weil mich folgende Pluspunkte angesprochen hatten:

  • Großer Sensor (APS-C)
  • Wechselobjektive (E-Mount)
  • WiFi-Verbindung zum iPad mit Remote Control
  • Live View kippbar

Wobei folgende Punkte für die Astrofotografie besonders wichtig sind:

  • Fernauslöser, damit das Bild nicht verwackelt
  • Langzeitbelichtung , d.h. man möchte auch länger als 30 Sekunden belichten
  • Die Bilder sollen auch  im RAW-Format abgespeichert werden können (mehr als 8 Bit Farbtiefe)
  • Der Dunkelbildabzug sollte abschaltbar sein  (dauert sonst zu lange)
  • Bei Steuerung der Kamera über einen Notebook-Computer, sollte ein Live View auf dem Computer möglich sein

Die Lösungen: Fernauslöser bzw. Fernbedienung per USB, Infrarot (IR), WiFi (WLAN)

Ältere Fotografen erinnern sich vieleicht noch an den guten alten Drahtauslöser. Heutzutage macht man Fernauslösung auf modernere Art:

  • Über eine USB-Verbindung von der Kamera zu einem Computer, wo eine spezielle Fernbedienungs-Software läuft.
  • Über eine Infrarot-Verbindung von der Kamera zu einen speziellen keinen Gerät, was einige Fernbedienungs-Funktionen auslösen kann.
  • Über eine WLAN-Verbindung zwischen der Kamera und einem Computer auf dem eine spezielle Fernbedienungs-Software läuft

Fernbedienung via Infrarot

Das kann die Sony NEX-5R. An der Kamera muss Infrarot aktiviert werden: Das rechts befindliche große Drehrad links (sog. Steuerkreuz) drücken und Bildfolgemodus auf “Fernbedienung” einstellen.

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Bild: Aktivieren Infrarot-Fernauslöser

Wenn ich die Aufnahmen per Infrarot-Fernbedienung auslöse, bekomme ich auch die Raw-Bilder (Sony: ARW) auf die Speicherkarte und kann ich auch die “Bulb”-Einstellung ausnutzen und damit länger als 30 Sekunden belichten….

Es gibt eine Reihe von solchen Fernbedienungen für die Sony NEX-5R, die  IR (Infrarot) benutzen:

Fernbedienung via WLAN (WiFi)

Das ist das was die Sony NEX-5R von Haus aus am besten kann. Es gibt eine Sony-Application “Smart-Fernbedienung“, die auf der Sony-Kamera installiert wird. Wenn diese Applikation auf der Kamera gestartet wird, baut sie einen WLAN-Zugriffspunkt (Access Point) mit einer speziellen SSID auf.
Die aktuelle Version ist 4.10 Wie macht man ein Update????

Nun muss ich mit iPad, iPhone oder Notebook eine WLAN-Verbindung zu dem Access Point der Kamera herstellen.

Zu guter Letzt brauche ich eine spezielle Software auf meinem iPad, iPhone oder Notebook, die über die hergestellt WLAN-Verbindung mit der Kamera kommuniziert und ihr Fernbedienungsbefehle schickt. Für das iPad gibt es dafür die iPad-App “PlayMemories Mobile” direkt von Sony gemacht für diesen Zweck. – Das war übrigens der Grund, aus dem ich mich seiner Zeit für den Kauf der Sony NEX-5R entschieden hatte.

Die Qualitätseinstellungen, also wie die Kamera die Bilder speichert (JPEG, RAW etc.), muss bei der Kamera-App “Smart-Fernbedienung” separat eingestellt werden (die generellen Kamera-Einstellungen werden nicht beachtet).

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Bild oben: Bildschirm 2 der Smart-Fernbedienung-App

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Bild oben: Qualität hier auch auf “RAW & JPEG” umstellen

Alternativ zur iPad-App “PlayMemories Mobile” arbeite ich auch mit der Software qDlsrDashboard auf meinem Notebook, was ich dann per WLAN mit der Kamera verbinde.

Fernbedienung via USB

Einen USB-Anschluss hat die Sony NEX-5R nicht.

Sony RCC

Es gibt von Sony ein “Remote Camera Control” (RCC) für Windows-Computer, der über USB mit der Sony-Kamera verbunden sein muss.
Dies RCC wurde von einem Astro-Spezialisten um wichtige Astro-Funktionen erweitert (z.B. Belichtungszeiten > 30 sec, Intervall-Timer, RAW-Aufnahmen etc.).
Ein Live-View wird aber bei dieser Lösung nicht auf den Windows-Computer übertragen; dazu müsste man per Micro-HDMI einen kleinen HDMI-Monitor anschliessen. Bei der Kamera muss die USB-Verbindung auf “PC Remote” (PC-Fernbedienung) eingestellt sein.

Voraussetzung für diese Erweiterungen ist aber zunächst die Installation von Sony RCC.

Link: http://support.d-imaging.sony.co.jp/imsoft/Win/rcc/de.html

Link: https://www.tethertools.com/tethering-software/sonys-camera-remote-control/

Unterstütze Sony Modelle (leider nicht meine NEX-5R):

ILCA (=Interchangeable Lens Camera with A-mount – Nachfolgemodelle der DSLR und SLT)

  • ILCA-68,
  • ILCA-77M2, Sony A77 II
  • ILCA-99M2(*1)

ILCE (=Interchangeable Lens Camera with E-mount – Nachfolgemodell der NEX) – Mirrorless & E-Mount

  • ILCE-5000 = Sony A5000 E-Mount, APS-C Sensor, WiFi, Kein BULB-Modus, Eur 379,–, Dunkelbildabzug nicht ausschaltbar
  • ILCE-5100 = Sony A5100 E-Mount, APS-C Sensor, WiFi, Dunkelbildabzug nicht ausschaltbar
  • ILCE-6000 = Sony A6000: E-Mount, APS-C Sensor, Mirrorless, Body 499,–
  • ILCE-6300 = Sony A6300
  • ILCE-6500 = Sony A6500
  • ILCE-7 = Sony A7, Sony A7 II – Full Frame
  • ILCE-7M2,
  • ILCE-7R = Sony A7R – Full Frame
  • ILCE-7RM2(*1),
  • ILCE-7S = Sony A7S
  • ILCE-7SM2(*1)

DSLR –> ILCA

  • DSLR-A700 = Sony A700 Mirror
  • DSLR-A850 = Sony A850 Mirror
  • DSLR-A900= Sony A900 Mirror
SLT –> ILCA
  • SLT-A58 = Sony A58
  • SLT-A99/A99V = Sony A99

DSC

  • DSC-RX1RM2(*1,*2),
  • DSC-RX10M2(*2), = Sony RX10
  • DSC-RX10M3(*2), = Soyn RX10 II
  • DSC-RX100M4 = Sony RX100 IV
  • DSC-RX100M5

RCC Erweiterung

Website: www.felopaul.com

Dort die Seite “Download” aufrufen und die Software PHDMax (free) herunterladen und ausführen:

  • PHDMax (free)Manage Dithering with PHDGuiding(V1.00.04)
  • Für das Ansteuern der Sony-Software diese aufrufen (RCC s.o.) mit angeschlossener Kamera über Mico USB. dann PHDMax aufrufen.
  • Es ist nur der untere Teil ab: “Pictures detect” einstellen, den Zielordner für die fertigen Aufnahmen, den “timer in minutes” auf 300, je nach Länge der Sequenz, dann No. of Exposures (1-beliebig), Dauer der Aufnahme in Sekunden, Stability auf 10-15 sec. setzen (Download von der Kamera und den Haken löschen bei “Wait on File´s Arrival” .
  • dann auf den grauen “Start” klicken und fertig.

Software: PlayMemories Mobile per WLAN auf iPad

PlayMemories Mobile gibt es von Sony für iOS und Android. Es arbeitet zusammen mit einer App auf der Kamera “Smart Remote Control”.
PlayMemories Home gibt es für Windows und MacOS diese benötigen aber eine USB-Kabel-Verbindung und leisten auch kein Remote Control.

Mit der iPad-App “PlayMemories Mobile” von Sony kann ich vom iPad her die Kamera fernbedienen; wobei nicht alle Funktionen, die bei direkter Bedienung der Kamera möglich sind, auch per Ferbedienung unterstützt werden. Um ggf. neue Funktionalität benutzen zu können, sollte die aktuelle Version der iPad-App “PlayMemories Mobile” vom Google App Store geladen werden.
Per Fernbedienung kann ich:

  • Den Live-View der Kamera remote auf dem iPad betrachten
  • Den Aufnahmenodus einstellen(M=manuell, A=Blendenpriorozät, S= Verschusszeitpriorität,…)
  • Die Empfindlichkeit einstellen: ISO 100 – ISO 25600
  • Die Belichtungszeit einstellen: 1/4000 Sekunde bis 30 Sekunden (Bulb ist nicht möglich)
  • Die Blende einstellen (wenn ein Objektiv mit elektischer Verbindung benutzt wird)
  • Den Fokus einstellen (wenn ein Objektiv mit elektischer Verbindung benutzt wird)
  • Ein Aufnahme auslösen (“capture”)
  • Settings: Rückblick-Bildgröße: “Original” oder “2M”
  • Settings: Rückblick-Bild: Anzeigen nach der Aufnahme: Ein, 2 Sek, Aus
  • Settings: “Optionen speichern” Nach der Aufnahme das Rückblick-Bild auf dem Smartphone (iPad) zu speichern…

Speicherung des Kamerabildes (“Capture”):

  • Die so aufgenommenen Fotos werden in voller Größe auf der Speicherkarte der Kamera abgespeichert, allerdings nur als JPG und ncht als RAW (egal ob die Kamera auf bei -> Bildgröße -> Qualität -> RAW oder JPEG+RAW eingestellt ist
  • Die RAW-Einstellung der Kamera gilt nicht für Smart Remote Control, da gibt es eine eigene Einstellung !!!!!!!!!!
  • Übertragung des Kamerabildes auf iPad/iPhone ???? wird das bild dann nicht auf die Speicherkarte der Kamera geschrieben ????? Kagga Kamma Effekt ????

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Aufnehmen und Preview mit der Sony NEX 5R

Bei meiner Sony-Kamera benutze ich als Fernbedienung meinen iPad mit der Sony-App “PlayMemories Mobile”.

Dazu stelle ich die Kamera ein auf: “Knopf => Applikationen => Smart Fernbedienung”. Die Kamera baut dann einen WLAN-Access-Point auf und wartet, dass sich ein Gerät anmeldet.

Am iPad gehe ich auf “Einstellungen => WLAN => DIRECxyxx…”

Dann starte ich die App “PlayMemories Mobile”

Verschiedenes

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Astrofotografie – Überblick und Begriffe

Ausgangspunkt meiner astronomischen Bemühungen

Als Amateurastronom möchte ich nicht nur visuell beobachten, sondern meine Beobachtungen auch gerne fotografisch festhalten.
Besonders interessant finde ich die Tatsache, dass ich auf einem Foto mehr sehen kann als mit bloßem Auge (dunklere Objekte, Farben,…).

Im Einzelnen habe ich für die Astrofotografie folgendes beschrieben:

  • Liste meiner Geräte (Equipment)
    • Montierung (Stativ etc.)
    • Kamera / Sensor
    • Fernauslöser (Remote Control,…)
    • Optik / Objektiv
  • Liste meiner Software
  • Liste von Tätigkeiten / Funktionen
    • Beobachtungsplanung
      • welche Objekte
      • welches Gerät
      • wann
      • wo  (Beobachtungsort  (Sichtfeld, Lichtverschmutzung, geografische Breite,…)
    • Fokussieren
    • Suchverfahren – Ponting  (Sucher, Leuchtpunkt, GoTo,…)
    • Nachführung – Tracking – Guiding
    • Bildbearbeitung
  • Begriffsklärungen

 


Astrofotografie: Begriffe – Jargon

Wie häufig bei Spezialgebieten werden auch bei den erfahrenen Amatuerastronomen viele schöne Spezalbegriffe und Abkürzungen verwendet, die ein Einsteiger vielleicht nicht immmer gleich richtig versteht.

  • Lucky Imaging: Um der Luftunruhe ein Schnäppchen zu schlagen, macht man viele sehr kurz belichtete Aufnahmen (etwa 1/100 sec) und verwendet dann die wenigen Aufnahmen mit gutem “Seeing” zum Stacken…
  • Pretty Pictures: Leicht abwerted für “der macht keine wissenschftlichen Fotos”, sondern “nur” etwas, was schön aussieht
  • Tracking: Nachführung
  • Guiding
  • Pointing-Modell
  • DMK
  • ASI: USB-Kameras von der Firma ZW Optical
  • LX200
  • Seeing
  • fokal / afokal
  • xyz

 

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Kamera bzw. Sensoren für Astrofotografie

Astrofotografie kann man heutzutage ganz einfach mit “normalen” digitalen Kameras (z.B. Canon, Nikon, Sony, Panasonic u.a.) machen.

Eine sehr niedrige Einstiegschwelle bietet die sog. afokale Fotografie, wo eine Kamera mit ihrem Objektiv direkt hinter das Okular eines Fernrohrs gehalten wird. Klassischerweise verwenden die “Profis” aber die sog. fokale Fotografie, wo der Sensor einer Kamera in die (primäre) Fokalebene eines Fernrohrs plaziert wird.

Weiterhin werden seid einiger Zeit auch kleine Video-Kameras eingesetzt, die aber keinen Bildspeicher haben, sondern ihr Bild immer an einen PC liefern müssen.
hatte ich mir (als “Sensoren“) angeschafft:

Optiken

Als Optiken für die Sony habe ich verschiedene Möglichkeiten (Festbrennweiten mit Adapter auf E-Mount) –> DLSR-Objektive

  • Olympus G.ZUIKO AUTO-S  f=50mm, 1:1,4  (leichtes Tele z.B. für die Große Magellansche Wolke)
  • Vivitar AUTO WIDE-ANGLE f=24mm, 1:2 (Weitwinkel, z.B. für Polarlichter, die Milchstraße etc.)
  • MC Zenitar-M f=16mm, 1:2,8 (Überweitwinkel “FISH-EYE” z.B. für die Perseiden)
  • Asahi Optics Takumar f=135, 1:3,5
  • LidlScope 70/700 “SkyLux”  (z.B. für Sonnenbeobachtung)
  • Russentonne Rubinar f=500, 1:5.6   —> schlechte Qualität –> verkauft
  • und seit dem 1.11.2016 auch noch die sog. “Wundertüte” Beroflex, aber mit f=300mm, 1:4,0

Als Optiken für die Altair GP-CAM habe ich erst einmal:

  • Die mitgelieferte sog. “Meteorlinse”: This is a CS lens f=2.1mm    f/1.6   FOV 150 Grad
  • Eine zusätzlich als Sucher gekaufte f=12mm  f/1.2  FOV 17 x 22 Grad

Fernauslöser – Remote Control – für die Sony NEX-5R

In der Astrofotografie ist es erforderlich die Kamera erschütterungsfrei auszulösen.Das kann mit Hilfe spezieller Gerate (Fernauslöser) oder auch per Software von einem Computer erfolgen.

Außerdem kann es sinnvoll sein auch weitere Funktionen der Kamera per Software “Remote Control” zusteuern.

Fokussierung

Wir müssen das Teleskop bzw. das Foto-Objektiv so einstellen, das der Fokus genau in der Bildebene liegt und die astronomischen Beobachtungsobjekte “scharf” sind.

Astrofotografie für Einsteiger: Wie fokussiere ich mein Bild?

Montierungen – Stative – Nachführung

Zur Nachführung bei der Astrofotografie gibt es viele Möglichkeiten

Auffinden von Beobachtungsobjekten – Sucher

Oft ist es garnicht so einfach das gewünsche Beobachtungsobjekt im Gesichtsfeld von Kamera oder Teleskop einzustellen.

Beobachtungsorte – Lichtverschmutzung

Beobachtungsplanung

Welche Beobachtungsobjekte mit welchem Gerät zu welcher Zeit an welchem Ort?

Astrofotografie für Einsteiger: Welche Objekte kann ich fotografieren?

Bildbearbeitung

  • Stacken
  • Stretchen
  • Farbstich
  • Vignettierung
  • Farbrauschen
  • Gradienten
  • xyz

Meine Artikel zum Thema Astronomie

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