Astrofotografie mit Digital-Kameras – DSLR

Einstieg in die Astrofotografie mit einer DSLR

Gehört zu: Geräteliste zur Astrofotografie

Bei meinem Wiedereinstieg in die Astronomie gegen 2014 war es mir von Anfang an ein Bedürfnis, Fotos anzufertigen um meine Beobachtungen auch zu dokumentieren.

Deswegen gehörte auf die Liste meiner Astro-Geräte auch gleich eine Digitale Kamera (DSLR). Eine DSLR ist eine “normale” Digital-Kamera, die Farbaufnahmen vermittels eines digitalen (ungekühlten) Sensors macht. Zu den Standard-Funktionen einer DSLR gehört auch das Betrachten der Bilder und das Speichern der Bilder auf einer eingebauten Speicherkarte.

Zum “Astro-Fotografieren” benötigt man ausser der Kamera auch noch eine Optik; d.h. Kamera-Objektive oder ein Teleskop.

Mit so einer Digital-Kamera kann man also mit einem geeigneten Objektiv (z.B. Teleobjektiv) Himmelsobjekte fotografieren. Mit einem Adapter (meist T-Ring) kann man die Digital-Kamera auch an Stelle eines Okulars mit einem astronomischen Teleskop verbinden – das nennt man “fokale Fotografie“, weil sich der Sensor der Digital-Kamera in der Fokalebene (Brennpunkt) des Teleskops befindet.

Die Alternative zur DSLR ist eine spezielle “Astro-Kamera“, deren Sensor (CCD/CMOS) geregelt gekühlt wird, wo aber die Bildbetrachtung und Bildspeicherung nicht enthalten ist, sondern separat z.B. über einen Computer erfolgen muss. Solche spezielle Astro-Kameras, die im Allgemeinen teuer sind, gibt es für Farbaufnahme oder auch für monochrome Aufnahme. Die Astro-Spezialisten schwören allerdings auf monochrome Astro-Kameras; Farbaufnahmen entstehen durch Einzelaufnahmen mit Farbfiltern in einem Filterrad. Im Gegensatz dazu macht eine DSLR immer Farbfotos (genannt “One Shot Color”, im Jargon: OSC), wofür vor dem Sensor eine sog. Bayer-Matrix liegt.

Mit beiden macht man Einzel-Aufnahmen (also keine Videos). Ausserdem gibt es sog. “Web-Kameras” mit denen man nicht einzelne Fotos aufnimmt, sondern Videos z.B. bei der Planetenfotografie (siehe “Lucky Imaging“).

Mit der Entwicklung der Smartphones (und Tablets) als immer bessere “Fotoapparate”, ist auch für Smartphones ein Einsatz in der Astrofotografie möglich…

Meine Anforderungen an eine Digitale Kamera

  • Wechselmöglichkeit für Objektive (z.B. Bajonett)
  • Langzeitbelichtung ( länger als 30 Sekunden)
  • Bilder im Raw-Format (mehr als die 8 Bit der JPG-Bilder)
  • Remote Control via Windows-Notebook oder Tablet   (Live View, Einstellungen und Auslösen)

Für die Astrofotografie werden gerne Digital-Kameras folgender Typen genommen:

Solche Digital-Kameras hsind kostengünstig und haben meist einen schön großen Sensor (APS-C oder Full Frame). Die Aufnahme erfolgt mit einem Schuss in Farbe “One Shot Colour“, aber der Sensor rauscht, weil er nicht gekühlt ist. Als (teurere) Alternativen sind spezielle Astro-Kameras zu sehen.

Mainstream bei DSLR-Kameras für Astrofotografie

Der absolute Mainstream bei DSLR-Kameras für Astrofotografie sind die Canon EOS  sowie die Nikon D810.

“Mainstream” bedeutet z.B.

  • es  werden dafür kommerzielle “Modifikationen” angeboten
  • es gibt Computer-Software zur Aufnahmesteuerung (z.B. APT, Sequence Generator Pro, MaxIm DL,…)
  • es gibt eine große Community und gute Foren

Als DSLR werden von den “Profis” immer die Canon-Kameras empfohlen und man kann z.B. auf www.astrobin.com mal schauen, welche Kameras und Objektive für schöne Astrofotos verwendet wurden.

Digital-Kameras ohne Spiegel

Spiegellose Systemkameras “DSLM” heute – Mirrorless

Sony NEX-5R mit APS-C-Sensor

Nikon 1  AW1

  • Sensor 1″ CX

Canon EOS M3      wie eine EOS 650D – also mit

  • APS-C Sensor,
  • Touch-Display mit LiveView, schwenkbar bei M3
  • WiFi bei M3
  • Adapter von EF-M auf EF/EF-S** mit welchem man die normalen Spiegelreflex-Objektive auf die EOS M schnallen kann

Fernauslöser und Fernbedienung

Für die Sony NEX 5R  – Remote Control & Live View

Wie die Sony NEX-5R über Fernsteuerung bedient werden kann ist einer einem separaten Blog-Artikel beschrieben.

Für die Canon EOS 600D

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