Astrofotografie mit der Software qDslrDashboard 2018

Software: qDlsrDashboard per WLAN auf Notebook

Kultig ist auch die Windows-Software qDslrDashboard, die es für Canon und Nikon gab und neuerdings auch für Sony. qDlsrDashboard gibt es für Windows, iOS und für Android.

Im Einsatz bei mir ist die Version v3.5.1 für Windows von http://dslrdashboard.info/

Mit “qDslrDashboard” kann ich vom Windows-Notebook her die Kamera per WLAN fernbedienen; wobei nicht alle Funktionen, die bei direkter Bedienung der Kamera möglich sind, auch per Ferbedienung unterstützt werden. Per Fernbedienung kann ich:

  • Den Live-View der Kamera remote auf dem Notebook betrachten
  • Den Aufnahmenodus einstellen (M=manuell, A=Blendenpriorozät, S= Verschusszeitpriorität,…)
  • Die Empfindlichkeit einstellen: ISO 100 – ISO 25600
  • Die Belichtungszeit einstellen: 1/4000 Sekunde bis 30 Sekunden (Bulb ist nicht möglich)
  • Die Blende einstellen (wenn ein Objektiv mit elektischer Verbindung benutzt wird)
  • Den Fokus einstellen (wenn ein Objektiv mit elektischer Verbindung benutzt wird)
  • Gitternetz bzw. Fadenkreuz einblenden
  • Eine Aufnahme auslösen (“capture”)
  • Settings: Rückblick-Bildgröße: “Original” oder “2M”
  • Settings: Rückblick-Bild: Anzeigen nach der Aufnahme: Ein, 2 Sek, Aus
  • Settings: “Optionen speichern” Nach der Aufnahme das Rückblick-Bild auf dem Smartphone (iPad) zu speichern…

Fotos, die mit qDslrDashboard als Fernauslöser aufgenommen werden, werden auf der SD-Karte der Kamera gespeichet und auf den Windows-PC heruntergeladen. Dafür wird ein Ordner auf dem PC angegeben. Die Fotos werden als JPGs von der Kamera auf den PC übertragen und zwar in Originalgröße – allerdings haben die JPG-Dateien auf der Kamera und auf dem PC völlig verschiedene Namen.

Astrofotografie: Canon EOS DSLRs

Canon EOS Cameras

Links:
https://de.wikipedia.org/wiki/Canon_EOS_600D
https://en.wikipedia.org/wiki/Canon_EOS_1000D

Software für EOS Kameras:

EOS 600D

  • Preis: 394,–
  • Gewicht:   570g
  • Markteinführung: 1Q2011
  • Sensor: 18 Megapixel, APS-C CMOS, 5184 x 3456, Prozessor  Digic4, Pixelgröße 4,3 μ
  • Live View Display:  3 Zoll, dreh- und schwenkbar
  • Objektivanschluss: EF und EF-S
  • Fotoformate: JPEG, RAW 14 Bit Farbtiefe
  • ISO: 100 – 6400
  • Speicherung: SD-Karte
  • Stromversorgung: Akku LP-E8
  • Externe Stromversorgung: DC Coupler ACK-E8
  • Langzeitbelichtung: Bulb-Modus mit “gedrückt halten”
  • WLAN: NEIN
  • Infrarot: ???
  • Fernauslöser:   Kabel RS-60 E3, Gerät RC-6, Anschluss 2,5mm Klinke
  • Firmware:   Erweiterung “Magic Lantern” möglich
  • Fernsteuerung: mit PC-Software über Mini-USB-Anschluss
  • PC-Software zur Fernsteuerung: EOS Utitlity, BYEOS, APT,…
  • Intervallometer: Als Ergänzung gibt verschiedene Fabrikate. Was häufig genannt wird ist: Neewer.

Die Canon Eos 600D kann mit 14 Bit pro Farbe 16384 Tonwerte darstellen. Das ist mehr, als das JPEG (8 Bit) unterstützt. Das RAW-Format kann hingegen das volle Potential ausschöpfen, was dem Anwender in der späteren digitalen Bildbearbeitung zum Vorteil gereichen kann. Mit der Farbtiefe hat man also einen Wert, der angibt, wie viele unterschiedliche Farben im Raw-Modus zur Verfügung stehen.

Bei einer Pixelgröße von P=4,3 μ wird als Blende (Öffnungsverhältnis) N empfohlen:
N = 3,6 * P
N = 3,6 * 4,3 = 15,48
d.h. bei einer Öffnung von 80mm müsste die Brennweite 1200 mm sein um f/15 zu erreichen.

Links dazu:
https://sternen-surfer.jimdo.com/tipps/pixelgr%C3%B6%C3%9Fe-und-brennweite/
http://www.clearskyblog.de/2015/02/17/mathematik-in-der-astronomie-teil-7-die-ideale-brennweite-oder-welche-barlow-linse-passt-astrofotografie/

EOS 1000D

  • Preis: 346,80
  • Gewicht: 450g / 500g
  • Markteinführung: 2Q2008
  • Sensor: 10,1 Megapixel CMOS-Sensor und DIGIC III Prozessor, 3.888 x 2.592 Pixel,  22,2 x 14,8 mm, Pixelgröße 5,7 μ
  • Live View, Display: 2,5 Zoll, nicht schwenkbar
  • Objektivanschluss: Canon EF/EF-S
  • Fotoformate: JPEG, RAW 12 Bit Farbtiefe
  • ISO: 100 – 1600
  • Speicherung: SD-, SDHX-Speicherkarte
  • Stromversorgung: LP-E5 (Li-Ion)-Akku
  • Langzeitbelichtung: Bulb-Modus: ?
  • WLAN: NEIN
  • Infrarot: ???
  • Fernauslöser: Kabel-Fernauslöser optional über Fernbedienungsbuchse
  • Firmware:    Magic Lantern NICHT
  • Fernsteuerung: mit PC-Software über Mini-USB-Buchse
  • PC-Software zur Fernsteuerung: BYEOS,…
  • Besonderheiten: keine Videos

Die Canon haben wie die Nikon 12-Bit Farbtiefe pro Kanal, also auch 36-Bit Farbtiefe.

Bedienung der Canon EOS 600D

Für die Astrofotografie  stellt man die Kamera grundsätzlich komplett auf manuell d.h. “M“.

Einstellung der Entfernung “Fokus”

  • Auch die Fokussierung (Entfernung) mus als manuell eingestellt werden: AF/MF (evtl am Objektiv). Für die AStrofotografie muss die Entfernungseinstellung “unendlich” sein. Die ganz geneue Einstellung auf Unendlich kann langwierig sein. Als ersten Ansatz kann man ein weit entferntes Objekt anpeilen und dann die maximale Schärfe einstellen, wobe die Bildschirm Lupe 10x hilfreich sein kann.
  • Man kann auch mehrere Testaufnahmen mit leicht unterschiedlicher Position des Stellrings für den Fokus machen. Die gefundene Best-Einstellung des Stellrings kann man dann mit Klebeband fixieren.

Einstellung der Belichtungszeit

  • Display aufklappen
  • Oben links wird die aktuelle Belichtungszeit angezeigt
  • Durch Drehem am Rädchen auf der Oberseite der Kamera rechts kann die Belichtungszeit geändert werden

ISO-Einstellung:

  • Display aufklappen
  • In der oberen Display-Zeile wird die aktuelle ISO-Zahl angezeigt
  • Oben den Knopf ISO einmal drücken,
  • Durch Drehem am Rädchen auf der Oberseite der Kamera rechts kann die ISO-Zahl geändert werden
  • dann den Knopf ISO erneut einmal drücken

Einstellung der Blende

  • Display aufklappen
  • In der oberen Display-Zeile wird die aktuelle Blende angezeigt
  • Taste “AV” auf der Rückseite rechts drücken und gedrückt halten
  • Durch Drehem am Rädchen auf der Oberseite der Kamera rechts kann die Blende geändert werden
  • Taste “AV” loslassen

Bei Verwendung einer Software für die Astrofotografie, wir z.B. APT werden diese Einstellungen per Software vom Computer aus vorgenommen.

Astrofotografie mit Digital-Kameras – DSLR

Einstieg in die Astrofotografie mit einer DSLR

Bei meinem Wiedereinstieg in die Astronomie gegen 2014 war es mir von Anfang an ein Bedürfnis, Fotos anzufertigen um meine Beobachtungen auch zu dokumentieren.

Deswegen gehörte auf die Liste meiner Astro-Geräte auch gleich eine Digitale Kamera (DSLR). Eine DSLR ist eine “normale” Fotokamera, die Farbaufnahmen vermittels eines digitalen (ungekühlten) Sensors macht. Zu den Standard-Funktionen einer DSLR gehört auch das Betrachten der Bilder und das Speichern der Bilder auf einer eingebauten Speicherkarte.

Die Alternative zur DSLR ist eine “CCD/CMOS-Astro-Kamera”, deren Sensor geregelt gekühlt wird, wo aber die Bildbetrachtung und Bildspeicherung nicht enthalten ist, sondern separat z.B. über einen Computer erfolgen muss. Solche “Astro-Kameras”, die im Allgemeinen etwas teuer sind, gibt es für Farbaufnahme oder auch für monochrome Aufnahme.

Für bestimmte Zwecke sind auch Videos an Stelle von Fotos interessant.

Zum “Astro-Fotografieren” benötigt man ausser der Kamera auch noch eine Optik; d.h. Kamera-Objektive bzw. ein Teleskop.

Meine Anforderungen an eine Digitale Kamera

  • Objektive zum Wechseln
  • Langzeitbelichtung ( länger als 30 Sekunden)
  • Remote Control via Windows-Notebook oder Tablet   (Live View, Einstellungen und Auslösen)

Diese Digitalen Kameras habe ich recherchiert (Long List)

Panasonic Lumix FZ28

Sony NEX-5R

Apple iPhone5S

Canon EOS 600D

Canon EOS 1000D

xxxx

Astro-Mainstream

Der absolute Mainstream bei DSLR-Kameras für Astrofotografie ist die Canon EOS 700D und 70D sowie die Nikon D810 – beispielsweise werden dafür kommerzielle “Modifikationen” angeboten.

Spiegellose Systemkameras “DSLM” heute – Mirrorless

Sony NEX-5R mit APS-C-Sensor

Nikon 1  AW1

  • Sensor 1″ CX

Canon EOS M3      wie eine EOS 650D – also mit

  • APS-C Sensor,
  • Touch-Display mit LiveView, schwenkbar bei M3
  • WiFi bei M3
  • Adapter von EF-M auf EF/EF-S** mit welchem man die normalen Spiegelreflex-Objektive auf die EOS M schnallen kann

Fernauslöser und Fernbedienung

für die Sony NEX 5R  – Remote Control & Live View

Wie die Sony NEX-5R über Fernsteuerung bedient werden kann ist einer einem separaten Blog-Artikel beschrieben.