Astrofotografie und die Gewinde T2, OAZ, M42, S-Mount, M12, C-Mount, CS-Mount, E-Mount, Fotogewinde

In welchen Fällen braucht man Gewinde-Kenntnisse?

Wenn man zwei Teile zusammenschrauben will, muss das Außengewinde (male thread) an dem einen Teil mit dem Innengewinde (female thread) des anderen Teils übereinstimmen. Wenn die Gewindemaße verschieden sind, kann man nach einem Adapter suchen. Oft kann auch die Länge eines solchen Adapters kritisch sein (z.B. Auflagemaß zwischen Linse und Sensor).

Anwendungsfälle sind beispielsweise:

  • Wenn man eine Digitalkamera an einem Teleskop befestigen will
  • Wenn man ein seine Digitalkamera mit einem alten (fremden) Fotoobjektiv betreiben will
  • Wenn man irgendetwas (z.B. Filter) in seinen Okularauszug (OAZ) schrauben will
  • Wenn man ein (alternatives) Objektiv für seine WebCam sucht
  • Wenn man einen Filter oder einen Gegenlichtblende vor sein Kamera-Objektiv schrauben will
  • Wenn man seine Kamera, Kugelgelenk und Foto-Stativ verbinden will

T2-Gewinde

Immer wieder kommt ein T2-Gewinde vor. Dies wird spezifiziert als: M42 x 0,75.
Das bedeutet, es einen Durchmesser von 42mm und eine Ganghöhe von 0,75mm pro Umdrehung.
T2-Gewinde sind so eine Art Standard in der Astrofotografie, wenn man zwei Teile verbinden will.

Beispiel: Ich habe an meinem Teleskop einen Okularauszug (OAZ) von 1,25 Zoll und will daran eine Kamera befestigen.

Nichts einfacher als das: Ein Adapter 1,25 Zoll auf T2-Gewinde muss her. Das T2 kann man dann per weiterem Adpter an seine  Digitalkamera schrauben z.B. mit T2-Olympus oder T2-M42 oder T2-NEX oder….

M42-Gewinde

Ein M42-Gewinde ist ähnlich dem T2-Gewinde hat aber M42 x 1,0  (also eine Ganghöhe von 1 mm pro Umdrehung und nicht 0,75 mm wie beim T2).
So ein M42-Innengewinde befindet sich an vielen alten Foto-Objektiven (z.B. Takumar 135, Zenitar 16mm) und auch an der sog. Russentonne (Rubinar Macro 5,6/500).

Über einen M42-NEX-Adapter kann ich meine Digitalkamera mit E-Mount dransetzen.

Ich kann aber auch meinen ganz kurzen Adaper M42-T2 verwenden und daran meinen Adapter T2-auf-1,25 Zoll Oklarauszug schrauben. Dann kann ich meine astronomischen Okulare zusammen mit dem Foto-Objektiv (auch Russentonne) sozusagen als Spektiv verwenden.

Fotogewinde 1/4 Zoll und 3/8 Zoll

Kameras haben unten normalterweise in 1/4 Zoll Innengewinde.
Daran kann man beispielsweise eine Schnellwechselplatte oder ein Kugelgelenk mit 1/4 Zoll Schraube (=Aussengewinde) befestigen.

Fotostative haben oben normalerweise eine 3/8 Zoll Gewindestange (=Aussengewinde).
Um das zu befestigen braucht man einen kleinen 1/4 Zoll auf 3/8 Zoll Adapterring.

Filtergewinde

Mit dem Begriff “Filtergewinde” ist meist ein M48 x 0,75 Gewinde gemeint.

Wo findet man ein solches “Filtergewinde”?

  • Innengewinde in einem 2 Zoll Okularstutzen soltte sein “E48” d.h. 47,8mm * 0,75 Innengewinde (z.B. für M48 Hyperion Filterhalter)
  • Innengewinde in einem 1,25 Zoll Okularstutzen: M28,5 * 0,5  oder M28,5 * 0,6
  • Innengewinde vorn  an einem Foto-Objektiv
    • Takumar 135mm – M49
  • …..

Siehe auch: Filter für die Astrofotografie

S-Mount

Im Zusammenhang mit Webcams wird als “S-Mount” gerne ein Gewinde mit M12 x 0.5 bezeichnet.

The S-mount is a standard lens mount used in various surveillance CCTV cameras and Webcams. It uses a male metric M12 thread with 0.5 mm pitch on the lens and a corresponding female thread on the lens mount (also: M12 x 0,5); thus an S-mount lens is sometimes called an “M12 lens”.

So ein Gewinde hat z.B. die Phillips ToUCam an der Objektivlinse. Man kan also leicht andere Objektivlinsen benutzen, wenn die ein S-Mount-Gewinde haben.

C-Mount, CS-Mount

Neuere CCTV-Kameras (Box-Kameras) verwenden den sog. C-Mount bzw. CS-Mount. Beide haben einen Durchmesser von 1 Zoll und eine Steigung von 1/32 Zoll. Der Unterschied zwischen C-Mount und CS-Mount ist das sog. Auflagemaß; d.h. der Abstand zwischen Linse und Sensor;

  • C-Mount 17,526 mm
  • CS-Mount 12,5 mm

Der C-Mount ist ein genormter Gewindeanschluss für (Bewegtbild-)Kameraobjektive im professionellen Bereich. Der Außendurchmesser des Gewindes beträgt 1 Zoll (2,54 cm), die Gewindesteigung beträgt 1/32 Zoll. Das Auflagemaß zwischen dem Flansch des Objektivgewindes und der Bildebene entspricht 17,526 mm (0,69 Zoll) bzw. 12,5mm beim CS-Mount. Der C-Mount ist von der SMPTE mit der Norm SMPTE 76-1996 genormt und wird nach der ANSI B1.1 Gewindenorm auch als „1-32 UN 2A“ bezeichnet.

NEX-Adapter

  • M42-NEX-Adapter: um mein Takumar 135 (oder mein Zenitar 16mm) mit der Sony NEX zuverwenden
  • OM-NEX-Adapter: um mein Olympus ZUIKO 50mm mit der Sony NEX zu verwenden
  • Kiwi LMA-FD_EM-Adapter: um mein Vivitar 24mm mit der Sony NEX zu verwenden

Verweise

T2-Adapter am Okularauszug

GuideScope50 mit T2-Anschluss

Webcams für die Astrofotografie

WebCam Altair GPCAM MT9M034M

WebCam Philips ToUCam Pro II

Russentonne mit M42-Anschluss

Astrofotografie: Der Meteorstrom der Perseiden

Die Perseiden

Die Perseiden sind je ein sehr bekannter Sternschnupperstrom, den man Mitte August beobachten kann.

Generelle Vorbereitungen für das Fotografieren der Perseiden

Wann ist der günstigste Zeitpunkt; d.h. wann genau ist eigentlich in diesem Jahr das Maximum?

  • 2015: 12. Aug 2015
  • 2016: 12. Aug 2016

Wo ist ein günstiger Standort für die Beobachtung? z.B.

Welche Ausrüstung soll eingesetzt werden?

  • Kamera: Lichtstarker Sensor mit geringem Rauschen – Wechselobjektive
  • Objektiv: Weitwinkel z.B. Zenitar f=16mm, offene Blende 2,8
  • Stativ
  • Fernauslöser:     Infrarot  oder  WLAN mit iPad ?

Mit welchen Einstellungen sollen die Fotos geschossen werden?

Im Internet (http://praxistipps.chip.de/sternschnuppen-fotografieren-die-5-besten-tipps_39869)  liest man, die Sternschnuppen seine ja meistens “heller als die Sterne”. Das ist bei Belichtungszeiten größer 1/10 Sekunde Unsinn. Sternschnuppen bewegen sich und verteilen ihr Licht auf die ganze Spur, wohingegen Sterne ihr Licht auf den gleichen Punkt sammeln  für 30 Sekunden oder so…

  • Blende:  2,8 ganz auf!
  • Belichtungszeit: = 30 Sekunden    ==>  dann wird keine Nachführung benötigt:    Faustformel max. Belichtung = 500/Brennweite = 500/16 = 31,25 Sekunden
  • ISO 3200       Probefoto machen – ggf. eine Blende zu, dafür ISO hoch lassen

Alternativer Aufbau: Webcam

Ich habe ja eine Altair GPCAM mit einem sehr kurzbrennweitigen Objektiv, vom Hersteller genannt “Meteor Objektiv”…

12.8.2015 Perseiden

Im Jahre 2015 habe ich das erste mal versucht, dieses Ereignis fotografisch festzuhalten.

Standort:  Autobahnparkplatz Steinburg A23   http://www.google.de/maps?q=53.829788,9.632997

Ausrüstung/Daten: Sony-NEX5R Kamera mit einem Zenitar f=16mm Fisheye-Objektiv, Blende 2.8, ISO 3200, Belichtungszeit 30sec

Ergebnisse:

Perseiden 2015 - 00:22 MESZ: Metor saust durch die Andromeda - ISO 1600, 30 sec, Zenitar 16mm f/2.8, APS-C

Perseiden 2015 – 00:22 MESZ: Metor saust durch die Andromeda – ISO 1600, 30 sec, Zenitar 16mm f/2.8, APS-C

 

Perseiden 2015 - 23:41 MESZ: Kleiner Metor unterhalb von Cassiopeia - ISO 1600, 30 sec, Zenitar 16mm f/2.8, APS-C

Perseiden 2015 – 23:41 MESZ: Kleiner Metor unterhalb von Cassiopeia – ISO 1600, 30 sec, Zenitar 16mm f/2.8, APS-C

Perseiden 2016

Datum: 12. Aug 2016

Standort: Handeloh

Ergebnis: NIX (schlechtes Wetter)

 

Astrofotografie für Einsteiger: Wie fokussiere ich mein Bild?

Die Anforderung: Fokussierung

Als Einsteiger in die Astrofotografie möchte ich meine Foto-Optik (Sony Kamera, Altair Kamera) einfach und sicher fokussieren können (d.h. der Fokus soll genau auf der Sensorebene liegen), damit ich schöne scharfe Astro-Fotos bekomme.

Die prinzipielle Lösung – der Regelkreis

Die Fokus-Einstellung muss, wie in einem Regelkreis auf den Sollwert (schärfstes Bild) eingestellt werde. Dazu muss man also

  • einerseits irgendwie erkennen können, wann (bei welcher Einstellung) das Bild wirklich scharf ist (z.B. im Live-View mit Lupenfunktion oder Bahtinov oder…) – Regelkreis: Istwert=Sollwert
  • andererseits die Fokuseinstellung erschütterungsfrei in sanften kleinen Schritten hin und her verändern können (z.B. am Rädchen des Okularauszugs) Regelkreis: Istwert in Richtung Sollwert verändern

Stichworte:

  • OAZ – Okularauszug – engl. Focuser – Zahnstange
  • Crayford-Okularauszug
  • Helical-Auszug: Drehen
  • Bahtinov-Maske bzw. Hartmann-Maske  (s.u.)
  • Live View – Lupe
  • FWHM = Full Width at Half Maximum

Shopping

Vorbereitung: Grob-Einstellung am Tage

Es ist hilfreich, wenn man die Fokuseinstellung noch bei Tageslicht ausprobiert z.B. an einem weiter entfernten Objekt am “Horizont”, wie ein Kirchtum, ein Strommast etc.

Bei der Fokuseinstellung auf ein unendlich entferntes Hinmmelsobjekt muss man dann mit der Fokuseinstellung nur nich ein wenig in das Teleskop hineinfahren.

Die Formel dafür ist:

1/p + 1/q = 1/f
mit Objektentfernung q, Lage des Fokus p und Brennweite f. Für q = unendlich (Sterne) wird die Fokuslage q = f, für nähere Distanzen ist sie größer. Die Differenz fehlt Dir. (Alle Angaben in der gleichen Einheit, z.B. Millimeter)
Quelle:  Kalle66 im Astrotreff http://www.astrotreff.de/topic.asp?ARCHIVE=true&TOPIC_ID=194474
 

Erschütterungsfreie Fokus-Einstellung

Eine manuelle Einstellung der Schärfe bewirkt auch immer ein Zittern/Wakeln des Bildes, wodurch die Fokusqualität (Schärfe) nicht so gut beurteilt werden kann.

Alternative zum händischen Verstellen des Fokus am Rädchen des OAZ ist ein motorischer Fokus.

Beurteilung der Fokusqualität

Zur Beurteilung der Fokusqualität gibt es verschiedene Möglichkeiten; z.B.

  • Visuell im Live-View
  • FWHM
  • Hartmann-Maske
  • Bahtinov-Maske

Fokusqualität anhand von FWHM

Man kann die Qualität einer eingestellten Fokussierung möglicherweise sofort an einem Live-View beurteilen oder man macht tatsächlich Probeaufnahmen und untersucht dann die entstandenen Fotos (wobei man dann noch wissen muss, welches Foto mit welcher Fokus-Einstellung geschossen wurde!).

FWHM ist die im angelsächsischen Sprachraum gängige Abkürzung für “Full Width at Half Maximum” und bedeutet die sog. Halbwertsbreite eines (vergrößerten) Sternbildes. Man stellt also zuerst das Maximum der Helligkeitskurve fest und schaut dann, wo die Helligkeitskurve den halben Wert, links und rechts vom Maximum, erreicht. Diese Halbwertsbreite charakterisiert so etwas wie die Breite der Kurve.

Software, mit der man FWHM messen kann, ist beispielsweise AstroImageJ.

Wenn man eine Bildserie mit unterschiedlichen Fokuseinstellungen geschossen hat, braucht man nur noch das Foto zu identifizieren, bei dem die Stern das kleinste FWHM haben; d.h. wo die Sterne “am schäfsten” sind.

Fokusqualität hanhand einer Bahtinov-Maske

Sehr bekannt ist auch die Bahtinov-Maske, die in Deutschland gerne verwendet wird. Auch von der GvA-Hamburg gibt es Infos dazu beim Video-Workshop.

Eine Bahtinov-Maske lässt mehr Licht durch als Hartmann/Scheiner, sagt man. Dadurch kann man mit einer Bahtinov-Maske auch an nicht ganz so hellen Sternen schön fokussieren. Ein gewisser Nachteil einer Bahtinov-Maske ist der deutlich höhere Fertigungs-Aufwand im Vergleich zu Hartmann/Scheiner. Man kann Bahtinov-Masken aber auch fertig kaufen.

Meine Bahtinow-Maske am Objektiv Beroflex 300mm f/4.0

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Funktionweise einer Bahtinov-Maske:

Man richtet die Optik auf einen helleren Stern und setzt die Bahtinov-Maske vor das Objektiv.

In der Nähe des Fokuspunkts wird im Live-View ein Beugungsbild sichtbar, das aus drei hellen “Balken” besteht. Zwei schräge Balken bilden in etwa ein Warnkreuz, wie wir es von Bahnübergängen kennen (Andreaskreuz). Der dritte waagerechte Balken bewegt sich nach oben oder nach unten, wenn wir etwas an der Fokussierung drehen. Es kommt nun darauf an, so zu fokussieren, das der dritte Balken genau mittig durch den Kreuzungspunkt der beiden schrägen Balken läuft.

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Bahtinov Beugungsbild im Live-View: Der waagerechte Balken ist noch etwas zu hoch…

Bezugsquellen, beispielsweise:

Links:

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Fokusqualität anhand einer Hartmann-Maske / Scheiner-Blende

Den richtigen Schärfepunkt zu finden, ist gerade bei der Astrofotografie enorm wichtig.
Ein gutes Hilfsmittel hierfür ist eine Hartmann-Maske.
Drei gleichseitige Dreiecke werden in den Staubschutzdeckel des Teleskops gefräst.
Zum Fokussieren wird das Teleskop auf einen hellen Stern ausgerichtet.
Nähert man sich dem idealen Fokuspunkt, wandern die drei Sterne aufeinander zu.
Im Brennpunkt liegen alle drei Sterne mit ihren sechs Spikes genau übereinander.
Selbst kleinste Abweichungen werden sichtbar.
Der beste Fokuspunkt lässt sich so leicht finden.
hartmannmaske
Fokussierung mit der Hartmann Maske (aus: http://www.astronomie-selbstbau.de/selbstbau-atm/hartmann-maske/)
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Fokussierung in der Praxis

Fokussierung Foto-Objektiv Takumar 135mm an Sony NEX-5R

Mein schönes altes Foto-Objektiv “Takumar 135mm” hat eine manuelle Fokuseinstellung per Drehring bis auf Unendlich oder evtl. mehr als Unendlich. Per M42-Adapter kann ich dies schöne Objektiv an das E-Mount meiner Kamera Sony NEX-5R stecken.

DK_20160903_Takumar
Dies sind meine Arbeitsschritte zum Fokussieren:

  • Kamera Fokussierung auf “MF” (manual focus)  – Menü -> Kamera ->AF/MF Auswahl
  • Kamera Belichtungsprogramm auf “M” (manual)
  • Kamera auf ISO 1600
  • Kamera auf Belichtungszeit 30 sec (das Maximum)  –> dann sollte der Live View hellere Sterne schön zeigen
  • Objektiv bis Blende 2,8  aufmachen (nicht weiter aufmachen)   –> dann sollte der Live View hellere Sterne schön zeigen
  • Objektiv Fokus auf “Unendlich” voreinstellen  (sonst kann man im Live View möglichweise gar nichts sehen)
  • Einen helleren Stern anpeilen und genau in die Mitte des Gesichtsfelds stellen
  • Live View auf 10-fache Vergrößerung stellen und den Fokusring des Objektivs vorsichtig hin und her bewegen um die Mitte des genauen Fokus zu finden
  • Nachdem so der richtige Fokus gefunden ist, den Fokusring fixieren (z.B. mit Klebeband, aber ohne den Fokus zu verstellen)
  • Probefoto auf dem Notebook bei Vergrößerung untersuchen ob alles OK

Fokussierung Russentonne an Sony NEX-5R

Die Russentonne wird wie ein Foto-Objektiv vorne am “Tubus” mit einen großen Ring fokussiert.

An einem sternklarer Abend (7.3.2016) und ich konnte meine Russentonne mal an astronomischen Objekten erproben.

Foto 1: Belichtungszeit 30 sec, ISO 1600 – Nachführung offenbar gut, Fokus absichtlich noch zu kurz eingestellt.

Castor/Pollux Fokus noch zu kurz eingestellt.

Alpha Gem (Castor): Fokus noch zu kurz eingestellt.

Foto 2: Nun das Ganze im besten Fokus. Belichtung 30 sec, ISO 1600. Die Nachführung scheint nicht ganz optimal zu sein. Die Fokussierung ist sehr schlecht.

Castor/Pollux

Alpha Gem (Castor)

 

 

Astrofotografie mit der Sony NEX-5R

Als Kamera für die Astrofotografie habe ich mir eine Sony NEX-5R ausgewählt, weil mich folgende Pluspunkte angesprochen hatten:

  • Großer Sensor (APS-C)
  • Wechselobjektive (E-Mount)
  • WiFi-Verbindung zum iPad mit Remote Control
  • Live View kippbar

Wobei folgende Punkte für die Astrofotografie besonders wichtig sind:

  • Fernauslöser, damit das Bild nicht verwackelt
  • Langzeitbelichtung , d.h. man möchte auch länger als 30 Sekunden belichten
  • Die Bilder sollen auch  im RAW-Format abgespeichert werden können (mehr als 8 Bit Farbtiefe)
  • Der Dunkelbildabzug sollte abschaltbar sein  (dauert sonst zu lange)
  • Bei Steuerung der Kamera über einen Notebook-Computer, sollte ein Live View auf dem Computer möglich sein

Die Lösungen: Fernauslöser bzw. Fernbedienung per USB, Infrarot (IR), WiFi (WLAN)

Ältere Fotografen erinnern sich vieleicht noch an den guten alten Drahtauslöser. Heutzutage macht man Fernauslösung auf modernere Art:

  • Über eine USB-Verbindung von der Kamera zu einem Computer, wo eine spezielle Fernbedienungs-Software läuft.
  • Über eine Infrarot-Verbindung von der Kamera zu einen speziellen keinen Gerät, was einige Fernbedienungs-Funktionen auslösen kann.
  • Über eine WLAN-Verbindung zwischen der Kamera und einem Computer auf dem eine spezielle Fernbedienungs-Software läuft

Fernbedienung via Infrarot

Das kann die Sony NEX-5R. An der Kamera muss Infrarot aktiviert werden: Das rechts befindliche große Drehrad links (sog. Steuerkreuz) drücken und Bildfolgemodus auf “Fernbedienung” einstellen.

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Bild: Aktivieren Infrarot-Fernauslöser

Wenn ich die Aufnahmen per Infrarot-Fernbedienung auslöse, bekomme ich auch die Raw-Bilder (Sony: ARW) auf die Speicherkarte und kann ich auch die “Bulb”-Einstellung ausnutzen und damit länger als 30 Sekunden belichten….

Es gibt eine Reihe von solchen Fernbedienungen für die Sony NEX-5R, die  IR (Infrarot) benutzen:

Fernbedienung via WLAN (WiFi)

Das ist das was die Sony NEX-5R von Haus aus am besten kann. Es gibt eine Sony-Application “Smart-Fernbedienung“, die auf der Sony-Kamera installiert wird. Wenn diese Applikation auf der Kamera gestartet wird, baut sie einen WLAN-Zugriffspunkt (Access Point) mit einer speziellen SSID auf.
Die aktuelle Version ist 4.10 Wie macht man ein Update????

Nun muss ich mit iPad, iPhone oder Notebook eine WLAN-Verbindung zu dem Access Point der Kamera herstellen.

Zu guter Letzt brauche ich eine spezielle Software auf meinem iPad, iPhone oder Notebook, die über die hergestellt WLAN-Verbindung mit der Kamera kommuniziert und ihr Fernbedienungsbefehle schickt. Für das iPad gibt es dafür die iPad-App “PlayMemories Mobile” direkt von Sony gemacht für diesen Zweck. – Das war übrigens der Grund, aus dem ich mich seiner Zeit für den Kauf der Sony NEX-5R entschieden hatte.

Die Qualitätseinstellungen, also wie die Kamera die Bilder speichert (JPEG, RAW etc.), muss bei der Kamera-App “Smart-Fernbedienung” separat eingestellt werden (die generellen Kamera-Einstellungen werden nicht beachtet).

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Bild oben: Bildschirm 2 der Smart-Fernbedienung-App

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Bild oben: Qualität hier auch auf “RAW & JPEG” umstellen

Alternativ zur iPad-App “PlayMemories Mobile” arbeite ich auch mit der Software qDlsrDashboard auf meinem Notebook, was ich dann per WLAN mit der Kamera verbinde.

Fernbedienung via USB

Einen USB-Anschluss hat die Sony NEX-5R nicht.

Sony RCC

Es gibt von Sony ein “Remote Camera Control” (RCC) für Windows-Computer, der über USB mit der Sony-Kamera verbunden sein muss.
Dies RCC wurde von einem Astro-Spezialisten um wichtige Astro-Funktionen erweitert (z.B. Belichtungszeiten > 30 sec, Intervall-Timer, RAW-Aufnahmen etc.).
Ein Live-View wird aber bei dieser Lösung nicht auf den Windows-Computer übertragen; dazu müsste man per Micro-HDMI einen kleinen HDMI-Monitor anschliessen. Bei der Kamera muss die USB-Verbindung auf “PC Remote” (PC-Fernbedienung) eingestellt sein.

Voraussetzung für diese Erweiterungen ist aber zunächst die Installation von Sony RCC.

Link: http://support.d-imaging.sony.co.jp/imsoft/Win/rcc/de.html

Link: https://www.tethertools.com/tethering-software/sonys-camera-remote-control/

Unterstütze Sony Modelle (leider nicht meine NEX-5R):

ILCA (=Interchangeable Lens Camera with A-mount – Nachfolgemodelle der DSLR und SLT)

  • ILCA-68,
  • ILCA-77M2, Sony A77 II
  • ILCA-99M2(*1)

ILCE (=Interchangeable Lens Camera with E-mount – Nachfolgemodell der NEX) – Mirrorless & E-Mount

  • ILCE-5000 = Sony A5000 E-Mount, APS-C Sensor, WiFi, Kein BULB-Modus, Eur 379,–, Dunkelbildabzug nicht ausschaltbar
  • ILCE-5100 = Sony A5100 E-Mount, APS-C Sensor, WiFi, Dunkelbildabzug nicht ausschaltbar
  • ILCE-6000 = Sony A6000: E-Mount, APS-C Sensor, Mirrorless, Body 499,–
  • ILCE-6300 = Sony A6300
  • ILCE-6500 = Sony A6500
  • ILCE-7 = Sony A7, Sony A7 II – Full Frame
  • ILCE-7M2,
  • ILCE-7R = Sony A7R – Full Frame
  • ILCE-7RM2(*1),
  • ILCE-7S = Sony A7S
  • ILCE-7SM2(*1)

DSLR –> ILCA

  • DSLR-A700 = Sony A700 Mirror
  • DSLR-A850 = Sony A850 Mirror
  • DSLR-A900= Sony A900 Mirror
SLT –> ILCA
  • SLT-A58 = Sony A58
  • SLT-A99/A99V = Sony A99

DSC

  • DSC-RX1RM2(*1,*2),
  • DSC-RX10M2(*2), = Sony RX10
  • DSC-RX10M3(*2), = Soyn RX10 II
  • DSC-RX100M4 = Sony RX100 IV
  • DSC-RX100M5

RCC Erweiterung

Website: www.felopaul.com

Dort die Seite “Download” aufrufen und die Software PHDMax (free) herunterladen und ausführen:

  • PHDMax (free)Manage Dithering with PHDGuiding(V1.00.04)
  • Für das Ansteuern der Sony-Software diese aufrufen (RCC s.o.) mit angeschlossener Kamera über Mico USB. dann PHDMax aufrufen.
  • Es ist nur der untere Teil ab: “Pictures detect” einstellen, den Zielordner für die fertigen Aufnahmen, den “timer in minutes” auf 300, je nach Länge der Sequenz, dann No. of Exposures (1-beliebig), Dauer der Aufnahme in Sekunden, Stability auf 10-15 sec. setzen (Download von der Kamera und den Haken löschen bei “Wait on File´s Arrival” .
  • dann auf den grauen “Start” klicken und fertig.

Software: PlayMemories Mobile per WLAN auf iPad

PlayMemories Mobile gibt es von Sony für iOS und Android. Es arbeitet zusammen mit einer App auf der Kamera “Smart Remote Control”.
PlayMemories Home gibt es für Windows und MacOS diese benötigen aber eine USB-Kabel-Verbindung und leisten auch kein Remote Control.

Mit der iPad-App “PlayMemories Mobile” von Sony kann ich vom iPad her die Kamera fernbedienen; wobei nicht alle Funktionen, die bei direkter Bedienung der Kamera möglich sind, auch per Ferbedienung unterstützt werden. Um ggf. neue Funktionalität benutzen zu können, sollte die aktuelle Version der iPad-App “PlayMemories Mobile” vom Google App Store geladen werden.
Per Fernbedienung kann ich:

  • Den Live-View der Kamera remote auf dem iPad betrachten
  • Den Aufnahmenodus einstellen(M=manuell, A=Blendenpriorozät, S= Verschusszeitpriorität,…)
  • Die Empfindlichkeit einstellen: ISO 100 – ISO 25600
  • Die Belichtungszeit einstellen: 1/4000 Sekunde bis 30 Sekunden (Bulb ist nicht möglich)
  • Die Blende einstellen (wenn ein Objektiv mit elektischer Verbindung benutzt wird)
  • Den Fokus einstellen (wenn ein Objektiv mit elektischer Verbindung benutzt wird)
  • Ein Aufnahme auslösen (“capture”)
  • Settings: Rückblick-Bildgröße: “Original” oder “2M”
  • Settings: Rückblick-Bild: Anzeigen nach der Aufnahme: Ein, 2 Sek, Aus
  • Settings: “Optionen speichern” Nach der Aufnahme das Rückblick-Bild auf dem Smartphone (iPad) zu speichern…

Speicherung des Kamerabildes (“Capture”):

  • Die so aufgenommenen Fotos werden in voller Größe auf der Speicherkarte der Kamera abgespeichert, allerdings nur als JPG und ncht als RAW (egal ob die Kamera auf bei -> Bildgröße -> Qualität -> RAW oder JPEG+RAW eingestellt ist
  • Die RAW-Einstellung der Kamera gilt nicht für Smart Remote Control, da gibt es eine eigene Einstellung !!!!!!!!!!
  • Übertragung des Kamerabildes auf iPad/iPhone ???? wird das bild dann nicht auf die Speicherkarte der Kamera geschrieben ????? Kagga Kamma Effekt ????

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Aufnehmen und Preview mit der Sony NEX 5R

Bei meiner Sony-Kamera benutze ich als Fernbedienung meinen iPad mit der Sony-App “PlayMemories Mobile”.

Dazu stelle ich die Kamera ein auf: “Knopf => Applikationen => Smart Fernbedienung”. Die Kamera baut dann einen WLAN-Access-Point auf und wartet, dass sich ein Gerät anmeldet.

Am iPad gehe ich auf “Einstellungen => WLAN => DIRECxyxx…”

Dann starte ich die App “PlayMemories Mobile”

Verschiedenes

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Astrofotografie – Überblick und Begriffe

Ausgangspunkt meiner astronomischen Bemühungen

Als Amateurastronom möchte ich nicht nur visuell beobachten, sondern meine Beobachtungen auch gerne fotografisch festhalten.
Besonders interessant finde ich die Tatsache, dass ich auf einem Foto mehr sehen kann als mit bloßem Auge (dunklere Objekte, Farben,…).

Im Einzelnen habe ich für die Astrofotografie folgendes beschrieben:

  • Liste meiner Geräte (Equipment)
    • Montierung (Stativ etc.)
    • Kamera / Sensor
    • Fernauslöser (Remote Control,…)
    • Optik / Objektiv
  • Liste meiner Software
  • Liste von Tätigkeiten / Funktionen
    • Beobachtungsplanung
      • welche Objekte
      • welches Gerät
      • wann
      • wo  (Beobachtungsort  (Sichtfeld, Lichtverschmutzung, geografische Breite,…)
    • Fokussieren
    • Suchverfahren – Ponting  (Sucher, Leuchtpunkt, GoTo,…)
    • Nachführung – Tracking – Guiding
    • Bildbearbeitung
  • Begriffsklärungen

 


Astrofotografie: Begriffe – Jargon

Wie häufig bei Spezialgebieten werden auch bei den erfahrenen Amatuerastronomen viele schöne Spezalbegriffe und Abkürzungen verwendet, die ein Einsteiger vielleicht nicht immmer gleich richtig versteht.

  • Lucky Imaging: Um der Luftunruhe ein Schnäppchen zu schlagen, macht man viele sehr kurz belichtete Aufnahmen (etwa 1/100 sec) und verwendet dann die wenigen Aufnahmen mit gutem “Seeing” zum Stacken…
  • Pretty Pictures: Leicht abwerted für “der macht keine wissenschftlichen Fotos”, sondern “nur” etwas, was schön aussieht
  • Tracking: Nachführung
  • Guiding
  • Pointing-Modell
  • DMK
  • ASI: USB-Kameras von der Firma ZW Optical
  • LX200
  • Seeing
  • fokal / afokal
  • xyz

 

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Kamera bzw. Sensoren für Astrofotografie

Astrofotografie kann man heutzutage ganz einfach mit “normalen” digitalen Kameras (z.B. Canon, Nikon, Sony, Panasonic u.a.) machen.

Eine sehr niedrige Einstiegschwelle bietet die sog. afokale Fotografie, wo eine Kamera mit ihrem Objektiv direkt hinter das Okular eines Fernrohrs gehalten wird. Klassischerweise verwenden die “Profis” aber die sog. fokale Fotografie, wo der Sensor einer Kamera in die (primäre) Fokalebene eines Fernrohrs plaziert wird.

Weiterhin werden seid einiger Zeit auch kleine Video-Kameras eingesetzt, die aber keinen Bildspeicher haben, sondern ihr Bild immer an einen PC liefern müssen.
hatte ich mir (als “Sensoren“) angeschafft:

Optiken

Als Optiken für die Sony habe ich verschiedene Möglichkeiten (Festbrennweiten mit Adapter auf E-Mount) –> DLSR-Objektive

  • Olympus G.ZUIKO AUTO-S  f=50mm, 1:1,4  (leichtes Tele z.B. für die Große Magellansche Wolke)
  • Vivitar AUTO WIDE-ANGLE f=24mm, 1:2 (Weitwinkel, z.B. für Polarlichter, die Milchstraße etc.)
  • MC Zenitar-M f=16mm, 1:2,8 (Überweitwinkel “FISH-EYE” z.B. für die Perseiden)
  • Asahi Optics Takumar f=135, 1:3,5
  • LidlScope 70/700 “SkyLux”  (z.B. für Sonnenbeobachtung)
  • Russentonne Rubinar f=500, 1:5.6   —> schlechte Qualität –> verkauft
  • und seit dem 1.11.2016 auch noch die sog. “Wundertüte” Beroflex, aber mit f=300mm, 1:4,0

Als Optiken für die Altair GP-CAM habe ich erst einmal:

  • Die mitgelieferte sog. “Meteorlinse”: This is a CS lens f=2.1mm    f/1.6   FOV 150 Grad
  • Eine zusätzlich als Sucher gekaufte f=12mm  f/1.2  FOV 17 x 22 Grad

Fernauslöser – Remote Control – für die Sony NEX-5R

In der Astrofotografie ist es erforderlich die Kamera erschütterungsfrei auszulösen.Das kann mit Hilfe spezieller Gerate (Fernauslöser) oder auch per Software von einem Computer erfolgen.

Außerdem kann es sinnvoll sein auch weitere Funktionen der Kamera per Software “Remote Control” zusteuern.

Fokussierung

Wir müssen das Teleskop bzw. das Foto-Objektiv so einstellen, das der Fokus genau in der Bildebene liegt und die astronomischen Beobachtungsobjekte “scharf” sind.

Astrofotografie für Einsteiger: Wie fokussiere ich mein Bild?

Montierungen – Stative – Nachführung

Zur Nachführung bei der Astrofotografie gibt es viele Möglichkeiten

Auffinden von Beobachtungsobjekten – Sucher

Oft ist es garnicht so einfach das gewünsche Beobachtungsobjekt im Gesichtsfeld von Kamera oder Teleskop einzustellen.

Beobachtungsorte – Lichtverschmutzung

Beobachtungsplanung

Welche Beobachtungsobjekte mit welchem Gerät zu welcher Zeit an welchem Ort?

Astrofotografie für Einsteiger: Welche Objekte kann ich fotografieren?

Bildbearbeitung

  • Stacken
  • Stretchen
  • Farbstich
  • Vignettierung
  • Farbrauschen
  • Gradienten
  • xyz

Meine Artikel zum Thema Astronomie

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Astrofotografie für Einsteiger: Digital-Kamera Sony NEX-5R – Einstellungen

Mein Einstieg mit der Sony NEX-5R Kamera

Als ich mich vor zwei Jahren begann für Astrofotografie zu interessieren, habe ich mir die Sony NEX-5R angeschafft. Ausschlaggebend waren für mich damals folgende Eigenschaften der Sony:

  • Smart Remote Control (incl. LiveView und Capture) über WiFi  mit einer App auf dem iPad
  • Fernauslösung  per iPad über WiFi (Smart Remote Control)
  • Wechselbare Objektive um z.B. ältere MF Objektive (via Adapterring)  zu benutzen (mein erstes: Olympus G. Zuiko f=50mm)
  • Live View (u.a. zum Fokussieren auf unendlich, mit Lupen-Funktion)
  • kein Spiegel (Was soll der? Nur für einen Sucher, den ich nicht brauche? LiveView ist doch viel besser.)

Der Nachteil bei der Sony NEX-5R ist, dass ich damit nicht im “Mainstream” der Astrofotografen schwimme, was bedeutet, dass es weniger Zubehör und Angebote, die für Astrofotografie sinnvoll sind gibt.

Die Remote Control Software Sony “PlayMemories mobil” unterstützt nur Belichtungszeiten bis 30sec. Eine Bulb-Einstellung, die an der Kamera selbst im M-Modus möglicht ist, ist bei Sonys Play Memories Mobil auf dem iPad leider nicht möglich.

Der Sensor der Sony NEX-5R

Die NEX-5R hat einen APS-C-Sensor, d.h. 23,50 x 15,60 mm – das bedeutet einen Crop-Faktor von 1,5

Der Sensor hat 4912 x 3264 Pixel bei einer Pixelgröße von 4,8 µ.

Das Seitenverhältnis des Sensors ist 3:2

Fokussierung mit der Sony NEX-5R

Bei Astro-Aufnahmen macht die automatische Fokussierung der Kamera (“AF”) keinen Sinn.

Die manuelle Fokussierung geht so (hierzu gibt es einen eigenen Blog-Eintrag):

  • MENU -> [Kamera] -> [AF/MF-Auswahl] -> gewünschter Modus   (MF – AF – DMF)

Als Hilfestellung bei der Fokussierung kann man die Funktion Bildschirmlupe (Sucherlupe)  einstellen:

  • MENU -> [Einstellung] -> [MF-Unterstützung] -> Ein

Die Bildschirmlupe wird aktiviert, wenn man auf den Bildschirm tippt, bzw. wenn man den Fokusring eines Sony-Objektivs dreht.

Gitterlinien für genaue Markierung der Bildmitte für z.B. Ajustment bei der Sony NEX-5R

Für ein genaues Alignment der Sony-Kamera können auf dem Live View Display Gitterlinien (aka Crosshairs, Fadenkreuz) angezeigt werden. Das geht so:

  • MENU -> Einstellung -> Gitterlinie -> 4×4 Raster + Diag.

Leider ist die Farbe der Gitterlinien nicht verstellbar; d.h. sie sind immer schwarz, was sie bei Fotos des Sternenhimmels fast unsichtbar macht…

Fernauslöser und Fernbedienung für die Sony NEX 5R  – Remote Control & Live View

Wie die Sony NEX-5R über Fernsteuerung bedient werden kann ist einer einem separaten Blog-Artikel beschrieben.

 

 

 

 

Astronomie: Einnorden mit DSLR Logger

Ich habe mir das Programm  DSLR Logger 3.12 (von Christoph Kreher) besorgt.

Eine Methode um eine Montierung “einzunorden”, ohne freie Sicht auf Polaris zu haben (ausser dem Scheinern).

Das Programm “DSLR Logger” aus dem Yahoo Astrotrac-Forum.
Das Programm ermittelt anhand eines Referenzsterns die Bewegung zwischen aufeinanderfolgenden Aufnahmen und gibt Korrekturanweisungen der Form “Rotate axis / Elevate axis” usw. mit absoluten Minutenangaben aus.
Zum Herunterladen benötigt man eine Yahoo-ID und man muss sich im Yahoo Astrotrac-Forum registrieren.
Ich habe es installiert.
Nun muss man in der INI-Datei verschiedene Eintragungen machen:
  • Name des Ordners, in dem die Fotos abgelegt werden  (z.B. von DlsrDashboard)  z.B. f:\var\Pictures\dslr
  • Der Präfix der Dateinamen z.B. DK_20160726_
  • Extension der Dateinamen z.B. .jpg
  • xxxx

Beim Start des Programms wird der Ordnername aus dem INI angezeigt und man wird aufgefordert, den Rest eines vorhandenen Dateinamens anzugeben z.B. 0020.

Wenn die Datei (im Beispiel: f:\var\Pictures\dslr\DK_20160625_0020.jpg) gefunden wird, geht es los….

Bei mir kommt dann die Fehlermeldung “ERROR CONVERT.EXE not found”. Das scheint daran zu liegen, dass der DSLR-Logger eine Installation von ImageMagick benötigt.

Die Installation von ImageMagick behebt zwar dieses Problem, aber irgendwie macht DSLR-Logger auch dann erstmal garnichts “Waiting for new image (ESC to exit)”….

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Astrofotografie: Altair GPCAM AR0130 General Purpose Astronomy Camera CMOS

Eine neuere Video-Kamera, die auch für Astrofotografie empfohlen wird, ist die Altair GPCAM AR0130C (Farbe) bzw. Altair GPCAM MT9M034M  (schwarz/weiss).

http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/language/en/info/p8190_Altair-GPCAM-AR0130C—General-Purpose-Astronomy-Colour-Camera–1-2-MP-CMOS.html

http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/language/en/info/p8189_Altair-GPCAM-MT9M034M—General-Purpose-Astronomy-Mono-Camera–1-2-MP-CMOS.html

Altair GPCAM – Technische Daten

  • Sensor Size: 1/3″ diagonal (4.8 mm x 3.6 mm) – 1280 x 960 pixels
  • Aptina AR0130C HD CMOS sensor with 3.75 micron pixels, high sensitivity and fast frame rate,
  • Exposure times: 0.4 ms (0.0004 secs) / 800 secs   —  long time exposure capability
  • 1.25″ connection mit Filtergewinde an den CS-Ringen
  • Lens thread: C-Mount/CS-Mount   – abschraubbar
  • Power supply via USB
  • USB2.0 für Bildfunktionen (z.B. still & video capture) s.u.
  • ST4 port für Autoguiding (z.B. PHD s.u.)
  • 150° Meteor lens (objective) included for videos or rich-field exposures
  • UV/IR blocking filter included (Zwei CS-Ringe, einer mit UV-Filter, ein weiterer mit IR-Filter)
  • Drivers: Win XP/ Vista/ Win 7/ 8/ 10 (32 & 64 bit)  can easily be downloaded from the site of the manufacturer.
  • Capture Software: AltairCapture,  PHD2, SharpCap 2.6+   — ASCOM

altair-gpcam-1000

Objektive für die GPCAM  – Gewinde: C-Mount / CS-Mount

Mitgeliefert wird eine “Meteor lens”: You can use the 150 degree FOV F1.6 Meteor lens for wide angle imaging of the sky to capture meteorites and aurora displays – or just create a video of the night sky as the earth rotates. You can even make timelapse daytime videos to capture cloud formations or capture any activity with standard high speed video mode. This little lens is sharp too, and perfectly capable of macro photography and video. Your imagination is the limit!

This is a CS lens f=2.1mm    f/1.6   FOV 150 degrees

Als Electronic Finder habe ich dazu gekauft:   CS Lens, IR Day/Night Lens,  f=12mm, Fixed Iris f/1.2,  FoV  17 x 23 Grad
https://www.amazon.co.uk/dp/B00M40GZS0/ref=pe_385721_127326601_TE_item

 

CCTV-Lens-12mm

Was ist ein “C-Mount”?

Separater Artikel zu Gewinde (Threads)

Vorteile im Vergleich zur ToUCam Pro II

  • Sensorgröße 1/3″ statt 1/4″
  • Objektivgewinde  C-Mount (bzw. CS-Mount)  statt dem kleinen M12 * 0.5 bei der ToUCam (Für CS-Mount gibt es viele Objektive, eins ist sogar mitgeliefert)
  • Einsteckbar in 1,25″ Okularstutzen beim Teleskop 1,25″   (bereit zum Autoguiding)
  • Autoguider Port ST-4

Zum Vergleich:  ToUCam Pro II

Software zur Kamerasteuerung der Altair GP-CAM – Remote Control & Live Preview

Meine Viedeo-Kamera Altair GP-CAMMT9M033M mit dem 12mm-Objektiv möchte ich genauso, also remote vom Windows-PC aus, einstellen und das Live Preview betrachten, um es als “elektronischen Sucher” zu verwenden (später soll vielleich noch AutoGuiding hinzukommen).

Als Windows-Software mit guten LiveView/Preview-Möglichkeiten habe ich ausprobiert:

Fire Capture 2.5.07 BETA friert nach kurzer Zeit ein und ist tot  –> Mist

Sequence Generator Pro war so kompliziert, dass ich es nicht verstanden habe   –> Mist

SharpCap und AltairCapture funktionieren bestens.

Aufnehmen und Preview mit der GP-CAM

Die Video-Kamera wird per USB-Kabel mit dem Notebook verbunden. (Zum Testen braucht die Video-Kamera auch noch ein Objektiv. Bei der GP-CAM wurde eins mitgeliefert.)

Nun brauche ich eine Software, die mir das Bild der Kamera auf dem Notebook-Bildschirm anzeigt (“Preview”), Einstellungen ermöglicht (Belichtung, Gain, Fokus….) und schließlich eine Aufnahme (“Capture”) macht.

Zum Testen der Kamera kann man erst einmal eine ganz einfache Software nehmen, wie z.B. MyCam von www.e2esoft.ch. Diese Software benutzt die Windows-Treiber der Videokamera(s) und kann ggf. auch umschalten zwischen der im Notebook eingebauten Kamera und der per USB-Kabel eingestöpselten GP-CAM.

Für die “echte” Astrofotografie reicht so eine einfache Software wie z.B. MyCam nicht. Die Spezialisten setzen etwa folgende Software ein:

  • SharpCap 2.8    (supported by Altair)
  • FireCapture
  • Altair Capture   (mitgeliefert bei der GP-CAM)
  • …..

Solche Software verwendet zur Anbindung der Video-Kamera nicht die Windows-Treiber, sondern einheitliche sog. ASCOM-Treiber.

Die ursprünglische Zielsetzung ist, die GP-CAM als “elektronischen Sucher” einzusetzen. Dazu verwende ich ein 12mm Objektiv und die Preview-Funktion auf dem Notebook.
Wenn die Sucher-Funktion später einmal durch GoTo-Steuerung und LiveView an der Sony-Kamera erfolgt, kann ich mit der GP-CAM mal AutoGuiding probieren.

Aufnehmen einzelner Bilder – Capture – Still Images

Nachts wird es erst sehr spät dunkel und häufig sind auch Wolken da.

Am Tage scheint zeitweise die Sonne auf meine Terrasse.

Probeaufnahmen von der Sonne

(Später habe ich noch einen generellen Artikel zur Sonnenbeobachtung geschrieben.)

Die mache ich mit dem GuideScope50  (f=180mm), wo ich einen selbstgebastelten Sonnenfilter aufsetze.

  • Von meiner Video-Kamera GP-CAM schraube ich das Objektiv ab (war 12mm für Sucherfunktion).
  • Dann schraube ich als erstes eine CS-Ring (mit Filter) drauf – sonst passt die 1,25 Zoll Verlängerungshülse nicht.
  • Dann kommt die Verlängerungshülse dran.
  • Nun kann ich das Ganze in den Okularauszug des GuideScope50 stecken.

Positionieren auf die Sonne geht per Schattenmethode mit den Pfeiltasten der Handbox (SmartEQ Pro).

Den richtigen Fokus finde wie folgt:

  • Die GP-CAM mit CS-Ring und Verlängerungshülse genau an der Grenze blau/schwarz im Okularauszug des GuideScop50 festklemmen
  • Am GuideScope50 das Verlängerungsstück auf 10mm
  • Am Guidescope50 den Fokusring auf 3,57 – dann ist das Sonnenbild auf SharpCap einigermassen scharf….

Nachführung – Autoguiding

Die Kamera verfügt über einen ST-4 Anschluß womit ein sog. Autoguiding möglich ist. Dazu verbinde ich per ST4-Kabel die Kamera mit meiner Montierung (Sykwatcher HEQ5 Pro, iOptron SmartEQ Pro) verbinden kann. Die Kamera ist weiter, wie normal, per USB mit meinem Notebook-Computer verbunden. Für das Autoguiding benötigt man dann nach eine geeignete Software auf dem Notebook. PHD2 Guiding ist eine sehr beliebte Software für das Autoguiding.