Astronomie: Remote Control

Gehört zu: Astronomie
Siehe auch: Kabelmanagement, Nano-Computer ZOTAC, Remote Capturing, Remote Sternwarten

Remote Control in der Astrofotografie

Zu einem gewissen Zeitpunkt in der Entwicklung meiner Astro-Geräte kam bei mir der Wunsch hoch, das alles “Remote” steuern zu können: z.B. um nicht draussen in der Kläte beim Teleskop sitzen zu müssen, sondern alles vom warmen Wohnzimmer steuern zu können. Das ist allerdings kein “Muss”, sondern eine nette Bequemlichkeit.

Heutzutage (2019) wird oft angeboten, seine Montierung über WLAN oder ähnlich, also remote, zu steuern. Das ist aber weniger als die halbe Miete, denn ausser der Steuerung der Montierung (hauptsächlich Goto) habe ich ja noch eine DSLR,  eine Autoguiding-Kamera und einen Motor-Fokusser – alles das will ja auch remote gesteuert werden. Also:

Wir haben also 4 Datenverbindungen, die als USB realisert werden. Um diese mit einem Remote Computer zu steuern, gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten:

  • Lokaler USB-Hub (USB Server) verbunden über WLAN-Modul mit einem Remote-Windows-Computer
  • Lokaler Windows-Mini-Computer mit den USB-Anschlüssen ferngesteuert über WLAN TCP/IP von einem Remote-Windows-Computer (TightVNC)

Remote per USB

Lösungen der ersten Art

“lokaler USB-Hub mit WLAN” (USB Server) sind heutzutage (2019) überall im Gespräch, denn soetwas ist ja eine schicke technische Architektur wo man “nur” die USB-Verbindungen über LAN zum Remote-Computer führt. Allerdings sind USB-Verbindungen zu Videoquellen besonders anspruchsvoll (das Gerät muss “isochronen” Datentransfer beherrschen).
Ich habe ausprobiert:

  • Silex DS-520AN   –> ausprobiert und zurückgeschickt
  • ALLNET Server für kabellose Geräte 4 Anschlüsse 100Mb LAN USB 2.0 802.11b/g/n (991352505)  –> ausprobiert und zurückgeschickt
  • in Foren wird auch empfohlen: DIGITUS Multifunktion USB Netzwerk Server, 4-port, Netzwerk USB Hub, NAS, Print Server USB 2.0, RJ45, Wireless LAN 11n, schwarz  –> nicht ausprobiert

Solche  Remote-USB hören sich zwar gut an, sind mir persönlich aber zu “wackelig”.

Remote per lokalem Mini-Computer

Lösungen der zweiten Art

“Lokaler-Mini-Computer” sind zwar nicht so elegant, sind aber grundsolide. Auf dem lokalen Mini-Computer wird die ganze erforderliche Software installiert und dieser lokale Mini-Computer wird über TCP/IP (z.B. WLAN) von einem “Großen Bruder” ferngesteuert z.B. über TightVNC, TeamViewer oder auch Microsoft Remote Desktop oder…  Ich habe mich für TightVNC entschieden, weil da Server und Viewer kostenlos sind und auch Android unterstützt wird.

Eine solche Lösung ist dann “grundsolide”, wenn der lokale Mini-Computer unter Windows 10 läuft und alle erforderliche Astro-Software darauf vernünfig (lokal) läuft. Der Mini-Computer braucht vier USB-Anschlüsse und WLAN. Die Stromversorgung muss auch bedacht werden (220 Volt oder 12 Volt oder …).

Als lokalen Mini-Computer mit Windows 10 verwende ich einen bei mir noch vorhandenen etwas älteren Mini-Computer Zotac ZBOX Nano AD12 Plus (19 V, 3.42 A).
Heutzutage gibt es neuere Lösungen wie z.B. MSI Barebone ProBox23

Achtung: Was tun, wenn WLAN-Verbindung nicht funktioniert?

In meinem Fall habe ich im Hause bereits ein lokales WLAN und der lokale Mini-Computer am Teleskop muss sich also “automatisch” mit diesem vorhandenen WLAN verbinden.

Das ist unter Windows 10 ja überhaupt kein Problem. Das vorhandene WLAN wird automatsich erkannt und die Verbindung automatisch hergestellt (wenn man das Kästchen “Automatisch verbinden” ankreuzt).

Was aber wenn da irgendetwas schief geht; also aus irgend einem Grunde die WLAN-Verbindung nicht zustande kommt? Der lokale Mini-Computzer (VNC-Server)  hat keinen Bildschirm und ich kann nicht sehen was auf diesem Computer genau geschieht. Vom Wohnzimmer-Computer (VNC-Viewer) merkt man nur, das die Verbindung nicht da ist. Watt nu?

Genau so etwas ist mir vorgestern in einer dunklen und kalten Beobachtungsnacht passiert. Ich habe zwar einen keinen Bildschirm, den ich per HDMI an den Nano-Computer stöseln kann und eine Bluetooth-Tastatur. Die Diagnose und Fehlerbehebung ist also möglich. Aber das ist alles sehr fummelig und nervig. In meinem Fall war aus einem nicht nachvollziehmaren Grund das WLAN auf dem Nano-Computer abgeschaltet. Also WLAN einschalten und alles palletti.

Zur Sicherheit habe ich deshalb einen Zweit-Computer mit der entsprechenden Software konfiguriert, sodass der auch notfalls als lokaler Steuer-Computer am Teleskop fungieren kann. Dieser “Plan B Computer” ist ein kleinerer bei mir noch vorhandener Notebook “Computer Thinkbaer”, der auch Bildschirm und Tastatir hat…

Erforderliche Astro-Software

Auf dem lokalen Nano-Computer habe ich installiert:

 

Astrofotografie: Remote Control – Aufnahme-Software – Capturing

Gehört zu: Astrofotografie
Siehe auch: Astronomie Remote Control

Astrofotografie: Remote Control – Aufnahme-Software – Capturing

Bei der Astrofotografie benötigt man neben einer Kamera auch gleich so etwas wie eine “Fernbedienung” oder “Fernsteuerung” für die Kamera.

Unter “Fernsteuerung” kann man sehr einfache oder auch umfassendere Fern-Funktionalität verstehen; etwa vom einfachen Drahtauslöser bis zu einer umfangreichen Fernsteuerung der Kamera über einen Windows-Computer, Tablet oder so.

Fern-Funktionalitäten können sein:

  • Einstellen von Belichtungszeit, ISO, Blende für die nächste Aufnahme
  • Starten (Benden) einer Aufnahme
  • Programmieren einer Sequenz von Aufnahmen (“Intervallometer“)
  • Betrachten eines Bildes auf einem Windows-Computer, Tablet, Smartphone,…
  • Speichern eines Bildes auf dem Windows-Computer
  • Analyse eines Bildes auf dem Windows-Computer (z.B. Plate Solving)
  • Steuern nicht nur der Kamera, sondern auch anderer astronomischer Geräte wie Montierung, Filterrad, Motorfokusser,…
  • ….

Je nach Kamera gibt es meistens verschiedene Möglichkeiten für “Fernsteuerung”. Die Kamera muss ja mit dem Fernsteuerungs-Gerät irgendwie verbunden sein.

Verbindungen können sein:

  • Dirkete Verbindung zur Kamera (spezielles Draht, Kabel,…)
  • USB (Kabel, Hub, Server,…)
  • Infrarot
  • WLAN

Fernsteuerung für die DSLR Canon EOS 600D

Zur Steuerung meiner Canon EOS 600D verwende ich Software auf meinem Windows-Computer. Die Verbindung wird dabei per USB hergestellt.

Kleinere Lösungen (d.h. ohne Windows-Computer) sind:

Fernsteuerung für die DSLR Sony NEX-5R

Zur Steuerung meiner Sony NEX-5R habe ich mehrere Möglichkeiten:

Computer: Remote Control mit TightVNC

Gehört zu: Remote Control
Siehe auch: Software Teamviewer, Microsoft Remote Desktop

Computer: Remote Control mit TightVNC

Eine kostenfreie Lösung für die Fernsteuerung ist TightVNC  (Entwickler: Constantin Kaplinsky, Vertrieb: GlavSoft) mit einem TightVNC-Server und TightVNC-Client.

  • Website: http://www.tightvnc.com
  • Server-Betriebssystem:  Windows
  • Client-Betriebssystem: Windows
  • Client-Version und Server-Version: 2.8.8 vom 6. April 2017

TightVNC benutzt das standardisierte Protokoll VNC. Es ermöglicht das Darstellen und Steuern des Bildschirminhalts, der Tastatur und der Maus eines entfernten Computers.

Auf dem Windows.Computer, der ferngesteuert werden soll, muss der sog. “TightVNC-Server” installiert sein.

Der Computer, der die Fernsteuerung vornehmen soll, benötigt  den sog. “TightVNC Client”.

Alternativen zu TightVNC

  • Teamviewer
  • Microsoft Remote Desktop
  • RealVNC
  • Hamachi LogmeIn

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Computer: Remote Control – Fernsteuerung

Computer Fernsteuerung – Remote Control

Um einen Computer von einem anderen “fern zu steuern”, muss es eine Verbindung zwischen diesen Computern geben.

Diese Verbindung wird über des Protokoll TCP/IP hergestellt; d.h. wir können innerhalb eines LANs von einem Computer (z.B. am warmen Schreibtisch) einen andren Computer (z.B. einen ohne Bildschirm etc. oder einen der draussen in der Kälte auf der Terrasse  steht) fernsteuern.

Um das heimische LAN von unterwegs über das Internet zu erreichen, wäre ein VPN-Tunnel das Mittel der Wahl.

Der Fernsteuerungs-Computer (Client, Viewer) kann möglicherweise auch ein Tablet (iPad oder Android) sein. Der ferngesteuerte Computer (Server) muss so ausgerüstet sein, dass die gewünschten Applikationen darauf laufen (z.B. ein Windows-Computer, der mit einer QHY PoleMaster Kamera verbunden ist). Contine reading

Computer: Remote Control mit RealVNC

RealVNC (aus Wiki)

From Dietrich’s old Wiki

Computer: Remote Control mit RealVNC

Zur Fernsteuerung/Fernwartung (“Remote Control“) der von mir betreuten PCs setzte ich versuchsweise mal RealVNC ein, da der Remote Desktop bei Windows Vista Home Premium ja nicht mehr enthalten ist. VNC als solches ist zwar OpenSourceSoftware, einige der diversen daraus entstandenen Software-Produkte aber nicht.

Eine kostenfreie Lösung für die Fernsteuerung ist RealVNC  Home, die kostenfrei ist für “non-commercial use” und auf 5 remote Computer und 3 User limitiert ist.
Mit einem Server “VNC Connect” und einem Client “VNC Viewer”. Contine reading

Computer: Remote Control – Windows Remote Desktop RDP

Gehört zu: Microsoft Windows

Siehe auch: Fernwartung (Remote Control)

Computer: Remote Control mit Microsoft Remote Desktop

Microsoft Windows unterstützt die Fernsteuerung durch das sog. “Remote Access” und einen Remote Desktop Client.

Das Remote Desktop Protocol (RDP) ist ein proprietäres Remote-Desktop-Protokoll von Microsoft. Es ermöglicht das Darstellen und Steuern des Bildschirminhalts eines entfernten Computers.

Auf dem Windows.Computer, der ferngesteuert werden soll, muss in dr Konfiguration die sog. “Remote Access Verbindung” zugelassen werden.

Der Computer, der die Fernsteuerung vornehmen soll, benötigt  den sog. Remote Desktop Client “RDP Client”.

Wie in früheren Versionen muss ein PC die Editionen Pro oder Enterprise ausführen, damit man eine Remotedesktop-Verbindung zu ihm aufbauen kann. Dagegen ist der Client weiterhin Bestandteil aller Windows-Editionen. Contine reading