Astronomie: Sonnensystem

Gehört zu: Astronomie

Oberartikel Sonnensystem (The Solar System)

Um die verschiedensten Artikel über einzelne Bestandteile unseres Sonnensystems zusammen zu fassen, mache ich diesen “Ober-Artikel” auf.

Die Sonne

Sie Sonne ist ein schönes Beobachtungsobjekt, für das man sich nicht die Nächte um die Ohren schlagen muss.
Bezüglich der Sonne habe ich schon vieles aufgeschrieben:

Die Ekliptik / Das Zodiakallicht

Das Sonnensystem ist grob gesagt eine Scheibe. Die meisten Objekte befinden sich (ungefähr)  eine einer Ebene. Als Bezugs-Ebene nehmen wir gerne die Ebene in der die Erde um die Sonne läuft, diese Ebene nennen wir Ekliptik. In Bezug auf diese Ebene, die Ekliptik, sind der Bahnen anderer Planeten nur ein wenig geneigt (z.B. Mars 1,8°, Venus 3,4° etc.). Von der Erde aus gesehen bewegt sich die Sonne auf der Ekliptik im Laufe eines Jahres einmal herum. Traditionell wird die Ekliptik auch “Tierkreis” (engl. Zodiac) genannt.

In der Ebene des Sonnensystems befinden sich nicht nur die meisten, der unten beschriebenen Himmelskörper (Planeten etc.), sondern auch eine Menge von Staub und kleinsten Teilchen, die einzeln gar nicht zu sehen sind, sondern sich nur dadurch bemerkbar machen, dass sie in bestimmten Blickrichtungen das Sonnenlicht streuen oder reflektieren.

Auf der Erde nennen wir eine solches Lichterscheinung in der Ebene der Ekliptik das “Zodiakallicht“.

Mein Artikel: Das Zodiakallicht

Der Merkur

Der Planet Merkur ist so nahe an der Sonne, dass man ihn nur selten beobachten kann. Er muss dazu in der Nähe der größten Elongation (28°) stehen und seine scheinbare Bahn möglichst steil zum Horizont. Wegen der wechselnden Steilheit der Bahn (Ekliptik) sind Abendsichtbarkeiten im Frühling und Morgensichtbarkeiten im Herbst günstig.

Der Merkur als sog. innerer Planet zeigt Phasen (wie der Mond) und kann auch die Sonne bedecken (wie der Mond). Letzeres nennt man “Merkur-Transit”.

Am 9.5.2015 konnte ich den Merkur-Transit visuell beobachten.

Mein Artikel:  Der Merkur

Die Venus

Der Planet Venus gehört wie der Merkur zu den inneren Planeten unsers Sonnensystems und zeigt Phasen (wie der Mond) und kann auch die Sonne bedecken (wie der Mond). Letzeres nennt man “Venus-Transit”. Die Venus entfernt sich gut von der Sonne (größte Elongation 45 Grad), so dass sie gute Abend- und Morgensichtbarkeiten zeigt. Als sehr heller Abendstern (östliche Elongation) bzw. Morgenstern (westliche Elongation) ist die Venus ein markanter heller und leicht zu identifizierender Stern am Himmel.

Im sog. “größten Glanz” hat die Venus eine scheinbare Helligkeit von -4,8 mag. Der scheinbare Durchmesser der Venus-Scheibe (besser Venus-Sichel) kann im besten Falle so bei 52 Bogensekunden liegen.

Mein Artikel: Die Venus

Die Erde, der Mond und künstliche Erdsatelliten

Die Erde

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Der Mond

Künstliche Erdsatelliten (Artificial Satellites)

Der Mars

Der Mars gehört zu den sog. Äußeren Planeten unseres Sonnensystems; d.h. seine Bahn um die Sonne liegt ausserhalb der Erdbahn. Deswegen  kommt er auch bei seiner Reise um die Sonne einmal in die Oppositiosposition zur Erde; dann stehen Sonne, Erde und Mars in einer Linie und der Mars wird ganz voll von der Sonne beschienen (ist er sowieso fast immer) und die Entfernung Erde-Mars ist besonders klein. Wegen der relativ stark elliptischen Bahn (Exzentrizität 0,0935) des Mars kann diese Oppositionsentfernung zwischen 55,65 Mio km und 101,51 Mio km schwanken. Dementsprechend schwankt zur Zeit einer Mars-Opposition seine scheinbare Helligkeit zwichen -2,9 mag und  -1,2 mag und sein scheinbarer Durchmesser zwischen 25″ und 14″.

Aus den Messungen (Tycho Brahe) der Bahn des Mars um die Sonne hat Johannes Kepler gefunden, dass die Planeten die Sonne in Ellipsen umkreisen.

1609 formulierte Kepler sein 1.und 2.  Keplersches Gesetz

1619 folgte das 3. Keplersche Gesetz.

Mein Artikel zu: Mars (noch keiner)

Der Asteroidengürtel

Zwischen den Bahnen des Mars und des Jupiter befindet sich der (klassische) Asteroidengütel (vergleiche unten: Kuiper-Gürtel).

Nachdem Wilhelm Herschel 1781 den Planeten Uranus entdeckt hatte, wurde zwischen Mars und Jupiter nach einem Planeten gesucht, was Johann Bode aus Berlin anregte, weil die Titus-Bode-Reihe einen Planeten mit einem Sonnenabstand von 2,8 AE vorhersagte.

In der Neujahrsnacht 1800/1801 fand Guiseppe Piazzi in Mailand ein Objekt, was später als “Planet Ceres”  eingeordnet wurde. Tatsächlich errechnete man den mittleren Sonnenabstand als 2,77 AE. Später fand man viele weitere Objekte in der Gegend von Ceres, der schließlich zum “Planetoiden” bzw. “Asteroiden” herabgestuft wurde.

Asteroidengürtel

  • Asteroiden-Gürtel / Kleinplaneten  Überblick  (Overview)
  • Vesta
  • Ein wichtiger Asteroid ist: 331105 Giselher.
    • https://wikivisually.com/wiki/Meanings_of_minor_planet_names:_331001%E2%80%93332000
    • http://www.minorplanetcenter.net/db_search/show_object?utf8=%E2%9C%93&object_id=331105
  • Und dann noch: 233967 Vierkant
    • http://www.minorplanetcenter.net/db_search/show_object?utf8=%E2%9C%93&object_id=233967

Der Jupiter

Jupiter ist ein riesiger Gasplanet bei dem Gallileo Gallilei 1610 mit seinem Fernrohr die vier hellen Jupiter-Monde entdeckte.

Der dänische Astronom Ole Römer machte um 1675 anhand der Bahnbewegungen (Verfinsterungen)  der vier Jupitermonde einen Versuch, die Lichtgeschwindigkeit zu bestimmen. Er kam damals auf einen Wert von 220000 km/s, was von der Größenordnung schon ganz gut an den modernen Wert von 299792 km/s herankommt.

In der “klassischen Zeit” (vor 1979) waren zwölf Juputermonde bekannt. Mittlerweile hat man ca 79 Jupiter-Monde entdecken können.

Der scheinbare Durchmesser des Jupiter-Scheibchens kann bis zu 49 Bogensekunden betragen, seine scheinbare Helligkeit so bis -2,3 mag.

Mein Artikel zu:  Jupiter

Der Saturn

Saturn ist bekannt durch sein auffälliges Ringsystem.

Saturn ist ebenfalls ein riesiger Gasplanet, aber etwas kleiner als Jupiter. Auch der Saturn hat viele Monde. In klassischer Zeit (vor 1966) kannte man 9 Saturnmonde; darunter Titan, als größter und bekanntester Saturnmond.

Für Beobachtungen im Fernrohr ist der scheinbare Durchmesser der Saturn-Scheibe wichtig. Dieser schwankt zwischen 15″ und 20″.

Mein Artikel zu: Saturn (noch keiner)

Der Uranus

Mein Artikel zu: Uranus

Der Neptun

Mein Artikel zu Neptun.

Der Kuiper-Gürtel – Transneptunische Objekte (TNO) – Kuiper Belt

Der Kuipergürtel ist ein Bereich im Sonnensystem jenseits der Neptunbahn (ca. 40-500 AE), der sehr viele kleinere Objekte enthält, die sich aber immer noch in etwa in der Scheibe des Sonnensystems bewegen.

Auch Pluto wird neuerdings (August 2006) als Kuipergürtel-Objekt angesehen. Das Schicksal von Pluto ist in einer Beziehung ähnlich wie das von Ceres. Bei seiner Entdeckung wurde er als “Planet” eingestuft, Jahre später wurde ihm dieser Planetenstatus aberkannt und er wurde zum “Zwergplaneten” heruntergestuft.

Mein Artikel zu: Der Kuiper-Gürtel

Kometen – Die Orthsche Wolke

Die Orthsche Wolke ist eine kugelschalenförmige Ansammlung von Objekten im äußersten Bereich des Sonnensystems, weit hinter dem Kuipergürtel. Wissenschaftlich nachgewiesen ist die Exisitenz der Orthschen Wolke nicht, aber als Hypothese und Modellannahme ist sie weitestgehend akzepiert.

Die meisten Kometen sollen aus dieser Orthsche Wolke oder auch dem Kuipergürtel stammen. Ihre Bahnen sind langestreckten Ellipsen. die in das Innere Sonnensystem führen, wo die Kometen dann die Sonne passieren und evtl. gut von der Erde aus zu beobachten sind.

Meine Beobachtungen von Kometen.

Astrofotografie: Die totale Sonnenfinsternis vom 15.2.1961

Gehört zu: Das Sonnensystem
Siehe auch: Die Sonne

Die totale Sonnenfinsterniss vom 15.2.1961

Eine totale Sonnenfinsternis konnte ich zusammen mit meinem Schulfreund Hajo Siebenhüner am 15.2.1961 auf der Vidova Gora im damaligen Jugoslawien  beobachten.

Die Totalitätszone (ausgeschnitten aus: http://eclipse.gsfc.nasa.gov/SEgoogle/SEgoogle1951/SE1961Feb15Tgoogle.html )

19610215_Sonnenfinsternis_Google.jpg

Totalitätszone der Sonnenfinsterniss 1961 – Credit: NASA

Die Sonnenfinsternisexpedition

Wir konnten uns einer deutsch-österreichischen Sonnenfinsternisexpedition in Salzburg anschießen und fuhren dann zusammen mit dem Zug über Villach, Ljublana nach Split, wo wir auf die Insel Brac übersetzten. Im Hauptort der Insel, Supetar, war unser Quartier. Am Vorabend der Sonnenfinsterniss fuhren wir zu einer Hütte beim Beobachtungsgelände, auf der Vidova Gora.

Beobachtungsort: http://maps.google.com/maps?t=k&z=12&q=43.291035,16.668781

Für unser Fernrohr, ein Kosmos E68 Refraktor, musste aus Steinen eine kleine Säule gemauert werden, da das E68 nur ein Tischstativ hatte.

Mit dem E68 Teleskop machten wir die Sonnenfotos, wofür eine Kamera der Marke Pentacon mit einem Adapterring in der Fokalebene (f=900mm) montiert war.

Die Totalität hat 137 sec gedauert – von 07:41 bis 07:43

Ergebnisse: Fotos von der Sonnenfinsternis

Aufnahmedaten: E68-Refraktor, f=900, f/13, Film Agfa Isopan Record 34 DIN, Belichtung 1/5 sec

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15. Feb. 1961 Brac – Totale Sonnenfinsternis. Refraktor E68 (f/13) fokal Pentacon, Film Agfa Isopan Record 34 DIN, Belichtung 1/5 sec

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15. Feb. 1961 Brac – Totale Sonnenfinsternis. Refraktor E68 (f/13) fokal Pentacon, Film Agfa Isopan Record 34 DIN, Belichtung 1/5 sec

Bericht: Ein Vortrag für die Olbersgesellschaft

Nach der Rückkehr zu unsererm damaligen Wohnort Bremen, haben wir für die Olbers-Gesellschaft im Vortragssaal der Seefahrtsschule gemeinsam einen Vortrag über unsere Beobachtung der totalen Sonnenfinsternis gehalten.

Unser Fernrohr Kosmos E68

In den 60er Jahren hatten wir (Hajo, Peter und ich – mit Unterstützung von Tante Berta) das Teleskop Kosmos E68 zusammengespart. Dieses Telekop wurde zur Beobachtung der Sonnenfinsternis 1961 benutzt.

Quelle: http://www.astrotech-hannover.de/amateurteleskope/downloads/kosmos.pdf

Kosmos_E68.jpg

Teleskop Kosmos E68

Astronomie am Tage: Sonnenbeobachtung

Gehört zu: Das Sonnensystem

Was  kann ein Anfänger mit einfacher Ausrüstung bequem am Tage beobachten?

Als Astronomie-Wieder-Anfänger (nach 40 Jahren Pause) versuche ich alles auszuprobieren, was mit meinen gegenwärtigen Geräten möglich ist.

Folgendes Equipment steht mir zur Verfügung:

Webseiten für Sonnenbeobachtung

Kanzelhöhe: http://www.kso.ac.at

INAF- Osservatorio Catalaniahttp://www.oact.inaf.it

Königlich Belgische Sternwarte Uccle: http://www.astro.oma.be

VdS Fachgruppe Sonne “Sonnennetz”:   http://sonne.vdsastro.de   oder  http://www.sonneonline.org/

Debrecen HELIOPHYSICAL OBSERVATORY:    http://fenyi.solarobs.unideb.hu/

SDO Solar Dynamics Observatory: http://sdo.gsfc.nasa.gov/

Solar HAM:   http://www.solarham.net/

Space Weather Prediction Center: http://www.swpc.noaa.gov/

Liste meiner Sonnenfotos mit Sonnenflecken

Aufbau: Sonnenbeobachtung mit einem LidlScope

Die Sonne kann ich im Sommer vormittags von der Terrasse aus beobachten.

Das LidlScope kann ich mit seiner Vixen-Prismenschiene einfach auf meiner iOptron SmartEQ montieren.

Gestern habe ich dann einen Sonnenfilter aus der Baader Solar-Folie für mein LidlScope gebastelt.

Die Sony-NEX-5R kann ich mit Adapter auf T2 bringen und dann mit einen weiteren Adapter auf  1,25 Zoll Okularstutzen bringen…

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Lidlscope mit Solarfilter

Meine Sony-NEX-5R-Kamera kann ich über WLAN mit meinem iPad fernbedienen – inkl. Live-View.
Bei der Brennweite des LidlScopes von 700mm ist das Gesichtsfeld des APS-C-Sensors dann 1,9 Grad x 1,3 Grad.

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Sonne im Lidlscope auf iPad

Das erste Sonnenfoto mit diesem Aufbau

Heute (10.07.2016) ist der Himmel sehr wolkig, aber für ein paar Probeaufnahmen sollte es reichen.

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Die Sonne im Lidlscope 01

Die Fokussierung ist sehr problematisch. Ich probiere es einfach einige Male nach bestem Anschein im Live-View. Eigentlich müsste man systematisch Probefotos machen und diese auf einen Notebook-Computer übertragen und dort die Fokussierung messen.

Auf einer Ausschnittsvergrößerung dieses  Sonnenfoto kann man sogar Sonnenflecken (unten rechts: 2562, unten links: 2564, oben: 2563) erkennen:

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Die Sonne im Lidlscope – Ausschnitt