Astronomie: Scheinbare Helligkeit

Die Helligkeit von Sternen

Die (scheinbare) Helligkeit misst der Astronom in „Größenklassen“, auch „Magnituden“ (mag) genannt.

Das geht auf die Babylonier zurück und wurde von Hipparch (190-120 v.Chr.) für seinen berühmten Sternkatalog übernommen.

Die hellsten Sterne sind „Größenklasse 1“ z.B. Antares, Regulus,…

Die dunkelsten, gerade noch sichtbaren Sterne sind „Größenklasse 6“. 

Noch dunklere Sterne, die nur noch in Teleskopen sichtbar sind, haben also Größenklassen wie 7, 8, 9,…

Es gibt aber auch hellere Sterne z.B.

  • Wega 0,0 mag
  • Sirius -1,45 mag
  • Venus (max.) -4,3 mag
  • Vollmond -12,7 mag
  • Sonne -26,8 mag
  • Die ISS: -2,0 mag bis -4,7 mag

In der Neuzeit wurde für die Helligkeiten eine logarithmische Skala definiert, weil das Auge Helligkeiten nach dem Weber-Fechner’schen Gesetz logarithmisch wahrnimmt.
Erhalten bleibt der klassische Helligkeitsunterschied von 5 Magnituden, der einen Helligkeitsunterschied vom Faktor 100 bedeutet. Ursprünglich wollte man die Helligkeitsskala so positionieren, das der Polarstern genau 2,0 mag hat.

Δ m = m1 – m0 = (-5 * log(Φ10))/log(100)

Wobei Φ der Lichtstrom (gemessen in Lumen)  ist, was ich in meinem Artikel über die physikalischen Maßeinheiten näher erläutere.

Die scheinbare Helligkeit eines Objekts beeinflusst auch seine Eignung als Beobachtungsobjekt  (z.B. Grenzgröße, Lichtverschmutzung etc.).