Astrofotografie: Geostationäre Erdsatelliten

Fotoserie auf Neptun

Am 29.8.2016 habe ich von Kollase aus mehrer Fotoreihen geschossen. Zum Schluss wollte ich auch mal in Richtung Neptun zielen.

Das war von 20:45 bis 20:47 UT eine Serie von 8 Aufnahmen mit je 15 sec Belichtung mit dem Takumar 135mm bei ISO 3200 und f/3.5.

Dabei habe ich zufällig eine Gegend mit geostationären Ersatelliten getroffen (Deklination ca. -7 Grad). Da die Aufnahmen auf die Sterne nachgeführt waren, sind die geostationären Satelliten nun zu kleinen Strichen geworden (siehe Fotos unten).

Deklination Geostationärer Satelliten

Geostationäre Satelliten haben eine Umlaufzeit von 24 Stunden und befinden sich in einer Kreisbahn 35.786 km über der Erdoberfläche mit einer Bahnneigung von 0° immer über dem Erdäquator. Wenn wir von Hamburg (53,5° geografischer Breite) beobachten, müssen wir also etwa 7,6 Grad unterhalb des Himmeläquators schauen, wenn wir genau nach Süden schauen. Da Neptun nicht genau im Süden steht, wären die geostationären Satelliten in dieser Gegend etwas weniger als 7,6 Grad unterhalb des Erdäquators zu sehen.

Für Kiripotib mit einer gegrafischen Breie von -23,33° ergibt sich eine Deklination von +3,975°

tan(delta) = (R * sin(phi)) / (R + h – R * cos(phi))

  • Mit R = 6371 km  (Erdradius)
  • und h = 35786 km  (Bahnhöhe über dem Erdäquator)
  • und phi = 53,5°  (geografische Breite von Hamburg)
  • und delta = Deklination der geostationären Satelliten von Hamburg aus nach Süden gesehen unterhalb des Himmelsäquators

Die Zeichnung

Geostationaer

Das Foto

DK_20160829_09321-099328-Neptun

Aufgenommen am: 29.08.2016, mit Takumar 135mm, Bildmitte: R.A. 22h 52m Dekl. -6° 45′ (J2000)

Aufgenommen am: 29.08.2016, mit Takumar 135mm, Bildmitte:  R.A. 22h 52m Dekl.  -6° 45′  (J2000)

geostationaere

 

 

 

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