Astrofotografie: Die Milchstrasse

Gehört zu: Welche Objekte?
Benutzt: Fotos von Flickr

Astrofotografie Milchstrasse

Als in Hamburg lebender Amateurastronom möchte ich gern die Milchstraße fotografieren, um dieses faszinierende Objekt auf einem schönen, beeindruckenden Foto festzuhalten (Pretty Picture).

Ich habe mehrere Versuche gemacht, die Milchstraße zu fotografieren.

1.10.2015 Blievensdorf

Blievensdorf ist ein kleiner alter Parkplatz an der A24 (von Hamburg Richtung Berlin). Dort ist die generelle Lichtverschmutzung sehr gering. In Richtung Süden kann man gut fotografieren; nach Norden hat man die Autobahn mit den Lichtern der Autos.

Von meiner Wohnung:   119 km,    Fahrzeit: 1 h 14 min ohne Verkehr
GPS:  53°22’12.8″N 11°39’03.0″E   Google Maps:  http://www.google.com/maps?q=53.370090,11.651696

Objektiv: Zenitar f=16mm mit Blende 2,8 “Fisheye” – Kamera: Sony NEX-5R – ohne Nachführung

Abbildung 1: Milchstrasse in Blievensdorf (Flickr: DK_20151001_06077_stitch100_beschriftet.jpg)

DK_20151001_06077_stitch100_beschriftet

 

MIlchstrasse: 1. Okt 2015 Blievenstorf: Stitch aus 2 Teilen je 30 sec ISO 6400, Fisheye Zenitar 16 mm (JPEG 80%)

8.2.2016 Kagga Kamma

Im Rahmen unserer Südafrikareise 2016 kamen wir auch zwei Nächte nach Kagga Kamma, wo es sehr schön dunkel sein soll und ausserdem hatten wir gerade Neumond.
Standort Kagga Kamma: http://www.google.de/maps?q=-32.745637,19.561748

Objektiv: Vivitar f=24mm, Blende 2,0, ISO 800 – Kamera: Sony NEX-5RNachführung: Nano Tracker

Mosaik aus 12 Einzelaufnahmen à 30 sec.

Das Foto zeigt: unten die beiden “Pointer Stars” (Alpha und Beta Centauri), die auf das Kreuz des Südens zeigen, das Kreuz des Süden mit dem Kohlensack, darüber in der Milchstraße Eta Carinae, sowie rechts am Rand des Fotos  auch die Große Magellansche Wolke und oberhalb davon Canopus.

Abbildung 2: Milchstrasse in Kagg Kamma (Flickr: DK_20160208_0255-0266_stitch.jpg)

DK_20160208_0255-0266_stitch.jpg

8.2.2016 Kagga Kamma: Mosaik aus 12 Teilen je 30 sec – Vivitar 24mm ISO 800

30.8.2016 Handeloh

Da die Aufnahmen der Milchstraße in Kollase (Göhrde) mit f=50mm misslungen waren, habe ich es zum Vergleich nun mit f=24mm und Blende 2,8 von Handeloh aus gemacht.

Kollase:    http://www.google.com/maps?q=53.116746,10.902968            von meiner Wohnung:   96,4 km, Fahrzeit 1h 9 min ohne Verkehr

Handeloh:      http://www.google.de/maps?q=53.235138,9.829667          von meiner Wohnung 52,9 km, Fahrzeit 49 Min ohne Verkehr

Objektiv: Vivitar f=24mm, Blende 2,8, ISO 3200 – Kamera: Sony NEX-5R – Nachführung: iOptron SmartEQ Pro

Stack aus 5 Aufnahmen je 15 sec

Abbildung 3: MIlchstrasse in Handeloh (Flick: DK_20160830_09375-09381.jpg)

DK_20160830_09375-09381.jpg

Handeloh, Milchstrasse mit den Lichtern von Schneverdingen

 

30.9.2016 Kollase (Göhrde): 2. Versuch

Da Handeloh nicht so dunkel war, noch ein Versuch aus Kollase, das alle Lerneinheiten zusammen fasst.

Kollase:    http://www.google.com/maps?q=53.116746,10.902968            von meiner Wohnung:   96,4 km, Fahrzeit 1h 9 min ohne Verkehr

Da Dies Foto sollte besonders schön werden, deshalb wurden folgende Erfahrungen (lessons learned) berücksichtigt:

  • Brennweite f=24mm damit das Gesichtsfeld für eine Aufnahme nicht zu klein wird
  • Abblenden auf Blende 4, damit Sterne besser punkförmig
  • Nachführung, damit Sterne besser punktförmig
  • Mosaik aus mehreren Aufnahmen bilden, damit ein “schönes” Großbild entsteht

Einzelaufnahmen:  f=24mm, Blende 4, Belichtung 15sec, ISO 3200

Stacking: 4-6 Einzelaufnahmen pro Bildposition

Mosaik:

  • Streifen “Horizont” 3 Bildpositionen nebeneinander (Dekl. ca. -17 Grad) ,
  • Streifen “Mitte/Atair”: 2 Bildpositionen nebeneinander (Dekl. ca. -4 Grad)
  • Streifen “Oben”: 3 Bildpositionen nebeneinander (Dekl. ca. +16 Grad)

Abbildung 4: Milchstrasse in Kollase (Flickr Milchstrasse11-33_stitch.jpg)

Milchstrasse11-33_stitch.jpg

30.9.2016 Göhrde – Die Milchstrasse – Unten: Mars, Mitte: Atair

 

Astrofotografie mit der iOptron SmartEQ Pro

Gehört zu: Montierungen
Siehe auch: Meine Anforderungen an eine mobile Montierung für Astrofotografie
Siehe auch: Computergesteuertes Goto mit der iOptron SmartEQ Pro
Benutzt: Fotos aus Flickr

Mobile Astrofotografie mit der iOptron Smart EQ Pro

Zu meinen astronomischen Geräten gehört als wichtigstes eine gute parallaktische Montierung. Die mobile parallaktische Montierung muss nach jedem Aufbau eingenordet (Polar Alignment) werden und die GoTo-Funktion erfordert ein Goto Alignment.
Ergänzt wird die Montierung dann durch eine DSLR, Capturing-Software, Fokussierung sowie Nachführung.

Die Lösung für diese meine persönlichen Probleme könnte eine kleine motorisch betriebene Montierung sein, die per GoTo auf von mir vorgeplante Objekte positioniert (“Pointing“) und einen Sucher allenfalls für eine Feineinstellung benötigt.

Im April 2016 habe ich mir nach langem Zögern doch die iOptron SmartEQ Pro gegönnt ( EUR 697,40 bei Teleskop Express). Später in 2017 bin ich dann auf eine HEQ5 Pro umgestiegen.
http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p6694_iOptron-SmartEQ-Pro-Goto-Montierung—verbesserte-Version-fuer-Astrofotografie.html

Abbildung 1: Montierung iOptron SmartEQ Pro (Foto: 3200-2.jpg)

3200-2.jpg

Montierung iOptron SmartEQ pro – Copyright Telskop-Express

Die iOptron SmartEQ Pro ist wie folgt ausgestattet

  • Parallaktische Montierung mit Servo-Motoren in zwei Achsen
  • Beleuchteter Polsucher
  • Computergesteuerte GoTo-Funktion (Handbox Go2Nova 8408)
  • Firmware updateable (nur die Firmware der Handbox)
  • ST4 Port für Autoguiding
  • Gewicht der Montierung: 2,8 kg
  • Alu-Transportkoffer für mobilen Einsatz
  • Gewicht des Stativs: 2,6 kg
  • Gegengewicht: 0,9 kg
  • Max. Zuladung laut Hersteller: 5 kg (ohne das Gegengewicht)
  • Interne Stromversorgung mit 8 AA Batterien
  • Anschluss für externe Stromversorgung mit 12 V
  • Stromverbrauch für Nachführung: 100 mA – bei 12V also 1,2 W – (8 AA batteries for 16-20 hours consecutive tracking)
  • Stromverbrauch für GoTo: 300 mA
  • Computersteuerung über ASCOM-Treiber

Externe Stromversorgung

Die SmartEQ Pro kann über Batterien (“intern”) mit Strom versorgt werden (s.o.). Für längere sichere Beobachtungengen ist aber eine externe Stromversorgung. Letzteres kann über Netzteile oder externe Akkus erfolgen.

Die SmartEQ Plus hat einen Anschluss für externe Stromversorgung. Dafür wird ein Akku oder ein Netzteil mit mit 12 V benötigt. Das Anschlusskabel benötigt einen Hohlstecker (Innen=Plus, Außen=Minus) und muss einen Aussendurchmesser vom 5,6 mm haben.

Die Länge des Hohlsteckers ist kritisch: wenn der Stecker zu kurz ist, kann sich die Stromversorgung mitten während einer Beobachtung lösen und nicht nur die gerade laufende Aufnahme ist hin, sondern auch die Einnordung und das Goto-Alignment muss wiederholt werden, da die Zero-Position durch das Einschalten des Stroms definiert wird.

Ich habe ein Akku-Kabel mit einer Steckerlänge von 10,9 mm. welches schön und sicher fest sitzt.

Ein Stecknetzteil (DVE Switching Adapter Model DSA-12G-12 FEU 120120) hat nur einen Stecker der Länge 9,1 mm und machte im Felde große Probleme (spontates Lösen der Steckverbindung).

Ich habe jetzt ein besser geeignetes Stecknetzteil gekauft: “Mean Well SGA60E12-P1J” Dies liefert auch eine Spannung von 12V DC, hat aber einen etwas längeren Stecker namens “P1J” (11 mm lang, Durchmesser außen: 5,5 mm, Durchmesser innen 2,1 mm) und ist bis 5,0 Ampere belastbar – das ist also eine Leistung von 12 V * 5 A = 60 Watt.

Ein Steckernetzteil ist natürlich super, wenn man eine Stromversorgung vor Ort am Beobachtungsplatz hat (z.B. in Handeloh und in Kiripotib). Für die volle Mobilität benötigt man jedoch eine ausreichend große Batterie, soll heissen einen guten Akku.

Motorische Steuerung der Achsen

Ohne sonstige Raffinessen (s.u.) kann man die Achsen der SmartEQ Pro motorisch über die Tasten der Handbox bewegen. Nicht jeder kann sich (im Dunklen und in der Kälte) merken, welche Bewegung, welche Taste macht. Aber es ist doch relativ einfach (wie auf einer eingenordeten Sternkarte):

  • Deklinaktions-Achse: Pfeile UP & DOWN
  • Rektaszensions-Achse: Pfeile LEFT & RIGHT

Firmware-Update

Um die Firmware der Handbox und der Montierung auf dem neuesten Stand zu halten, sollte man regelmäßig die Aktualität der Firmware wie folgt überprüfen:

Handbox -> Menu -> Setup Controller -> Firmware Information

So wie ich die SmartEQ Pro vom Händler bekommen habe wird folgendes angezeigt:

  • Handle: 140219 (Handbox 8404)
  • R.A. Board: 120727
  • DEC. Board: 120727

Welche Firmware jeweils aktuell ist, zeigt die Seite: http://www.ioptron.com/Articles.asp?ID=269 Dort wird für die Handbox als aktuelle Firmware-Version angegeben: V150302

Um so ein Firmware-Upgrade durchzuführen, benötigt man auf dem Windows-Computer das “Upgrade-Utility” und das serielle Kabel zur Verbindung der Handbox mit dem Windows-Computer.
Das ganze Verfahren ist ebenfalls auf dieser Seite von iOptron beschrieben “firmware upgrade instruction”.

Ich habe dann die Firmware meiner Handbox Go2Nova 8408 wie beschrieben auf 150302 up-ge-graded.

Ein Firmware-Upgrade der R.A. und DEC. Boards soll bei der SmartEQ nicht möglich sein, was die Webseite auch konstatiert. Wenn man es dennoch versucht erhält man einen Fehler beim “Connect”.

Steuerung der Montierung über einen Windows-Computer

Ausser über die Go2Nova-Handbox 8408 kann die SmartEQ-Montierung auch über einen Windows-Computer mit geeigneter Software (z.B. Cartes du Ciel, Stellarium) gesteuert werden, was im Prinzip eine einfachere Bedienung und evtl. zusätzliche Möglichkeiten ermöglicht. Dazu wird als Software ein ASCOM-Treiber benötigt und es muss eine geeignete technische Verbindung zwischen Windows-Computer und Montierung hergestellt werden.

Das entsprechende Kabel von iOptron heisst: Product Code: 8412 http://www.ioptron.com/product-p/8412.htm

Es gibt so ein Kabel auch von Celestron; das funktioniert aber nicht mit der SmartEQ Pro, weil es anders beschaltet ist (Bastler könnten das vielleicht richten…).

Nun kann ich die Go2Nova 8408 Handbox der Montierung mit einem seriellen Kabel (RJ9-Stecker des Kabels an die Handbox) mit dem PC verbinden (DB9-Buchse des Kabels an den PC)

Zur Computersteuerung der iOptron SmartEQ Pro habe ich einen eigenen Artikel geschrieben.

Teleskop bzw. Kamera über Vixen-Schiene auf der iOptron SmartEQ Pro Montierung

Als OTA (Optical Tube Assembly) kommt bei meinem bescheidenen Setup eine beliebige Optik zum Einsatz, die auf einer Vixen-Schiene sitzt z.B:

  • Sony NEX-5R Kamera mit geeignetem Objektiv (z.B. Takumar 135mm)
  • LidlScope 70/700
  • Altair GP-CAM mit eigenem Objektiv bzw. im Fokus eines Teleskops (LidlScope, GuideScope50,…)
  • GuideScope50 (mit GP-CAM oder Sony NEX-5R)

Vorbereitende Schritte

Bevor die wunderschöne GoTo-Funktion der iOptron SmartEQ Pro verwendet werden kann sind noch einige Vorarbeiten nötig:

  • Bei Tageslicht:
    • Stativ waagerecht aufgestellen (Libelle oder Wasserwaage)
    • Handbox Einstellungen (Uhrzeit, Zeitzone, geografische Länge,…)
  • Abends unter sternklarem Himmel:
    • einnorden mit beleuchetem Polfernrohr
    • 3 Star Alignment

Aufstellen der Montierung

Bevor die wunderschöne GoTo-Funktion der iOptron SmartEQ Pro verwendet werden kann sind noch einige Vorarbeiten nötig:

  • Handbox Einstellungen (Uhrzeit, Zeitzone, geografische Länge,…)
  • waagerecht aufgestellen (Libelle oder Wasserwaage)
  • einnorden mit beleuchetem Polfernrohr
  • 3 Star Alignment

Aufstellen der SmartEQ Pro Montierung (noch bei Tageslicht)

Stativ so aufstellen, dass die Sundenachse auf den (nicht sichtbaren, aber bekannten) Polarstern zeigt.

Stativkopf abschrauben, Basisfläche mit Wasserwaage horizontal ausrichten, Stativkopf aufschrauben.

Stromversorgung 12V anschließen (entweder Batterien, externer Akku, Autobatterie oder Netzteil oder…)

Polfernrohr überprüfen

  • Vordere Kappe des Polfernrohrs abnehmen
  • Ist der Strahlengang des Polfernrohrs frei?
    • Ggf. Deklinationsachse elektrisch drehen (also mit den Up- und Down-Tasten der Handbox) , bis der Strahlengang vollständig frei wird (siehe Bild 2).
    • Die Klemme der Deklinationsachse lösen und die OTA-Schiene auf der Deklinationsachse in die Zero-Position drehen. Dann die Klemme der Deklinationsachse wieder festziehen.
    • Auch die Achse des Gegengewichts muss etwas herausgezogen werden
  • Scharfstellen des Polfernrohrs auf die konzentrischen Kreise
  • Beleuchtung für das Polfernrohr anstellen…
    • Handbox: Menue –> Set Up Controller –> Set Polar Light

Abbildung 2: Freier Strahlengang des Polfernrohrs (Flickr: iOptronSmartEQ_0642.jpg)

iOptronSmartEQ_0642.jpg

iOptron SmartEQ Pro Polfernrohr freier Strahlengang

Zero Position der SmartEQ Pro

Die GoTo-Logik des Hand-Controllers Go2Nova geht immer von einer sog. “Zero Position” (auch: Home Position) aus. In der Zero-Position sollte das OTA auf Deklination 90 Grad und Stundenwinkel 00h 00m (Azimut=0 Grad) gerichtet sein. Dies ist durch kleine Markierungen an der Montierung sichtbar. Die SmartEQ Pro nimmt aber ganz schlicht an, dass die Position beim Strom-Einschalten die “Zero Position” ist.

Also nachdem die Deklinationsachse bereits auf die Zero-Position fixiert wurde (s.o. Strahlengang des Polfernrohrs) nun auch die Stundenachse auf Zero-Position einstellen und dann einmal Strom aus und Strom an.

Aus dieser Zero-Position heraus kann ich später, wenn es dunkel ist, das Alignment vornehmen und danach die GoTo-Funktion benutzen….

Einstellen der Handbox – Set Up Time & Site (noch bei Tageslicht)

Handbox: Menue -> Set Up Controller -> Set Up Time & Site

Abbildung 3: Handbox Go2Nova: Set Up Time & Site (Flickr: DK_20160501 09.34.10.jpg)

DK_20160501 09.34.10.jpg

Go2Nova: Set up Time & Site

  • Datum
  • Uhrzeit mit “No” oder “Yes” für Daylight Saving Time
  • Zeitzone: 060 Min. ahead of UT —-> Achtung: hier die Sommerzeit NICHT berücksichtigen
  • Geografische Länge 09° 58′ 15″ E
  • Geografische Breite 53° 34′ 18″ N

Nach dem alle Eingaben mit Enter bestätigt sind, zeigt die Handbox:

Abbildung 4: Handbox Go2Nova: Setup beendet (Flickr: DK_20160501-09.38.14.jpg)

DK_20160501-09.38.14.jpg

Go2Nova Setup

Kontrolle der Einstellungen noch bei Tageslicht

Wenn sich irgendwo ein Fehlerchen eingeschlichen hat, kann man das später am Abend, wenn es dunkel ist, nicht mehr so leicht korrigieren. Besser man kontrolliert in aller Ruhe bei Tageslicht und im Wohnzimmer, ob alles so weit OK war.

Zur Kontrolle suche ich mir in Stellarium einen Stern, der in Kürze kulminiert und der in der Go2Nova-Liste der “Named Stars” enthalten ist.

Als Beispiel nehme ich den Aldeberan (Alpha Tauri), der auch auf der Go2Nova als Named Star No. 013 vorhanden ist. In Stellarium sehe ich, das Aldeberan bei mir in einer Stunde kulminieren wird, also genau im Süden stehen wird. Im Moment hat er einen Stundenwinkel von 23h 00m und ein Azimut von 156° 42 ‘.

Da ich ungeduldig bin und nicht mehr abwarten will, betätige ich auf der Go2Nova-Handbox jetzt schon “Menu” & “Select & Slew” auf den Aldeberan. Die Servomotoren rattern los und bewegen die Vixen-Schiene auf eine Position kurz links vom Südmeridian und in eine Deklination deutlich über dem Himmesläquator. Als visuelle Kontrolle sieht das OK aus.

Jetzt sehe ich, dass ich garnicht bis zur Kulmination von Aldeberan warten muss, denn die Go2Nova-Handbox zeigt mir ja auch die berechnete Position von Aldeberan als Azimut und Höhe an. Diese kann ich ja sofort mit den in Stellarium angezeigten Werten vergleichen. Die Werte stimmen genau überein, also ist auch diese numerische Kontrolle OK.

Voraussetzung für diese Art der Kontrolle ist, dass die Einstellungen für geografische Koordinaten, Datum und Uhrzeit (inkl. Zeitzone und Daylight Saving Time) bei SmartEQ Pro und Stellarium identisch sind.

Es sieht also alles gut aus: geografische Länge ist richtig (Ost oder West?), Zeitzone ist richtig (ahead of UT), Daylight Saving Time ist richtig. Nun kann die sternklare Nacht kommen, um weiter zu machen…

Einnordung der Montierung (bei Nacht und freier Sicht auf den Polarstern)

Das Verfahren zur Einnordung mit dem Polarfernrohr habe ich in einem separaten Beitrag beschrieben.

Goto Alignment

Damit Nachführung und Goto-Funktion gut funktioniert, muss ein gutes “Star Alignment” durchgeführt werden.

One Star Align

Die SmartEQ Pro muss in der Zero Position stehen.

Auf der Handbox eingeben: Menu -> Align -> One Star Align

Auf dem Display erscheint eine Liste von hellen Sternen, die von der Computersteuerung so berechnet wurden,, dass sie im Moment über dem Horizont sein sollten – ca. 20 Grad oder höher).
Beispielsweise erschien am 21.7.2016 um 22 Uhr folgende Liste von Sternen für Alignment:

  • Alderamin 014 – Alpha Cep – östlich vom Meridian
  • Alfirk 015 – Beta Cep – östlich vom Meridian
  • Alioth (Aliath) – Epsilon UMa – westlich vom Meridian
  • Alkaid – Eta UMa – westlich vom Meridian
  • Alphecca – Alpha Crb – nicht sichtbar (WSW hinter dem Haus)
  • Altair – Alpha Aql – östlich vom Meridian – nicht sichbar (hinter dem Dachfirst)
  • Arcturus – Alpha Boo – nicht sichtbar (WSW hinter dem Haus)
  • Caph (Chep) 065 – Beta Cas – östlich vom Meridian
  • Deneb 074 – Alpha Cyg – östlich vom Meridian
  • Denebola – Beta Leo – nicht sichtbar
  • Dubhe – Alfa UMa – westlich vom Meridian
  • Eltamin (Etamin) – Gamma Dra – nahe Zenit
  • Izar – Epsilon Boo – westlich vom Meridian – nicht sichtbar (hinter dem Haus)
  • Kochab (102) – Beta UMi – westlich vom Meridian
  • Merak – Beta UMa – westlich vom Meridian – nicht sichtbar (hinter dem Haus)
  • Mizar – Zeta UMa – westlich vom Meridian – nicht sichtbar (hinter dem Haus)
  • Phecda – Gamma UMa – westlich vom Meridian – nicht sichtbar (hinter dem Haus)
  • Rasalhague – Alpha Oph – östlich vom Meridian – nicht sichtbar (hinter dem Dach)
  • Rukbar (Ruchbah) 152 – Delta Cas – (zweiter Stern in “Schreibrichtung”)
  • Sadr – Gamma Cyg – östlich vom Meridian
  • Schedar (Schedir) 162 – Alpha Cas – östlich vom Meridian
  • Scheat 161 – Beta Peg – östlich vom Meridian
  • Vega – Alpha Lyr – östlich vom Meridian – nicht sichtbar (hinter dem Haus)

Wir blättern durch diese Liste mit den Pfeiltasten UP & DOWN und wählen schließlich mit ENTER einen Stern aus.

Die Servomotoren rattern los und schwenken auf die von der SmartEQ berechnete Position des ausgewählten Sterns.

Der Stern wird nun nicht mittig im Gesichtesfeld stehen, sondern ein wenig woanders. Wir müssen nun den Stern mit den Pfeiltasten genau in die Mitte des Gesichtsfelds stellen und der Computersteuerung durch die ENTER-Taste sagen, wenn wir das geschafft haben.

Problem #1: Man muss die Sterne, auf die positioniert werden soll, vom Namen und ihrer Stellung am Himmel gut kennen.

Problem #2: Man muss den richtigen Stern in die Mitte des Gesichtsfelds stellen; d.h. den den man namentlich aus der Liste der Computersteueung ausgesucht hat und nicht einen anderen, der irgendwie in der Nähe steht.

Problem #3: Man muss den (richtigen) Stern so genau wie möglich in die Mitte des Gesichtsfelds stellen. Das ist z.B. bei einem Kamera Live View nicht so ganz einfach.

Multi Star Align

Die SmartEQ Pro muss in der Zero Position stehen.

Auf der Handbox Go2Nova eingeben: Menu -> Align -> Multi-Star Align

YYYYYYYYYYYYYY ZZZZZZZZZZZ

Fotografieren am Nachthimmel

Das Anfahren von Himmelsobjekten erfolgt mit Hilfe der Servomotoren an den beiden Achsen der Montierung. Diese Servomotoren werden über die Go2Nova Handbox gesteuert – entweder “manuell” durch drücken der vier Pleiltasten oder computer-gesteuert über die sog. GoTo-Funktion.

Voraussetzung ist immer das zuvor erfolgte sorgfältige Alignment.

Den Abschluss einer Beobachtung bildet immer das Zurückfahren auf die “Zero Postion” (Menü -> To Zero Position) bevor ich den Strom ausschalte.

Manuelles Anfahren von Objekten (Ohne GoTo)

Nach dem ein Alignment durchgeführt wurde kann ich manuell die gewünschen Himmelsobjekte anfahren, durch drücken der Pfeiltasten auf dem Go2Nova Hand-Controller…..

Computergesteuertes Anfahren von Objekten (GoTo)

Die SmartEQ Pro verfügt über noch mehr Komfort: eine GoTo-Funktion positioniert das “Fernrohr” (OTA) computergesteuert auf ein angegebenes Zielobjekt.

Als Zielobjekte kommen in Frage:

  • Solar System
  • Named Stars
  • Deep Sky Objects
  • User Objects

Zum Testen der GoTo-Funktion habe ich folgende User Objekte eingegeben, die leicht von meinem Terrassenstandort zu finden sein sollten:

Tabelle 1: Alignment-Sterne

Nr. Name Sternbild Helligkeit SAO R.A. Deklination
1 Alphekka alp CrB 2,2 83893 15h 35m 26° 40′
2 zet Her 2,8 65485 16h 42m 31° 35′
3 Alkaid eta Uma 1,8 44752 13h 48m 49° 48′

Meine Test-Sequenz #1: Polaris & Zero Position

Montierung einnorden mit Hilfe des Polfernrohrs

Strom aus, Montierung in “Zero Position” bringen, Strom an

Kamera an Notebook anschließen, Bild mit SharpCap einstellen (Belichtung, Fokus)

Kamera: f=12mm, Gesichtsfeld horizontal 23 Grad (oder GuideScope50, FoV 1.5° x 1.1°, 4.2 arcsec/pixel)

Wie gut steht jetzt Polaris in der Bildmitte?

Ggf. Zero Position korrigieren.

Meine Test-Sequenz #2: Go To User Object

Handbox: Select and Slew

Go To User Object No. 1 (Alpha Corona Borealis)

Software: SharpCap Belichtungszeit und Gain einstellen

Wie gut steht jetzt das User-Object in der Bildmitte?

Ggf. Feinkorrektur der Montierung:

  • Handbox: Menue -> Sync to Target
  • Follow on-screen instructions and center object
  • Press ENTER

ASCOM-Teleskopsteuerung iOptron SmartEQ Pro

Cartes du Ciel kann meine Montierung iOptron SmartEQ Pro direkt (über ASCOM) steuern (sog. “Goto”).

Ich habe dazu ein Youtube-Video gemacht:

Video 1: Youtube-Video: Steuerung iOptron SmartEQPro über Cartes du Ciel mit ASCOM (Youtube: https://youtu.be/WKIiX6AWkRM)

Die Einrichtung habe ich auch hier im Blog Schritt für Schritt beschrieben:

  • Die ASCOM Platform muss installiert sein
  • Der ASCOM-Treiber für die Montierung muss installiert sein:
    • iOptron SmartEQ Pro: spezieller Treiber von iOptron
    • Skywatcher HEQ5 Pro: EQMOD-Treiber
  • Da die ASCOM-Steuerung über eine serielle Schnittstelle erfolgt, muss ich auf meinem Windows-Notebook einen USB-Seriell-Adapter installieren
    • USB_20170522_1673.JPG

      Adapter USB auf seriell

      • Für diesen Adapter muss der richtige Treiber installiert werden. Im Gerätemanager kann man dann kontrollieren, ob der Adapter richtig installiert wurde

        Abbildung 6:
        USB-Seriell-Adapter im Windows-Gerätemanager (Flickr: COM-Port.JPG)COM-Port.JPG
        • Windows Geraetemanager: Prolific Geraetetreiber
    • Diesen Adapter verbinde ich dann über ein spezielles serielles Kabel mit der Handbox meiner Montierung
      • iOptron mit der Go2Nova-Handbox 8408
      • SynScan-Handbox für die HEQ5 ProAbbildung 7: Serielles Kabel für die Handbox Go2Nova (Flickr: DK_20170522_1676.JPG)
      • DK_20170522_1676.JPG

        USB-Seriell-Kabel für iOptron SmartEQ Pro

        Abbildung 8: Serielles Kabel vom Adapter zur Handbox Go2Nova (Flickr: DK_20170522_1678.JPG)

         DK_20170522_1678.JPG

        USB-Seriell-Kabel zur Go2Nova iOptron

  • Zur Kontrolle, dass die Steuerung der Montierung jetzt vom Computer aus über ASCOM richtig funktioniert kann ich die Software iOptron Commander 2013 aufrufen, die zusammen mit dem iOptron ASCOM-Treiber kommt.
    Wenn man hier (Communication Post Settings) auf die Schaltfäche “OK” klickt, öffnet sich das nächste FensterAbbildung 9: Test mit der Software iOptron Commander (Flickr: iOptronCommander2013.jpg)
  •  iOptronCommander2013.jpg

    iOptron Commander Test

  • Jetzt sollte man die Montierung über “Manual Movement” steuern können:

    Abbildung 10:
    Bewegung der Montierung über “Manual Movement” (Flickr: iOptronCommander2013b.jpg)
  • iOptronCommander2013b.jpg

    iOptron Commander Test

Astrofotografie und die Gewinde T2, OAZ, M42, S-Mount, M12, C-Mount, CS-Mount, E-Mount, Fotogewinde

Gehört zu: Astronomie
Siehe auch: Foto-Objektive, ZWO ASI294MC Pro

In welchen Fällen braucht man Gewinde-Kenntnisse?

Wenn man zwei Teile zusammenschrauben will, muss das Außengewinde (male thread) an dem einen Teil mit dem Innengewinde (female thread) des anderen Teils übereinstimmen. Wenn die Gewindemaße verschieden sind, kann man nach einem Adapter suchen. Oft kann auch die Länge eines solchen Adapters kritisch sein (z.B. Auflagemaß zwischen Linse und Sensor).

Anwendungsfälle sind beispielsweise:

  • Wenn man eine Digitalkamera an einem Teleskop befestigen will
  • Wenn man ein seine Digitalkamera mit einem alten (fremden) Fotoobjektiv betreiben will
  • Wenn man irgendetwas (z.B. Filter) in seinen Okularauszug (OAZ) schrauben will
  • Wenn man ein (alternatives) Objektiv für seine WebCam sucht
  • Wenn man einen Filter oder einen Gegenlichtblende vor sein Kamera-Objektiv schrauben will
  • Wenn man seine Kamera, Kugelgelenk und Foto-Stativ verbinden will

T2-Gewinde

Immer wieder kommt ein T2-Gewinde vor. Dies wird spezifiziert als: M42 x 0,75.
Das bedeutet, es einen Durchmesser von 42mm und eine Ganghöhe von 0,75mm pro Umdrehung.
T2-Gewinde sind so eine Art Standard in der Astrofotografie, wenn man zwei Teile verbinden will.

Beispiel: Ich habe an meinem Teleskop einen Okularauszug (OAZ) von 1,25 Zoll und will daran eine Kamera befestigen.

Nichts einfacher als das: Ein Adapter 1,25 Zoll auf T2-Gewinde muss her. Das T2 kann man dann per weiterem Adpter an seine  Digitalkamera schrauben z.B. mit T2-Olympus oder T2-M42 oder T2-NEX oder….

M42-Gewinde

Ein M42-Gewinde ist ähnlich dem T2-Gewinde hat aber M42 x 1,0  (also eine Ganghöhe von 1 mm pro Umdrehung und nicht 0,75 mm wie beim T2).
So ein M42-Innengewinde befindet sich an vielen alten Foto-Objektiven (z.B. Takumar 135, Zenitar 16mm) und auch an der sog. Russentonne (Rubinar Macro 5,6/500).

Über einen M42-NEX-Adapter kann ich meine Digitalkamera mit E-Mount dransetzen.

Ich kann aber auch meinen ganz kurzen Adaper M42-T2 verwenden und daran meinen Adapter T2-auf-1,25 Zoll Okularauszug schrauben. Dann kann ich meine astronomischen Okulare zusammen mit dem Foto-Objektiv (auch Russentonne) sozusagen als Spektiv verwenden.

M48-Gewinde – sog. “Filtergewinde”

Mit dem Begriff “Filtergewinde” ist meist ein M48 x 0,75 Gewinde gemeint.

Wo findet man ein solches “Filtergewinde”?

  • Aussengewinde an meinem Flattener/Reducer (SKFlat80) befindet sich Kamera-seitig ein M48 Aussengewinde (male).
    Daran möchte ich einerseits meine Canon DSLR anschießen und andererseit meine neue Zwo ASI294MC Pro
  • Innengewinde in einem 2 Zoll Okularstutzen sollte sein “E48” d.h. 47,8mm * 0,75 Innengewinde (z.B. für M48 Hyperion Filterhalter)
  • Innengewinde in einem 1,25 Zoll Okularstutzen: M28,5 * 0,5  oder M28,5 * 0,6
  • Innengewinde vorn  an einem Foto-Objektiv
    • Takumar 135mm – M49
  • …..

Siehe auch: Filter für die Astrofotografie

Fotogewinde 1/4 Zoll und 3/8 Zoll

Kameras haben unten normalterweise in 1/4 Zoll Innengewinde.
Daran kann man beispielsweise eine Schnellwechselplatte oder ein Kugelgelenk mit 1/4 Zoll Schraube (=Aussengewinde) befestigen.

Fotostative haben oben normalerweise eine 3/8 Zoll Gewindestange (=Aussengewinde).
Um das zu befestigen braucht man einen kleinen 1/4 Zoll auf 3/8 Zoll Adapterring.

S-Mount

Im Zusammenhang mit Webcams wird als “S-Mount” gerne ein Gewinde mit M12 x 0.5 bezeichnet.

The S-mount is a standard lens mount used in various surveillance CCTV cameras and Webcams. It uses a male metric M12 thread with 0.5 mm pitch on the lens and a corresponding female thread on the lens mount (also: M12 x 0,5); thus an S-mount lens is sometimes called an “M12 lens”.

So ein Gewinde hat z.B. die Phillips ToUCam an der Objektivlinse. Man kan also leicht andere Objektivlinsen benutzen, wenn die ein S-Mount-Gewinde haben.

C-Mount, CS-Mount

Neuere CCTV-Kameras (Box-Kameras) verwenden den sog. C-Mount bzw. CS-Mount. Beide haben einen Durchmesser von 1 Zoll und eine Steigung von 1/32 Zoll. Der Unterschied zwischen C-Mount und CS-Mount ist das sog. Auflagemaß; d.h. der Abstand zwischen Linse und Sensor;

  • C-Mount 17,526 mm
  • CS-Mount 12,5 mm

Der C-Mount ist ein genormter Gewindeanschluss für (Bewegtbild-)Kameraobjektive im professionellen Bereich. Der Außendurchmesser des Gewindes beträgt 1 Zoll (2,54 cm), die Gewindesteigung beträgt 1/32 Zoll. Das Auflagemaß zwischen dem Flansch des Objektivgewindes und der Bildebene entspricht 17,526 mm (0,69 Zoll) bzw. 12,5mm beim CS-Mount. Der C-Mount ist von der SMPTE mit der Norm SMPTE 76-1996 genormt und wird nach der ANSI B1.1 Gewindenorm auch als „1-32 UN 2A“ bezeichnet.

Adapter für meine Sony NEX-5R

Der kameraseitege Anschluss bei der Sony NEX-5R nennt sich E-Mount.

  • M42-NEX-Adapter: um mein Fotoobjektiv Takumar 135 (oder mein Zenitar 16mm) mit der Sony NEX zu verwenden
  • OM-NEX-Adapter: um mein Fotoobjektiv Olympus ZUIKO 50mm mit der Sony NEX zu verwenden
  • Kiwi LMA-FD_EM-Adapter: um mein Fotoobjektiv Vivitar 24mm mit der Sony NEX zu verwenden

Adapter für meine Canon EOS 600D

Die Canon EOS 600D hat kameraseitig ein sog. Canon-Bajonet

  • M42-xyz, um die Kamera mit meinem Fotoobjektiv XYZ zu verwenden
  • T2-Ring, um die Kamera mit meinem Teleskop Orion ED80/600 zu verwenden

Verweise

T2-Adapter am Okularauszug

GuideScope50 mit T2-Anschluss

Webcams für die Astrofotografie

WebCam Altair GPCAM MT9M034M

WebCam Philips ToUCam Pro II

Russentonne mit M42-Anschluss

Astronomie: Seite (aus Wiki)

Gehört zu: Astronomie
Siehe auch: Astronomie Oberartikel (Root)

Astronomie

Geografische Koordinaten

Hamburg, Bundesstrasse: 53 Grad 34 Minuten Nord, 9 Grad 58 Minuten Ost
Kalender
http://kr8.de/kalender
Beobachtung von Erdsatelliten
http://www.heavens-above.com
http://www.esa.int/SPECIALS/Track_ESA_missions_GE/index.html
Mars Express
Mars Express 25.12.2003
astronomie.info
http://www.astronomie.info

Wie berechne ich die  Tageslaenge  ?

Sternenhimmel-Software

Das ist speziell im Urlaub ganz praktisch, um eine “fremden” Sternenhimmel einordnen zu können.

Astrofotografie

Siehe meinen Blog-Artikel: Astrofotografie im Überblick

Bildformate

In der Astronomie wird vorwiegend das Format FITS (Flexible Image Transfer System) verwendet.

— Main.DietrichKracht – 28 Dec 2003

Astrofotografie: Computersteuerung für die iOptron SmartEQ Pro Goto-Montierung

Gehört zu: Montierungen
Siehe auch: Skywatcher HEQ5 Pro, Liste meiner Astro-Geräte
Benutzt: Fotos aus Flickr

Computersteuerung für die Montierung iOptron SmartEQ Pro mit Goto-Funktion

Ich habe mir als Montierung ja die iOptron SmartEQ Pro angeschafft auch um so etwas neumodisches wie “Goto” auszuprobieren. Wenn das “Goto” gut funktioniert, braucht mein keinen Sucher mehr. Allerdings muss das Goto zuvor durch ein z.B. Goto-Alignment eingestellt werden und dazu kann ein Sucher durchaus hilfreich sein.

Das motorisierte Ansteuern von Himmelsobjekten kann auf zwei Wegen erfolgen:

  • Über die Handbox Go2Nova 8408    (Dies ist die Standardfunktion und wird im der allgemeinen Dokumentation beschrieben)
  • Über einen Windows-Computer  (Dafür braucht es einige extra Überlegungen, die hier aufgeführt sind)

ASCOM-Treiber für die Montierung iOptron SmartEQ Pro

Für die Computersteuerung benötigen wir auf jeden Fall zuerst den ASCOM-Treiber für unsere iOptron SmartEQ Pro Montierung. Diesen müssen wir  herunterladen und installieren.

Dazu habe ich einen separaten Artikel: Astrofotografie: ASCOM Platform, ASCOM-Treiber

Welches Kabel für die GoTo-Funktion über Notebook?

Damit ich die Teleskop-Monitierung (iOptron SmartEQ Pro) vom Windows-PC (Notebook) aus steuern kann (z.B. über StellariumScope), muss der Windows-PC mit einem seriellen Kabel mit der Handbox verbunden werden. Dazu benötige ich ein Kabel mit RJ9-Stecker (der wird in die Handbox gesteckt) und einer D-Sub 9-Buchse “DB9”  (die wird an die seriellen Anschluss aum PC gesteckt).

Das entsprechende Kabel von iOptron heisst:  Product Code: 8412    http://www.ioptron.com/product-p/8412.htm

Es gibt so ein Kabel auch von Celestron; das funktioniert aber nicht mit der SmartEQ, weil es anders beschaltet ist (Bastler könnten das vielleicht richten…)

Nun kann ich die Go2Nova 8408 Handbox der Montierung mit einem seriellen Kabel (RJ9-Stecker des Kabels an die Handbox) mit dem PC verbinden (DB9-Buchse des Kabels an den PC)
Aber mein Notebook hat keine serielle Schnittstelle.
Also brauche ich noch einen Konverter DB9-seriell auf USB.; z.B. bei Teleskop-Express.
Der Chipsatz des Konverters ist PL2303TA und einen Treiber für Windows 10 brauchen wir auch dafür.

Verbindung zwischen Notebook und Montierung

Es wird ein spezielles serielles Kabel von iOptron benötigt, das auf der einen Seite in eine Buchse der Go2Nova-Handbox  gestöpselt wird und auf der anderen Seite mit einer seriellen Schnittstelle des Notebook verbunden wird. Wenn das Notebook keine serielle Schnittstelle hat, ist ein geeigneter Adapter (in der Regel USB auf seriell) erforderlich.

Diese Teile konnte ich bei Teleskop-Express beziehen:

iOptron PC-Kabel für SmartEQ und Minitower Pro (Artikel-Nr.  iO8412) RS-232 auf RJ9 Adapterkabel. Dieses serielle Kabel von iOptron hat eine spezielle Beschaltung, weshalb ähnliche Kabel z.B. von Celestron, nicht mit der SmartEQ-Montierung funktionieren.

Abbildung 1: Kabel für die iOptron SmartEQ Pro (Flickr: iOptron_Kabel_iO8412.jpg)

iOptron_Kabel_iO8412.jpg

iOptron serielles Kabel zur Teleskopsteuerung Copyright Teleskop-Service

Konverter – Adapter LogiLink USB auf RS232 seriell (Artikel-Nr. CE821035) Chipsatz: PL2303TA.

Abbildung 2: Adapter LogiLink USB auf RS232 seriell (Flickr: DK_20170522_1673.jpg)

DK_20170522_1673.jpg

Adapter seriell auf USB

Welche Software für die GoTo-Funktion über Notebook?

Nun brauchen wr nur noch eine gute Software für das Windows 10 Notebook, das die Montierung über die serielle Schnittstelle steuern kann. Da gibt es einiges:

Da ich mich mit Stellarium schon ganz gut auskenne, versuche ich es zuerst damit.

GoTo-Funktion über Notebook mit der Software Stellarium

Wie man das mit der Planetarium-Software Stellarium macht, habe ich im Artikel über Stellarium selbst genau beschrieben.

Goto-Funktion über Notebook mit der Software Cartes du Ciel

Wie man das mit der Planetarium-Software Cartes du Ciel macht, habe ich im Artikel über Cartes du Ciel selbst genau beschrieben.

Goto-Funktion über Notebook mit der Software APT

Man kann auch alleine in APT (also ohne zurhilfenahme von Cartes du Ciel) die Montierung auf Ziel-Objekte oder Ziel-Koordinaten bewegen; also ein Goto machen.  Dies habe ich in meinem Artikel über APT genauer beschrieben.

Reisen: Kagga Kamma Stargazing Event with Potential for Improvement

Gehört zu: Reisen Südafrika
See also: Beobachtungsorte mit geringer Lichtverschmutzung , Golfreisen
Benutzt: Fotos aus Flickr

My Stay in Kagga Kamma with Sun Set and Stargazing events

I arrived in Kagga Kamma on  Feb 8th, 2016 and stayed there for two nights.

Planned for the first night (Feb 8th – New Moon) was a Stargazing Event, but that was cancelled by Kagga Kamma due to “heavy wind conditions”.
I managed to make some “pretty pictures” with my digital camera (Sony NEX 5R guided by a Nano Tracker) – See separate article on my fotos: https://picasaweb.google.com/104669836391658707391/KaggaKamma2016PrettyPictures?authuser=0&authkey=Gv1sRgCMnw3PLo4ZuQWg&feat=directlink&noredirect=1 

The Stargazing Event in Kagga Kamma

Next day (Feb 9th) Kagga Kamma could perform the “Stargazing Event” later in the evening, after dinner in the Boma.

Abbildung 1: Kagga Kamma in Google Maps (Flickr: KaggaKammaStarGazing.jpg)

KaggaKammaStarGazing.jpg

Kagga Kamma Star Gazing

Two young rangers did the event some 200 meters from the boma away in a darker place.

The two rangers had a good basic knowledge of astromomy and explained (with laser pointers) how to find the Southern Cross via the “pointer stars” (alpha & beta centauri) and how to determine the celestial south pole and the south point from there.

The first object the two rangers showed in the telescope (Celestron Nexstar 8SE – 203/2032mm ) was Jupiter.
This was very impressive, Jupiter as a disk with cloud stripes and three moons were nicely visible.
From the audience came a question on the magnification of the telescope – the two rangers could not answer that question.
On repeated questions on the magnification and what eypepiece is used, the rangers could find out that the eyepiece was f=5mm.
Magnification can easily be calculated as 2032 / 5 = 406  which is nice for Jupiter, but much too large for other nice Deep Sky Objects (DSOs).

This very large magnification was also the reason for wind problems, as little blows from the wind did cause large shaking in the visible flield of the telescope – when using an eypiece like this (5mm). The wind problem should be much lesser with eyppieces of f=15mm or more…

The second object the two rangers showed in the telescope was Beta Centauri – very interesting: you could really see a single star in the telescope….  could Alpha Centauri as a double star be a better object to show….?

The third object the two rangers offered to see in the telescope was Rigel (Beta Orionis) – again we could see a star in the telescope….

The fourth object the two rangers offered to see in the telescope was Betageuze (Alpha Orionis) – once again one could see a single star in the telescope (eyepiece still 5mm)…
The rangers explained how the constellations Orion and Scorpio are related, but they made no attempt to position the telescope to the famous Orion Nebula (M42).

After that, the two young rangers declared the end of the stargazing event.

After protests from the audience, the rangers made an add-on: they postioned the telescope (as always easily via the GOTO function) onto the Plejades (Six Sisters).
And indeed we now could see a small fraction of the Plejades through the telescope with the 5mm eyepiece – no full, picture of the open star cluster, that would have required a different eyepiece (15mm, 20mm,…).

I personallay asked the two rangers to direct the telescope (via the easy GOTO function) to more interessting objects.
The Kagga Kamma rangers had no idea what “a more interesting object” could be.
I suggested “47 Tuc” (one of the largest and brightest globular star custers in the southern hemisphere) – the Kagga Kamma rangers had no idea, how to find this spectacular object.

Bottom line

  • No double star system was shown
  • No deep sky object was shown
  • Rangers had no idea how to cleverly deal with magnification factors  (eyepieces)

Recommendations for improvement

  • Show double star systems, e.g.
  • Show prominent deep sky objects e.g.
  • Equipment
    • Use different eyepieces (magnifications) for different object types
    • Use an astro-red flashlight or headlamp instead of illuminating the tripod legs with the green laser pointer (which is excellent for pointing at objects in the sky)

Search Engines please index this

Kagga Kamma is a nice place for stargazing in South Africa. The sky is so very much dark in that location. The rangers have a beautiful telescope, a Celestron Nexstar 8SE, but are not really able to show interesting objects in the darkness of the sky in Kagga Kamma which is wonderfull for stargazing in South Africa. Instead the rangers show boring objects i.e. a single star like Betageuze, Rigel or Beta Centauri. The dark sky is a great precondition in Kagga Kamma for overwhelming stargazing, but the rangers do not leverage this great opportunity to show amazing celestial objects like e.g. globular custers with the Celestron Nexstar 8SE for stargazing in the southern skies. As a bottom line my visist to Kagga Kamma was disappointing.

Astronomie: Averted Vision – Indirektes Sehen

Gehört zu: Visuelle Astronomie
Siehe auch: Astrofotografie

Averted Vision – Indirektes Sehen

Bei den Amateurastronomen kann man ja zwei Lager unterscheiden: visuelle und fotografische Beobachter. Bei der Astrofotografie entsteht das Bild ja auf den lichtempfindlichen Fotodioden des Sensors; beim visuellen Betrachter auf der Netzhaut des Auges.

Die lichtempfindlichen Zellen “Rezeptoren” auf der Netzhaut unseres Auges bestehen aus:

  • Stäbchen: für Hell-Dunkel-Kontraste
  • Zapfen (“Zäpfchen”): für die Farbwahrnehmung

Diese beiden Rezeptorentypen sind unterschiedlich über die Netzhaut verteilt und leisten auch eine unterschiedliche Licht-Empfinglichtkeit….

Unter “Adverted Vision” versteht man deswegen die Technik, etwas am Objekt vorbeizuschauen, was die Stäbchen mehr ins Spiel bringt und damit die Licht-Empfindlichkeit erhöht…

Astronomie: Parkplätze an der A24 für astronomische Beobachtungen

Gehört zu: Beobachtungsplanung
Siehe auch: Lichtverschmutzung
Benutzt: Fotos aus Flickr

Beobachtungsplätze an der A24

Ort für Auto und Teleskop

Für astronomische Beobachtungen, speziell für Astrofotografie, muss man wohl die Dunstglocke von Hamburg verlassen, es sei denn, man möchte stundenlang mit teuren “Narrow Band” Filtern belichten.
Wenn ich meine schwere Astro-Ausrüstung schon mal ins Auto einpacke, möchte ich am liebsten zu einem schönen dunklen Platz hinfahren, bei dem ich direkt neben meinem parkenden Auto die Geräte aufbauen kann – Bitte nicht noch 500 m Fußweg durch einen dunklen Wald.

Die Autobahn A24 von Hamburg Richtung Berlin scheint sehr geeignet, weil sie zwischen Sukow und Putliz durch ein Gebiet mit sehr geringer “Light Pollution” führt.

Zum Thema Lichtverschmutzung habe ich einen separaten Artikel.

Projekt “Autobahnparkplatz A24”

Autobahnraststätten und Autobahntankstellen kommen nicht infrage, da dort mit viel hellem Licht zu rechnen ist. Ideal wäre ein alter, “klassischer” Parkplatz ohne beleuchtetes Toilettenhäuschen. Mein erstes Projekt für auswärtige astronomische Beobachtungen ist also “Autobahnparkplätze an der A24”:

Die Fotos habe ich auf Flickr gestellt:

  • Foto 1: DK_20150724_0010.JPG
  • Foto 2: DK_20150724_0011.JPG
  • Foto 3: DK_20150724_0014.JPG
  • Foto 4: DK_20150724_0015.JPG
  • Foto 5: DK_20150930_06000.JPG
  • Foto 6: DK_20150930_06006.JPG
  • Foto 7: DK_20150930_06024.JPG
  • Foto 8: DK_20150930_06058.jpg
  • Foto 9: DK_20150930_06054.JPG

Autobahnparkplatz Hahnenkoppel

Wenn man die A24 vom Horner Kreisel aus gen Osten fährt, ist der erste Kandidat für Astronomie der Parkplatz “Hahnenkoppel”, kurz vor der Ausfahrt “Witzhave”.

Von meiner Wohnung:   23,9 km  d.h.  26 Minuten ohne Verkehr

GPS: 53°34’03.7″N 10°18’15.5″E       Google Maps:  http://www.google.com/maps?q=53.567692,10.304312

DK_20150724_0010.JPG

Foto 1: A24 Parkplatz Hahnenkoppel Schotterplatz

Beschreibung:

  • Der Parkplatz ist sehr klein, d.h. schnell sind alle offiziellen Stellplätze belegt. Es gibt einen kleinen “Schotterplatz”, wo man Auto plus Teleskop hinstellen könnte; das ist ganz hinten rechts ein paar Meter abseits vom Asphalt (Foto 1).

 

 

  • Sichtfeld: Blick nach Süden recht gut, nur  in gewisser Entfernung einige Bäume
  • Lichtquellen:  Im vorderen Teil des Parkplatzes befindet sich ein Toilettenhäuschen, beleuchtet durch eine hohe Vierer-Lampe (Foto 2)

     DK_20150724_0011.JPG

    Foto 2: A24 Parkplatz Hahnenkoppel: Toilettenhäuschen

 

 

 

 

Autobahnparkplatz Wittenburger Land

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Foto 3: A24 Parkplatz Wittenburger Land

Dies ist ein neu errichteter Autobahnparkplatz (Jan. 2014) kurz hinter der Ausfahrt Wittenburg. Als Transitautobahn durch die DDR durften an der A24 nur wenig Parkplätze gebaut werden.

Von meiner Wohnung:   82,8 km  d.h.   60 Minuten ohne Verkehr

GPS: 53°29’40.2″N, 11°07’34.1″E     Google Maps: http://www.google.com/maps?q=53.494514,11.126136

Beschreibung:

  • Der Parkplatz ist mittelgroß. Es befinden sich mehrere Picknick-Plätze (Tisch und Bänke) in kurzer Distanz, die auch für Astronomie geeignet sind.
  • Sichtfeld nach Süden ist im hinteren Teil des Parkplatzes teilweise durch Bäume in der Nähe eingeschränkt.

 

 

 

 

  • Lichtquellen: Im vorderen Teil des Parkplatzes befindet sich ein Toilettenhäuschen, das durch vier nicht so hohe Lampen beleuchtet ist (Foto 4).

    DK_20150724_0015.JPG

    Foto 4: A24 Parkplatz Wittenburger Land

 

 

 

 

 

Autobahnparkplatz Schremmheide

 DK_20150930_06000.JPG

Foto 5: A24 Parkplatz Schremmheide

Kurz hinter der Ausfahrt “Hagenow” befindet sich der Parkplatz Schremmheide.

Von meiner Wohnung:  95,1 km   d.h.    1 h  3 min ohne Verkehr

GPS:53°27’43.3″N 11°20’31.8″E Google Maps:  http://www.google.com/maps?q=53.462037,11.342175

Beschreibung:

  • Der Parkplatz ist mittelgroß. Es befinden sich mehrere Picknick-Plätze (Tisch und Bänke) in kurzer Distanz, die auch für Astronomie geeignet sind.
  • Sichtfeld nach Süden ist gut.
  • Lichtquellen: Im vorderen Teil des Parkplatzes befindet sich ein Toilettenhäuschen, das durch vier nicht so hohe Lampen beleuchtet ist.

Autobahnparkplatz Blievensdorf

DK_20150930_06006.JPG

Foto 6: A24 Parkplatz Blievensorf

Von meiner Wohnung:   119 km,    Fahrzeit: 1 h 14 min ohne Verkehr
GPS:  53°22’12.8″N 11°39’03.0″E   Google Maps:  http://www.google.com/maps?q=53.370090,11.651696

  • Es ist alter einfacher Parkplatz. Es befinden sich dort einige Picknickplätze (Tisch und Bänke) und man kann direkt daneben parken.
  • Sichtfeld nach Süden gut
  • Lichtquellen:  keine
  • Toilettenhäuschen: Nur ein “Dixi-Klo”

 

Autobahnparkplatz Putliz

Kurz vor der Ausfahrt “Putliz” befindet sich der alte einfache Parkplatz Putliz.

DK_20150930_06024.JPG

Foto 7: A24 Parkplatz Putliz

Von meiner Wohnung: 149 km      1h 33min  ohne Verkehr

GPS:   53°17’05.9″ N 12°04’19.8″ E        Google Maps: http://www.google.com/maps?q=53.284464,12.073387

  • Putlitz ist ein einfacher alter kleinerer Parkplatz
  • Sichtfeld nach Süden durch Wald eingeschränkt   (ggf. muss man die Ausfahrt Putliz nehmen und ein paar Kilometer südlich aus dem Wald raus:  http://www.google.com/maps?q=53.278643,12.062525 )
  • Lichtquellen: keine
  • Toilettenhäuschen, nur ein unbeleuchtetes “Dixi”

Autobahnparkplatz Dorngrund

DK_20150930_06058.jpg

Foto 8: A24 Parkplatz Dornengrund: beleuchtetes Toilettenhäuschen

Von meiner Wohnung:  166 km,   1 h 36 min ohne Verkehr

GPS:   53.2635 12.1427       Google Maps:  http://www.google.com/maps?q=53.263569,12.142798

 

 

 

 

 

 

  • Moderner, mittelgroßer Parkplatz
  • Sichtfeld direkt nach Süden etwas eingeschränkt (Südost und Südwest geht)
  • Lichtquellen: vier normale Lampen um das Toilettenhäuschen
  • Toilettenhaus: modern, dahinter ein Wiesenbereich mit Windrädern

    DK_20150930_06054.JPG

    Foto 9: A24 Parkplatz Dornengrund: Wiese hinter dem Toilettenhäuschen

Astrofotografie: Lichtverschmutzung

Gehört zu: Beobachtungsorte
Siehe auch: Astrofotografie: Aufnahmeverfahren (Image Capturing), Bortle Scale
Siehe auch: SQM Sky Quality Meter

Lichtverschmutzung – Light Pollution

Nachts wird der Himmel bei uns in Deutschland nicht mehr richtig dunkel. Der Himmel wird nachts von vielen künstlichen Lichtquellen aufgehellt.

Damit kann man viele interessante Eindrücke vom nächtlichen Sternenhimmel nicht mehr genießen.
Beispielsweise kann man an vielen Orten die Milchstraße nicht mehr gut sehen.

Man nennt dieses Phänomen “Lichtverschmutzung” und versucht es auf der einen Seite objektiv zu messen und auf der anderen Seite die wenigen verbliebenen Gegenden mit natürlich dunklem Nachthimmel besonders hervorzuheben z.B. als “Dark Sky” etc.

Bildbearbeitung bei Lichtverschmutzung

Für die Astrofotografie ist nichts besser als ein richtig dunkler Himmel. Aber trotzdem wird der Amateur-Astronom öfter an dem Platz, an dem er wohnt, fotografieren wollen – einfach weil der Aufwand dafür viel geringer ist, als alles Equipment ins Auto zupacken und eine Stunde zu fahren, um endlich einen etwas dunkleren Ort zu erreichen.

Um schöne Astrofotos auch von Orten mit höherer Lichtverschmutzung zu schiessen, müssen wir lange belichten (gesamte Integrationszeit) und das gestackte Foto dann mit einem geschickten “Post-Processing” zu bearbeiten.

Links zur Lichtverschmutzung

Aktuell: https://www.lightpollutionmap.info/

Globe at Night: http://www.globeatnight.org/

Atlas der Lichtverschmutzung NEU 2016: http://www.ipernity.com/doc/1072793/43332216 http://cires.colorado.edu/artificial-sky

Samir Kharusi: Measuring SkyFog

Dark Sky Finder: http://darksitefinder.com/maps/world.html

Messung der Himmelshelligkeit – Lichtverschmutzung

Messung der Himmelshelligkeit mit dem “Sky Qualtity Meter” von Unihedron

Dazu habe ich einen separaten Artikel geschrieben: SQM Sky Quality Meter

Lichtverschmutzung: Messverfahren mit iPhone-App

Die iPhone-App “Dark Sky” (james@skidmoreapps.com http://finddarkskies.com/ ) zeigt die Lichtverschmutzung mit Farbcodes als Überlagerung auf den weltweiten Landkarten von Google. Dabei kann diese App Farbcodes für Himmelshelligkeit verwenden, die der Bortle-Skala zugeordnet sind: 1=schwarz, 2=grau, 3=blau, 4= grün/gelb, 5=orange, 6-7=rot, 8-9=weiss

Mit dem iPhone 5S und der App “Dark Sky Meter” habe ich in Hamburg Eimsbüttel am 20.9.2015 gegen 22:00 UTC bei klarem Himmel folgendes mit dieser App gemessen:

  • SQM 16.88 mag/arcsec² (4.49 mag) — Wolkendecke
  • SQM 18,77 mag/arcsec² (5,44 mag)     “Bortle 7”
  • SQM 19,16 mag/arcsec² (5,63 mag)     “Bortle 6”
  • SQM 19,18 mag/arcsec² (5,65 mag)     “Bortle 6”
  • SQM 18,12 mag/arcsec² (5,12 mag) — leichte Wolken kamen auf

In Namibia war der Himmel sehr schön dunkel:

  • SQM 21,95 mag/arcsec² Namibia 5 Uhr Morgens  “Bortle 1”

Abbildung 1: Beispiele der iPhone-App “Dark Sky” (Flickr: IMG_1019.jpg) SQM App Hannover – Berlin – Leipzig

IMG_1019.jpg

Abbildung 2: SQM App auf iPad: Hamburg und der Osten (Flickr: IMG_1018.jpg)

IMG_1018.jpg

SQM App auf iPad: Hamburg und der Osten

Abbildung 3: Lichtverschmutzung: Hamburg und Berlin (Flickr: IMG_1020.jpg)

IMG_1020.jpg

SQM Bortle Scale iPad App: Hamburg

Landkarten der Lichtverschmutzung

http://www.jshine.net/astronomy/dark_sky/ (Jonathan Tomshine)

https://djlorenz.github.io/astronomy/lp2006/ (David Lorenz 2006)

http://www.cleardarksky.com/csk/ (Attila Danko)

http://darksitefinder.com/links.html (Kevin Palmer)

International Dark-Sky Association (IDA)

Die IDA wurde 1988 von David Crawford und Tim Hunter in Tucson, AZ gegründet: http://www.darksky.org/

International Dark Sky Reserves and Parks:

  • West-Havelland – “Reserve” Silver
  • Biosphärenreservat Rhön – “Reserve” Silver
  • De Boschplaat (Terschelling) – “Park” Silver
  • Eiffel – “Park” Silver provisionel
  • Exmoor National Park (Devon/Somerset) – “Reserve” Silver
  • NamibRand Nature Reserve: “Reserve” Gold – http://www.namibrand.com/ http://www.google.com/maps?q=-25.004978,15.995880
  • ….

Zum Vergleich: Tivoli, Namibia: http://www.google.com/maps?q=-23.4608745,18.0157435,17

Die Bortle-Skala

Die Messung der Himmelshelligkeit kann mit einem SQM Sky Quality Meter erfolgen.

Die Bortle-Skala: https://en.wikipedia.org/wiki/Bortle_scale

Auf der sog. Bortle Scale ist die Stufe 1 (schwarz).
Bortle 1 bedeutet:

  • Excellent dark site
  • SQM 21,70 – 22,00
  • NELM 7.6 – 8.0 (Nacked-Eye Limiting Magnitude)
  • Description
    • Airglow is readily visible
    • Clouds illuminated near horizon, dark overhead.
    • The Scorpius and Sagittarius regions od the Milky Way cast obvious shadows
    • M33 (Triangulum Galaxy 5,7 mag) is a direct vision nacked eye object
    • Zodiacal light is visible and colourfull
    • Nearer surroundings vaguely visible

Auf der sog. Bortle Scale ist die Stufe 2 (grau).
Bortle 2 bedeutet:

  • Typically truly dark site
  • SQM 21,52 – 21,70
  • NELM 7.1 – 7.5 (Nacked-Eye Limiting Magnitude)
  • Description
    • Airglow weakly visible near horizon
    • Some light pollution evident at the horizon,
    • Clouds illuminated near horizon, dark overhead.
    • Milky Way still appears complex
    • M15, M4, M5, and M22 distinct nacked-eye objects; M33 (Triangulum Galaxy 5,7 mag) easily visible with averted vision
    • Zodiacal light striking in spring and autumn, color still visible
    • Nearer surroundings vaguely visible

Auf der sog. Bortle Scale ist die Stufe 3 (blau).
Bortle 3 bedeutet:

  • Rural Sky
  • SQM 21,20 – 21,48
  • NELM 6.6 – 7.0 (Nacked-Eye Limiting Magnitude)
  • Description
    • Some light pollution evident at the horizon,
    • Clouds illuminated near horizon, dark overhead.
    • Milky Way still appears complex
    • M15, M4, M5, and M22 distinct nacked-eye objects; M33 easily visible with averted vision
    • Zodiacal light striking in spring and autumn, color still visible
    • Nearer surroundings vaguely visible

Auf der Bortle Scale ist die Stufe 4 (green/yellow)
Bortle 4 bedeutet:

  • “Rural / Suburban Transition”
  • SQM 20,46 – 21,10
  • NELM 6.1 – 6.5 (Nacked-Eye Limiting Magnitude)
  • Description
    • Light pollution domes visible in various directions over the horizon
    • Clouds illuminated in the directions of the light sources, but still dark overhead
    • Milky Way above the horizon still impressive, but lacks most of the fine details
    • M33 a difficult averted vision object – only visible when higher than 55°
    • Zodiacal light is still visible, but not even halfway extending to the zenith at dusk or dawn
    • Surroundings clearly visible, even at a distance

Auf der Bortle Scale ist die Stufe 5 (orange)
Bortle 5 bedeutet:

  • “Suburban Sky”
  • SQM 19,40 – 20,24
  • NELM 5.6 – 6.0 (Nacked-Eye Limiting Magnitude)
  • Description
    • Light sources visible in most, if not all, directions
    • Clouds are noticeably brighter than the sky
    • Milky Way is very weak or invisible near the horizon and look washed-out overhead
    • (M33 No)
    • Only hints of the Zodiacal light are seen on the best nights
    • (Surroundings clearly visible, even at a distance)

Auf der Bortle Scale ist die Stufe 6 (rot)
Bortle 6 bedeutet:

  • “Bright Suburban Sky”
  • SQM: 18,60 – 19,20
  • NELM: 5.1 – 5.5
  • Description:
    • light pollution makes the sky within 35° of the horizon glow grayish white
    • clouds anywhere in the sky appear fairly bright
    • the Milky Way is only visible near the zenith
    • M33 is not visible, M31 is modestly apparent
    • the zodiacal light is invisible
    • surroundings are easily visible

Auf der Bortle Scale ist die Stufe 7 (auch rot)
Bortle 7 bedeutet:

  • “Suburban/urban transition”
  • SQM: 18,18 – 18,50
  • NELM: 4.6 – 5.0
  • Description
    • strong light sources are evident in all directions
    • clouds are brightly lit
    • the Milky Way is nearly or totally invisible

Auf der Bortle Scale ist die Stufe 8
Bortle 8 bedeutet:

  • “City Sky”
  • SQM: 18,00
  • NELM: 4,3

Dark Sky in Deutschland

Dunkler Himmel in:

Die Autobahn A24 von Hamburg Richtung Berlin scheint sehr geeignet, weil sie zwischen Sukow und Putliz durch ein Gebiet mit sehr geringer “Light Pollution” (blau = Bortle 3) führt. An der A24 habe ich Autobahnparkplätze in Augenschein genommen….

Physikalische Größen

Die physikalischen Einheiten und spezielles zur Messung der Lichtstärke habe ich in einem separaten Artikel behandelt.