Computer: hMailServer auf meinem Windows Home Server WHS2011

Ein IMAP-Server auf meinem Windows Home Server

Ich möchte einen eigenen IMAP-E-Mail-Server “zuhause” haben, aus diversen Gründen:

Ich möchte meine gesamte E-Mail (also Altbestand plus aktueller Bestand) an einer “zentralen” Stelle liegen haben und dann von verschiedenen Computern/Geräten lokal und mobil darauf zugreifen können, insbesondere die E-Mails durchsuchen (recherchieren) können.

Aus diesem Grunde ist IMAP sinnvoll, weil dabei ja keine E-Mail heruntergeladen wird, sondern diese immer auf dem E-Mail-Server verbleibt. Problem ist dann, dass die auf dem IMAP-Mail-Server benötigte Speichermenge schnell die heutzutage von Providern bereitgestellten Postfachgrößen (etwa 5 GB) überschreitet.

Ausserdem möchte ich aus Datenschutzgründen solche umfassenden Daten nicht gerne bei Fremden im Internet herumliegen lassen.

Es ist mir wichtig, dass diese umfassenden E-Mail-Daten nicht verlorengehen können. Was ist z.B. wenn mein Provider den Betrieb einstellt? Da bin ich eher auf Nummmer sicher, wenn ich den Datenbestand komplett bei mir auf meinem lokalen Server habe und dort die vorhandene Datensicherung auch auf diesen E-Mail-Bestand anwende (genau so wie für meine Fotos, Videos, Songs, Dokumente,…).

Ich möchte aber diesen meinen internen E-Mail-Server nicht direkt für die Nutzung im Internet freischalten; d.h. ich behalte meine E-Mail-Accounts bei meinem Provider, um E-Mails “offiziell” zu empfangen und zu senden. Damit ergibt sich die Frage, wie ich dann meine E-Mails zwischen internem und externen E-Mail-Server übertrage (technisch und auch organisatorisch)…….

Meine Wahl: hMailServer

Der sehr empfohlene semi-professionelle hMailServer kann noch mehr, als “nur” ein E-Mail-Server sein: Er kann sich auch als Client mit einem anderen E-Mail-Server (typisch: bei einem Provider im Internet) verbinden und dort E-Mails abholen (mit POP3) bzw. abliefern (mit SMTP).  Diese zusätzliche Funktionalität hatte ich zwar nicht beabsichtigt, aber ich werde jetzt einfach mal alles was er kann ausprobieren.

Konfiguration hMailServer als IMAP-Server

Schritt 1:   eine Test-E-Mail auf ein E-Mail-Konto beim Provider schicken – eine die nicht automatisch weitergeleitet wird, sondern da bleibt (die soll später der hMailServer testweise abholen).

Schritt 2: hMailServer Software dowloaden und installieren mit der Option “MS SQL Server Compact”.  Passwort vergeben (wird später für den hMail-Adminitrator benötigt).

Schritt 3: Die Windows-Firewall einstellen (falls die nicht schn von sich aus fragt): manuell ins Startfeld “Firewall” eingeben und dann oben die Zeile “Windows Firewall” anklicken unter “Systemsteuerung”  (nicht die Firewall mit erweiterter Sicherheit”). Dort auf “Ein Programm zulassen” klicken, dann “Anderes Programm zulassen” dann “Durchsuchen” und das EXE-File vom hMailServer im Ordner C:Programme(x86)hMailServerbin klicken und “Hinzufügen” und “OK” drücken.

Schritt 4: Konfiguration des hMailServers ändern:  INI-Datei — Datenverzeichnis weg von C-Platte….

Schritt 5: hMail-Administrator aufrufen, auf “Connect” klicken und das Passwort (s.o.) eingeben.

Schritt 6:  Mit dem hMail-Administrator eine sog. “Domain” einrichten. Ich verwende hier eine meiner “echten” Internet-Domain, nämlich “dkracht.com”  (es wird auch die Homeserver-Domain empfohlen, also “dkracht.homeserver.com”).   Ganz genau weiss ich nicht wozu das grbraucht wird und was die Anforderungen an den Domain-Namen sind.

Schritt 7: Unterhalb der so eingerichteten Domain werden jetzt “Accounts” d.h. E-Mail-User bzw. E-Mail-Konten mit dem hMail-Administrator eingerichtet.
Jeder Account bekommt einen Usernamen (z.B. test@dkracht.com)  und ein (internes) Passwort.
Dann gibt es noch einen “Level” und ganz wichtig: Das Häckchen “Enabled”.
Mit so einer Konto-Information kann sich später ein E-Mail-Client (z.B. Outlook) mit so einem Konto beim hMailServer anmelden.

Als Zweites kann sich der hMailServer selbst als Client bei einem Internet-E-Mail-Provider anmelden und dort liegende E-Mail abholen. Für letzteres muss der Mail-Account hier beim hMailServer genau so heissen, wie der Mail-Account beim Internet-E-Mail-Provider und wir müssen unter dem Reiter “External Accounts” die Anmmeldeinformationen bei diesem Internet-E-Mail-Provider angeben.

  • Server Typ:                              POP3      (immer, weil E-Mail abgeholt werden soll)
  • Server Adresse:                      Laut Provider, also z.B.    pop3.strato.de
  • Port:                                         Laut Provider, also z.B.   995
  • Sicherheitsverfahren:           Laut Provider, also z.B.   SSL/TLS
  • Username und Passwort:    So wie beim Provider für diesen E-Mail-Account eingerichtet

Nun können wir durch klicken auf “Download Now” die Test-E-Mail vom Provider-Konto herunterladen auf das hMail-Server-Konto. Wenn wir Erfolg haben, steht unter “Status” unter dem Reiter “Status” jetzt eine 1 statt der 0 bei “Processed Messages”. stehen.

Schritt 8:  Zur Authentifizierung soll SMTP verwendet werden.   Das geht so: Stettings -> Advanced -> TCB -> IP-Ports ->  SMTP = 587

Schritt 9: Die “Maximum Message Size” ist bei meinem hMailServer auf 20480 kB begrenzt. Das reicht für meine E-Mails nicht.

Abhilfe: Settings -> Protokolls -> SMTP -> General -> Max. message size (kb) =  0

Nun kann ich dem hMailServer als IMAP-Server von meinem Outlook Client aus erreichen

Einrichten Outlook als IMAP-Client für den IMAP-Server (hMailServer)

Unter meinem Microsoft Oiutlook 2007  richte ich den Zugriff auf den hmailServer wie folgt ein:

  1. Menü -> Extras -> Kontoeinstellungen -> Neu  -> E-Mail-Dienst auswählen ->  IMAP
  2. Konto automatisch einrichten -> Ihr Name: “Archiv Gartner”,  E-Mail-Adresse: “archiv@dkracht.com”, Kennwort: (vom internen Konto), Kästchen: Servereinstellugen manuell konfigurieren -> WEITER
  3. Internet-Email-Einstellungen: Server-Informationen -> Kontotyp: “IMAP”, Posteingangsserver:  192.168.2.126, Postausgangsserver (SMTP): 192.168.2.126, Anmeldeinformationen Benutzername/Kennwort:  (vom internen Konto) -> Weitere Einstellungen
  4. Internet-E-Mail-Einstellungen  -> Reiter “Postausgangsserver”:  Häckchen: “Der Postausgangsserver erfordert Authentifizierung”, Radio-Button “Gleiche Einstellungen wie für Posteingangsserver verwenden”
  5. -> Reiter “Erweitert”: Serveranschlussnummern (Ports):  Posteingangsserver (IMAP): 143, Verschlüsselter Verbindungstyp: keinen
  6. -> Reiter “Erweitert”: Serveranschlussnummern (Ports):  Postausgangsserver (SMTP):  587, Verschlüsselter Verbindungstyp: keinen
  7. -> Reiter “Erweitert”: Ordner: Stammordnerpfad:  …… (?)