Consulting: Aufwandsschätzung

Aufwandsschätzung
Prinzipiell: Übertragen von Erfahrung (eigener oder fremder).
1. Allgemein: Dauer einer Autoreise Köln-Hamburg
Einflußfaktoren: Entfernung, Geschindigkeit, Auto, Fahrer, Ferienzeit,….
2. Projektaufwand/-termin
2.1 Welche Phasen und Aktivitäten sind “drin”? Z.B. QS-Aufgaben, LA-Folien, Statusberichte? (Klären anhand Blueprint/Vorgehensmodell)
2.2 Schätzgenauigkeit vs. Schätzaufwand (100% gibt 0%)
2.3 Zeitpunkt der Aufwandsschätzung (selten kann man sich den aussuchen!)
2.4 Projekttypen: Neuentwicklung individueller Software, Modifikation von Software, Customizing von SSW,…
3. Methoden
3.1 COCOMO (Bary Boehm 1978) aus den Source Instructions berechnet er MM, TDEV und Teamgrösse. Genauigkeit plusminus 20%.
3.2 Functionpoint (Albrecht IBM) Functionpoints = Masszahl wie Entfernungskilometer. Im ersten Schritt werden Functionpoints aus Anzahl von Eingaben, Ausgaben und Referenzdaten ermittelt. Dazu kommen kleinere Korrekturfaktoren. Im zweiten Schritt werden aus Erfahrungswerten den Anzahl FPs der Aufwand in Mannmonaten zugeordnet.
3.3 Analogiemethoden: Auf der Basis eines bekannten ähnlichen Projektes wird das zu schätzende Projekt einer Anweichungsanalyse unterzogen. Erkannte Anweichungen versucht man durch Zuschläge oder Abschläge zu berücksichtigen. Gut, wenn umfangreiche Erfahrungen mit ähnlichen Projekten. Schlecht, wenn wesentliche Unterschiede zwischen den Projekten bestehen.
3.4 Prozentsatzmethoden: Bei vorhandenem Phasenmodell mit Aufwandsverteilung kann aus einer Ist-Zahl auf alle Rest-Zahlen geschlossen werden. Problematik der Extrapolation. Phasenmodell muss identsch sein.
3.5 Kombinationen aller Methoden von 1-4 und weiterer sind in der Praxis notwendig.

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