Astrofotografie: ISS Internationale Raumstation

Die International Space Station (ISS)

Die ISS ist ein besonders interessantes Beobachtungsobjekt, weil sie ein recht großer (110m x 100m x 30m) Erdsatellit ist, der besonders leicht zu fotografieren ist und einige Besonderheiten mit sich bringt (z.B. Sonnentransits, Detailaufnahme wie bei Planeten).

Informationen zur Beobachtungszeiten findet man z.B. auf CalSky.

Mit dem Bau der ISS wurde 1998 begonnen. Seit dem 2. Nov. 2000 ist sie dauerhaft von Astronauten bewohnt.

Die Umlaufbahn hat die 400 km  Höhe und eine Neigung. von 51,6° gegen den Äquator. Die Umlaufzeit beträgt etwa 92 Minuten. Die scheinbare Helligkeit der ISS ist maximal -5 mag.

Mein Foto der ISS

Am 15.8.2014 habe ich die ISS vom Niendorfer Gehege aus um 20:40 UT fotografieren können. Allerdings schien da der Mond und Bäume haben mein Sichtfeld begrenzt.

Max von zwei Fotos mit Sony NEX-5R, Objektiv Vivitar f=24mm, Blende f/2.8, FoV 52° x 36°, Belichtungszeit 10 sec, ISO 100, FoV 52° x 36° (davon Ausschnitt)

Die ISS bewegt sich nach oben links. Der helle Stern am Ende des ersten Bahnabschnitts der ISS ist Zeta Oph, rechts oben sehen wir Epilon und Delta Oph. Ganz schwach ist die nach rechts oben zeigende Bahn von Cosmos 1975 zu sehen.

DK_20140805_03351_5

ISS International Space Station – Two Photos stacked

Und am 6. Feb 2018 um 18:01 U.T. konnte ich in Neu-Allermöhe West (Kirchenzentrum FesteBurg) ein noch schöneres Foto von der ISS machen:

DK_20180206_Summe_1874-1877a

ISS in Orion: f=35mm, f/3.5, ISO 800, 4 x 15 sec

 

Astrofotografie: Künstliche Erdsatelliten

Künstliche Erdsatelliten: Der Anfang

Der erste künstliche Erdsatellit war Sputnik 1, der im 4. Oktober 1957 gestartet wurde (verglüht am 4. Jan 1958). Gleich darauf folgte am 3. November 1957 Sputnik 2 mit der Hündin Laika an Bord. Den Sputnik 2 konnte ich als astronomiebegeisterter Schüler seiner Zeit in Bremen an mehreren Tagen gut beobachten.

Später (1964) kam als oft beobachtetes und fotografiertes Objekt der Erdsatellit “Echo 2” dazu.

Eigentlich sind solche künstlichen Ersatelliten nicht Gegenstand der Astronomie. Sie sind aber für den Amateurastronomen interessant, weil sie am nächtlichen Himmel zu sehen sind und weil solche Satelliten, wenn auch ursprünglich stark militärisch orientiert, später doch auch wissenschaftliche Erkenntnisse über die Erde und über den Weltraum liefern…

Heutige interessante Erdsatelliten

  • Die Iridium-Satelliten, die einen sog. Iridium-Flash erzeugen können…
  • Die Internationale Raumstation, genannt ISS
  • Erdsatelliten in einer geostationären Umlaufbahn

Daten zu aktuellen Erdsatelliten: CalSky

Link: http://www.calsky.com/cs.cgi/Satellites

Astrofotografie: Geostationäre Erdsatelliten

Fotoserie auf Neptun

Am 29.8.2016 habe ich von Kollase aus mehrer Fotoreihen geschossen. Zum Schluss wollte ich auch mal in Richtung Neptun zielen.

Das war von 20:45 bis 20:47 UT eine Serie von 8 Aufnahmen mit je 15 sec Belichtung mit dem Takumar 135mm bei ISO 3200 und f/3.5.

Dabei habe ich zufällig eine Gegend mit geostationären Ersatelliten getroffen (Deklination ca. -7 Grad). Da die Aufnahmen auf die Sterne nachgeführt waren, sind die geostationären Satelliten nun zu kleinen Strichen geworden (siehe Fotos unten).

Deklination Geostationärer Satelliten

Geostationäre Satelliten haben eine Umlaufzeit von 24 Stunden und befinden sich in einer Kreisbahn 35.786 km über der Erdoberfläche mit einer Bahnneigung von 0° immer über dem Erdäquator. Wenn wir von Hamburg (53,5° geografischer Breite) beobachten, müssen wir also etwa 7,6 Grad unterhalb des Himmeläquators schauen, wenn wir genau nach Süden schauen. Da Neptun nicht genau im Süden steht, wären die geostationären Satelliten in dieser Gegend etwas weniger als 7,6 Grad unterhalb des Erdäquators zu sehen.

Für Kiripotib mit einer gegrafischen Breie von -23,33° ergibt sich eine Deklination von +3,975°

tan(delta) = (R * sin(phi)) / (R + h – R * cos(phi))

  • Mit R = 6371 km  (Erdradius)
  • und h = 35786 km  (Bahnhöhe über dem Erdäquator)
  • und phi = 53,5°  (geografische Breite von Hamburg)
  • und delta = Deklination der geostationären Satelliten von Hamburg aus nach Süden gesehen unterhalb des Himmelsäquators

Die Zeichnung

Geostationaer

Das Foto

DK_20160829_09321-099328-Neptun

Aufgenommen am: 29.08.2016, mit Takumar 135mm, Bildmitte: R.A. 22h 52m Dekl. -6° 45′ (J2000)

Aufgenommen am: 29.08.2016, mit Takumar 135mm, Bildmitte:  R.A. 22h 52m Dekl.  -6° 45′  (J2000)

geostationaere

 

 

 

Astrofotografie: Iridium Flash

Die sog. Iridium-Erdsatelliten fabrizieren helle Lichtblitze, sog. Flashs, weil sie plane Oberflächen haben mit denen sie die Sonne spiegeln können.

Aufnahme am 25.3.2012 um 20:12:37 Uhr mit der Panasonic Lumix DMC FZ28 bei Blende f/3,4 mit ISO 100 und Zoom auf f=15mm sowie 30sec Belichtungszeit ohne Nachführung.

Der helle Stern oben, Mitte ist Eta UMa.

2012 Astro Hamburg Bundesstraße: Iridium Flash

2012 Astro Hamburg Bundesstraße: Iridium Flash