Computer: eBook Reader

eBook Vorteile

eBook Reader sind ganz praktisch, wenn man im Urlaub oder  auf Reisen ist. Die Vorteile sind:

  • Ein eBook Reader ist leicht
  • Lesen auch bei Sonnenschein möglich
  • Batterie hält länger (geringer Stromverbrauch)

eBook Formate

  • PDF: das hat man ganz am Anfang auch für eBooks verwendet
  • ePUB:  heutiges Standard-Format   (mit Kopierschutz DRM von Adobe)
  • AZW: Amazon Kindle (mit Amazon-Kopierschutz)
  • MOBI: Mobipocket (Amazon Tochterfirma)
  • XXX: xxx

eBook Geräte

Heutzutage sind die führenden Geräte “eBook Reader”:

  • Kindle Voyage (von Amazon)
  • Tolino Vision 4  (Thalia, Hugenbubel, Post,…)
  • Kindle PaperWhite (von Amazon)

eBook Software auf dem PC

  • Microsoft Internet Browser “Edge”: unterstützt EPUB
  • Calibre  (kann alles)

eBook Software auf Android  (Tablet)

Empfohlene App: Reedy. Intelligent Reader

Link: https://www.pcwelt.de/ratgeber/Die_besten_Android-Apps_fuer_leseratten-Reader-Apps-8316390.html

eBook Content

  • eBooks kaufen oder leihen von Amazon oder Thalia oder Kobo oder…
  • eBooks auf den Reader übertragen per USB oder WLAN
  • eBooks speichen in internen Gerätespeicher oder auf SD-Karte oder externen USB-Speicher

 

Astrofotografie: Mondfinsternisse

Siehe auch: Astrofotografie: Der Mond

Mondfinsternisse

Mondfinsternisse sind besonders spektakulär und können (ähnlich wie die Sonne) leicht beobachtet und fotografiert werden.

  • Halbschattenfinsternisse geben zum Fotografieren nicht viel her.
  • Eine partielle Mondfinsternis ist gut zu fotografieren.
  • Eine totale Mondfinsternis ist gut zu fotografieren und ist auch sehr beeindruckend.

Fotografieren einer Mondfinsternis

Fotografische Gerätschaften (mobil)

Ich habe die Mondfinsternis vom 27.7.2018 wie folgt fotografiert:

  • Teleskop: Orion ED 80/600 mit Reducer 0,85x; d.h. f=510 mm und damit Blende f/6,8
  • Kamera: Canon EOS 600D mit APS-C CMOS, 5184 x 3456 Pixel, Pixelgröße 4,3 μ
  • Montierung: SkyWatcher HEQ5 Pro mit “Lunar Tracking” (bei sauberem Polar Alignment)
  • Aufnahme-Software: APT auf Windows 10

Fokussieren bei Mondfinsternissen

Allerdings kann man bei einer totalen Mondfinsternis nicht gut auf dem Mond selber fokussieren; denn auf dem Mond selber ist die Beleuchtung direkt “von oben” und die Schattengrenze (Erdschatten) ist sehr diffus. Es empfiehlt sich also, vor der Mondfinsternis auf sichtbare helle Fixsterne zu fokussieren – notfalls auch währen der Finsternis..

Aufnahmedaten

  • ISO 100
  • Blende 6,8
  • Belichtungszeiten:
    • Totalität 5-1 sec,
    • Partielle Phase:  1 sec für den dunklen Teil, 1/100 für den hellen Teil

Nachbearbeitung der Fotos

  • Serie von Einzelfotos:
    • Auswahl einiger weniger Einzelfotos im zeitlichen Abstand von etwa 20 Minuten
    • Etwas vergrößert, dabei alle Fotos in genau dem gleichen Maßstab vergrößert
    • Histogramm und Gamma so dass die Einzelfotos ungefähr gleich aussehen
    • Ergebnis:  Flickr
  • Video
    • Aus den vielen Einzelbildern kann man leicht mit z.B. Microsoft Movie Maker ein Video machen
    • Allerdings sind trotz Lunar Tracking einige Bildsprünge in der Aufnahmeserie, die über fast 1,5 h Stunden ging
    • Ergebnis: YouTube

Auf der Suche nach einer Software, die meine Bildserie schön ausrichtet, sodaß die “Bildsprünge” verschwinden, bin ich gestossen auf:

  • PIPP  Planetary Imaging PreProcessor   “center planet in the frames”
  • https://sites.google.com/site/astropipp/example-uasge/example5
  • http://stargazerslounge.com/topic/184192-full-disc-lunar-imaging-with-a-dslr/

Wann sind die nächsten Mondfinsternisse?

Quelle: http://www.mondfinsternis.net/wann.htm

Partielle MoFi am 7.8.2017

Wenn der Mond am Abend des 07.08.2017 (ein Montag) um 18h 43m aufgeht, ist das Maximum dieser bescheidenen partiellen Finsternis bereits vorbei (18h 21m, 25%). Noch in der hellen bürgerlichen Dämmerung endet die Kernschattenphase (19h 19m). Doch bis dahin bieten sich reizvolle Fotomotive, wenn der “angeknabberte” Mond knapp über dem Horizont in der Gegendämmerung steht, die im angelsächsischen Raum als “Belt of Venus” (Gürtel der Venus) bezeichnet wird. Um in den Genuss dieses Schauspiels zu kommen, benötigen Sie unbedingt einen Standort mit freiem Blick zum Südost-Horizont, denn selbst am Sichtbarkeitsende der Halbschattenphase steht der Mond gerade einmal 10 Grad hoch.

Totale Mondfinsternis am 27.7.2018

Quelle: https://www.mofi2018.de/

Die Totale Mondfinsternis am 27.07.2018 gehört zweifelsohne zu den ganz großen astronomischen Ereignissen unserer Zeit. Mit einer Totalitätsdauer von 103 Minuten ist sie die längste totale MoFi des 21. Jahrhunderts.

Meine Meinung: ob die Totalität 5 Minuten länger oder kürzer ist, interessiert mich nicht die Bohne.

Da der Mond in Mitteleuropa während der einleitenden partiellen Phase aufgeht, kann die Totalität am dunkelblauen Dämmerungshimmel in voller Länge verfolgt werden

Das ist ziehmlicher Blödsinn: beim Anfang der Totalität steht der Mond 1 Grad über dem Horizont und der Himmel ist ganz hell

Etwa 6 Grad unterhalb des Roten Mondes steht Mars, der Rote Planet. Wenn ein Planet sich in der Nähe des Vollmonds befindet, dann steht er zwangsläufig in Opposition zur Sonne und erreicht mithin seine maximale Helligkeit. Diese fällt bei Marsoppositionen wegen der stark schwankenden Abstände zur Erde sehr unterschiedlich aus. Am 27.07.2018 haben wir es mit einer außerordentlich günstigen Marsopposition zu tun; der Rote Planet erreicht mit -2.8 mag fast seine größte überhaupt mögliche Helligkeit und übertrifft sogar den Jupiter an Glanz. Da sich das gesamte Geschehen horizontnah in der Dämmerung abspielt, kommen auch Naturfotografen voll auf ihre Kosten.

Astro-Fotografen finden die Horizont-Nähe sehr negativ.

Selbst der Kalender meint es diesmal gut mit den Beobachtern, denn die Jahrhundert-Finsternis findet an einem Freitagabend statt.

Totale Mondfinsternis am 21.01.2019

Link: http://www.mofi2019.de/#ueberblick

Astrofotografie Bildbearbeitung: Schärfen

Gehört zu: Bildbearbeitung

Was bedeutet “Schärfen”?

Quelle: Erik Wischnewski: Astronomie in Theorie und Praxis, 7. Auflage, S. 172

  • Unscharf bedeutet, dass Hell-Dunkel-Übergänge sanft verlaufen.
  • Scharf bedeutet, dass diese Übergänge härter (schneller und auf kurzer Strecke) erfolgen.

Schärfungsalgorithmen versuchen also aus einem weichen Übergang einen harten zu machen.

Schärfung darf nicht übertrieben werden. Was im Original nicht scharf ist, kann auch nicht mehr im nachhinein scharf gemacht werden.

Zum Schärfen gibt es spezielle Schärfungsfilter z.B. Iterative Gauß-Schärfung.

Schärfen erhöht das Bildrauschen….

Der Schwellwert des Schärfefilters sollte so klein eingestellt werden, das kleinere Helligkeitsunterschiede beim Schärfen ignoriert werden.

Siehe auch: http://www.photomonda.de/bilder-schaerfen

Genau genommen werden Bilder nicht schärfer, sondern es wird der lokale Kontrast an Grenzen erhöht, indem lokal dunkle Pixel noch weiter abgedunkelt und helle Pixel noch weiter aufgehellt werden. Unserem Gehirn wird damit vorgegaukelt, das die Fotos schärfer sind, da die Konturen prägnanter heraustreten.
Die Methode, die hier von den meisten Bildbearbeitungsprogrammen angewendet wird, heißt „Unsharpen Mask“ (=unscharfe Maske). Dieser seltsame Name kommt noch aus den Zeiten der Analogfotografie, da damals tatsächlich eine unscharfe Maske zum Schärfen verwendet wurde.

Da es sich um eine Kontrasterhöhung handelt, kann man es mit dem Bilderschärfen auch übertreiben…

Anwendungsbereiche

Bei Planetenfotos wird man zuerst mit “Lucky Imaging” die Luftunruhe (das schlechte Seeing) überlisten. Das Ergebnis muss dann aber noch häufig etwas geschärft werden; d.h. man  möchte die Details noch besser im Foto sichtbar machen…

Techniken zum Schärfen

Bildbearbeitungssoftware unterstützt unterschiedliche Techniken z.B:

  • sog. Wavelet-Filter, wie z.B. in RegiStax
  • Unscharfe Maskierung  (wird klassisch zum Schärfen benutzt)
  • Gauss schärfen  (z.B. in Fitswork)
  • Adobe Photoshop
  • etc.

Problem beim Schärfen des Mondes: Der Rand des Mondes wird eine helle Kante.

Link: https://www.reddit.com/r/astrophotography/Comments/7vsif7/the_moon_242018_processing_stages/

Es läßt sich nicht leicht vermeiden, aber es kann wie folgt abgemildert werden:

  • Das ungeschärfte Mondfoto in Photoshop laden.
  • Den dunklen Hintergrund mit dem “Magic Wand”-Werkzeug selektieren
  • Erweitern der Selektion ein bisschen in den Mond hinein: Select -> Modify -> Expand  mit ein paar Pixeln in den Mond hinein
  • Auf gleichem Wege “Feather” die Auswahl mit einem Betrag, der halb so groß ist wie beim “Expand”
  • Rechts-KLick und die Auswahl als neue Ebene kopieren
  • Schärfen des restlichen Mondes nach Geschmack (aufpassen: nicht den abgemilderten Rand schärfen). Das geschärfe Bild als Ebene einfügen.
  • Den abgemilderten Mond als Ebene oberhalb der Ebene des geschärften Mondes legen
  • Die obere (abgemilderte) Ebene sichtbar machen und mit der Opazität spielen. Sodaß einerseits die geschärften inneren teile sichtbar sind und andererseits ein natürlicher aussehener Rand entsteht.

Astrofotografie mit Autostakkert – Bildbearbeitung – Lucky Imaging

Bildbearbeitung

Wenn man seine Astro-Aufnahmen gemacht hat, beginnt die sog. Bildbearbeitung – dafür braucht man oft ein Vielfaches der Zeit, die man für die eingentlichen Aufnahmen in der Nacht investiert hatte.

Lucky Imaging

Das sog. Lucky Imaging bedeutet, dass wir, um die Luftunruhe “Seeing” zu überlisten, sehr viele kurzbelichtete Aufnahmen unseres Beobachtungsobjekts (typisch: Planeten, Mond,…) machen und davon dann die zufällig besten “lucky” auswählen…

Die Astro-Spezis machen also Videos z.B. vom Jupiter und benutzen dann eine spezielle Software fur “Lucky Imaging”, nämlich AutoStakkert (oder RegiStax).

Erfunden hat das Georg Dittie und seine erste Software dafür war Giotto.

Download AutoStakkert:  http://www.astrokraai.nl/software/latest.php

Nachdem man die besten Einzelaufnahmen “lucky” zu einem Summenbild “gestackt” hat, ist der nachste Schritt das Schärfen. AutoStakkert selbst bietet eine rudimentäre Schärfungsfunktion, die aber typisch nur zur optischen Kontrolle der Summenbilder eingesetzt wird. Die Astro-Spezis verwenden zum Schärfen gerne die kostenlose Software RegiStax.

Video-Formate für Autostakkert

Siehe auch: Video-Formate

Als Eingabe für Autostakkert benötigt man Video-Dateien im Format AVI uncompressed.

Heutige Digitalkameras erstellen häufig Videoformate MP4 oder MOV. Wir müssen das also konvertieren.

Als Beispiel haben wir ein Video im MP4-Format:  Saturn_Original.mp4. Dieses  wollen wir in AVI uncompressed konvertieren.  Früher hatte ich dafür ein Utility namens “SUPER” verwendet, was ich aber zur Zeit nicht mehr zur Verfügung habe. Als Umgehung ist nun die Idee: zuerst mit MediaCoder in ein schönes AVI konvertieren und dieses dann mit VirtualDub “uncompressed” abspeichern.

Ein weiterer Versuch zur “automatischen” Konversion wäre FFmpeg, was viel einfacher wäre – wenn es funktionieren würde. https://www.heise.de/download/product/ffmpeg-53902

Ein dritter Versuch zur Konversion wäre PIPP, wo man zur Reduktion der Dateigröße einen Ausschnitt wählen kann “Enable Cropping”.

Konversion mit FFmpeg

Download FFmpeg von http://ffmpeg.zeranoe.com/builds/

Auswählen Version für: Windows, 32-Bit oder 64-Bit, Static

Aus dem ZIP-File ffmpeg-20180831-3ad0e67-win64-static.zip ffmpeg.exe kopieren…

autostakkert-04

…in den Autostakkert-Ordner (bei mir: F:/bin/AutoStakkert)

Autostakkert-03

Mein AutoStakkert-Ordner

Wenn ich nun Autostakkert aufrufe und das MP4-Video öffne,  startet die Konversion des MP4-Videos tatsächlich automatisch. Das konvertierte Video kann dann sehr groß werden (weil uncompressed) d.h. der Ausgabe-Ordner muss genügend freien Speicherplatz haben. Als Ausgabe-Ordner nimmt Autostakkert immmer den selben Ordner wie für die Eingabe.

Im Testfall wird das Ausgabe-Video größer als 4 Gigabyte und Autostatkkert kann das nicht verarbeiten.

Konversion mit PIPP

Wenn AutoStakkert ein Video nicht lesen will, wird als Abhilfe auch die Konversion des Videos mit der Software PIPP empfohlen. PIPP steht für “Planetary Imaging PreProcessor”.

Mit PIPP bekommen wir eine kleinere Ausgabedatei, wenn wir im Reiter “Processing Options”  “Enable Cropping” anhaken.

Download PIPP: https://sites.google.com/site/astropipp/downloads

PIPP 1: File -> Add Source Files

PIPP-01

PIPP 2: Source File

pipp-02

 

PIPP 3: Processing Options

pipp-03

 

PIPP-4: Output Options

pipp-04

 

PIPP-5: Do Processing

pipp-05

Konversion mit MediaCoder

Laut MediaCoder hat die Video-Datei Saturn_Original.mp4 folgendes Format:

  • Container: MP4  = MPEG-4
  • Video-Codec: AVC1
  • Bitrate: 2411 kbps
  • Resolution: 1920 x 1080
  • Framerate: 30 FPS

Wir konvertieren dies mit MediaCoder in das Video-Format:

  • Container: AVI
  • Video-Stream
    • Codec:   H.264 / x.264
    • Bitrate: 2500 kbps
  • Audio-Stream
    • egal, aber nicht VBR

VitualDub kann das erzeugte Video noch nicht lesen, weil VirtualDub kein Codec für x.264 von sich aus hat – und der gute alte VirtualDub benötigt ein VfW-Codec für x.264.

(Angeblich soll Autostakkert auch MOV-Formate ohne vorherige Konversion als Input verarbeiten können, wenn FFmpeg vorher installiert wurde. FFmpeg kann man z.B. bei Heise downloaden.)

Das x.264 Codec muss man also noch mal schnell installieren. Das gibt es z.B. auf SourceForge unter: https://sourceforge.net/projects/x264vfw/

Nach der Installation dieses VfW-Codecs kann VirtualDub die Video-Datei lesen und wir können dort einstellen:

  • Video: Full Processing Mode & Compression = Uncompressed
  • Audio:  No Audio
  • File: Save as AVI…

Erste Schritte mit Autostakkert

AutoStakkert unterstützt eine sog. Multi-Punkt-Ausrichtung d.h. die einzelnen Frames des Videos werden so übereinander gelegt, dass nicht nur ein Punkt sondern mehrere Punkte zur Deckung gebracht werden.

Ich habe die Version 3.0.14 (x64)

Ich habe am 10.3.2017 mit meinem iPhone ein Mond-Video aufgenommen. Dies habe ich dann mit AutoStakkert wie folgt bearbeitet:

  1. Programm aufrufen: Das Hauptfenster von Autostakkert erscheint
  2. Open: AVI-Video laden
    1. Es erscheint dann ein zweites Fenster in dem der erste Frame des Videos gezeigt wird
    2. Image Stabilization: “Surface” oder “Planet”   (wenn kein ganzer Planet: Surface)
    3. Falls “Surface” dann Image Stabilization Anchor setzen (zum Vorzentrieren)
  3. Schaltfläche “Analyse”
    1. Nun macht Autostakkert die Vorzentrierung (“Surface Image Stabilization”) und anschließend die “Image Analysis”
    2. “Image Analysis” bedeutet, dass die Frames nach Qualität sortiert werden.
  4. Parameter setzen: Prozentsatz der “guten” bestimmen und eingeben
  5. Alignment Points (AP) setzen (vorher ist die Schaltfläche “Stack” ausgegraut)
  6. Schaltfläche “Stack”
  7. Ergebnis so drehen, dass Norden oben ist.

AutoStakkert produziert so zwei Bilder als Ergebnis: Ein geschärftes (“Sharpened”) und ein ungeschärftes. Wir werden das ungeschärfte Bild nehmen und dieses dann in einer anderen Software richtig schön schärfen. Das von AutoStakkert geschärfte Bild benutzen wir nur zur ersten visuellen Beurteilung unserer Fotos.
Zum separaten Schärfen verwenden wir gerne die Software “RegiStax” mit den dort unterstützten feinen Wavelet-Filtern.

Bild 1: AutoStakkert: Wählen der sog. “Frame Percentage” vor dem “Stack” (vorher müssen noch die “Alignment Points” gesetzt werden)

AutoStakkert-01

Bild 2: AutoStakkert Alignment Points

AutoStakkert-02

Astrofotografie mit Photoshop

Siehe auch: Astrofotografie mit GIMP

Siehe auch: Astrofotografie: Bildbearbeitung

Photoshop Grundfunktionen

Photoshop ist ein Klassiker zur Bildbearbeitung von der Firma Adobe. Meine Erfahrungen basieren auf der Version “Adobe Photoshop CC Version 19.0“.

Bilder öffnen

Durch Menü -> Datei ->  Öffnen…    kann man ein Bild (oder mehrere) zur Bearbeitung öffnen.

Wenn man mehrere Bilder geöffnet hat, erscheinen die als Tabs am oberen Rand.

photoshop-open-01

Werkzeugleiste

Viele Bildbearbeitungs-Funktionen werden über die sog. “Werkzeugleiste” aufgerufen….

Wenn man die Werkzeugleiste nicht sieht, muss man sie erst einschalten: Menü -> Fenster -> Werkzeuge

Die Werkzeugleiste erscheint am linken Rand vertikal von oben nach unten laufend. Wie alle “Leisten” (Fenster) kann man sie minimieren und wieder aufklappen:

photoshop-Werkzeug-01photoshop-Werkzeug-02

Die Werkzeugleiste bietet verschiedene Funktionen:

  • V Verschieben
  • M Auswahl (Rechteck / Ellipse)
  • L Lasso (einfach / Polygon / Magnetisch)
  • W Auswahl (Schnellauswahl / Zauberstab)
  • G Füllen (Farbeimer)
  • C Freistellung (einfach / perspektivisch)     Freistellen = Abschneiden
  • I Pipette
  • J Bereichsreparatur-Pinsel
  • J Reparatur-Pinsel
  • J Ausbessern
  • J Inhaltsbasiert verschieben
  • B Pinsel / Buntstift
  • S Stempel (Kopierstempel / Musterstempel)
  • Y Protokollpinsel
  • E Radiergummi
  • G Verlauf
  • Weichzeichner
  • Scharfzeichner
  • O Abwedler-Werkzeug
  • T Text
  • U Rechteck / Ellipse / Polygon / Linien
  • P Zeichenstift
  • A Auswahl (Pfad / direkt)
  • H Hand
  • Z Zoom-Werkzeug

Zoomen

Bei Photoshop geht das Zoomen (Rein zoomen, raus zoomen) nicht einfach so mit dem Mausrad (wie intuitiv bei vielen anderen Bildverarbeitungsprogrammen), sondern man muss erst die ALT-Taste gedrückt halten und dann kann man mit dem Mausrad zoomen.
Bei Photoshop arbeiten die “Experten” gerne mit Tasten.

Man kann auch über das Menü arbeiten: Menü -> Ansicht -> Einzoomen / Auszoomen etc.

Invertieren

Menü -> Bild -> Korrekturen -> Umkehren    (Strg-I)

Filter

Menü -> Filter

Linien zeichnen

Ab und zu möchte ich in meine Astrofotos Linien zeichnen, um z.B. weitflächige Sternbilder hervorzuheben.

In Photoshop geht das “non-destructive” über Ebenen, sodass man da ersteinmal etwas hin- und herprobieren kann.

Am Ende will ich dann aber meistens ein JPG-Foto haben, wozu die Ebenen dann leider zusammengeschoben werden müssen.

Linien zeichnen kann man im Prinzip auf (mindestens) zwei Arten:

  • Zeichenstiftwerkzeug (P)
  • Rechteckwerkzeug (U)

Als erstes hatte ich das Zeichenstiftwerkzeug ausprobiert. Das war etwas mühsam, aber es ging. Allerdings wurden die Linien ein sog. “Pfad” und ich habe es nicht geschafft das alles in ein JPG zu speichern.

Einfacher geht es mit dem Rechteckwerkzeug (U) – ja richtig gehört: “Rechteck-Werkzeug”. Darunter versteckt sich u.a. dann das Linienzeichner-Werkzeug. Da wird aus jeder gezeichneten Linie dann automatisch eine “Ebene” und wenn alles gefällt kann man die Zeichen-Ebenen zusammenfassen. Auch beim letztendlichen Speichern als JPG werden dann schliesslich alle Ebenen zusammengefasst. Das ist dann am Ende also nicht “non-destructive”, sondern tatsächlich “destructive”…

Photoshop-Linien

Adobe Photoshop Linien zeichnen

Protokoll / Log-Datei / Rückgängig

Eine sehr nützliche Funktion bei Photoshop ist das sog. “Protokoll”. Da werden alle Bearbeitungsschritte aufgezeichnet und können, wenn gewünscht, auch wieder gezielt rückgängig gemacht werden. So kann z.B. der Effekt von Bearbeitungsschritten (vorher/nachher) verdeutlicht werden.

Aufruf: Menü -> Fenster -> Protokoll

Markierungen

xxx

zzzzz

Photoshop: Erweiterungen (Luminosity Mask)

Es gibt eine kostenlose Erweitung von Jimmy McIntyre auf : http://www.shutterevolve.com

Den Ordner mit der Erweitung namens  “Easy Panel 2.0” habe ich in den Ordner “C:\Program Files\Adobe\Adobe Photoshop CC 2018\Required\CEP\extensions” von Photoshop CC kopiert.

Aufrufen kann man das “Easy Panel 2.0” dann mit “Menü -> Fenster -> Erweiterungen -> …”

photoshop-11

Wenn man auf “Easy Panel 2.0” klickt, erscheint tatsächlich dieses Panel:

photoshop-12

Weitere Beschreibung: https://www.youtube.com/watch?v=x2dVRoyyFrc

Wie ist im Groben der Workflow?

Ausgangspunkt ist ein Photo mit zwei Bestandteilen: Sternhimmel und Landschaft im Vordergrund. Beide Teile sollen per Maskierung unterschiedlich bearbeitet werden.

  1. Bild mit dem guten Vordergrund in der Ebenenpalette nach oben, Bild mit dem guten Sternhimmel nach unten.
  2. Die Schwierigkeit dabei soll sein, das die Grenze zwischen diesen Bestandteilen (Vordergrund und Himmel) kompliziert  ist (z.B. Bäume) und damit eine einfache Ebenenmaske schwierig zu erstellen ist. Wir haben also unser Bild mit dem schönen (scharfen, helleren) Vordergrund in der obersten Ebene und die schönen Himmel in der Ebene darunter.
  3. Wir machen jetzt nur die obere Ebene als “sichtbar” (Auge) und erzeugen dort eine neue Ebenenmaske (standardmäßig ganz in weiss). Nun invertieren wir diese Maske (Maske selektieren und Strg-I).
  4. Dann deaktivieren wir diese Ebenenmaske mit Rechtsklick auf die Ebenenmaske und dann “Ebenenmaske deaktivieren”
  5. Dann auf die Ebene selbst klicken und im Easy Panel nacheinander auf “Bright LMs”. “Dark LMs” und Midtone LMs” dadurch wird jeweils eine Gruppe von 6 LMs (Luminosity Masks) erzeugt. Wir probieren diese Maske durch Klicken auf 1,2,3,4,5,6 aus, wobei wir eine gute Maske brauchen wo ein starker Kontrast zwischen Himmel und Vordergrund besteht. Beispiel: Himmel schwarz, Vordergrund weiss.
  6. Meist ist in dem weissen Teil der Maske (für den Vordergrund) noch das eine oder andere nicht ganz weiss. Das kan man mit dem Malerpinsel dann ganz weiss machen (auf das Maskensymbol bei gedrückter Alt-Taste klicken, dann kann man die Maske allein bearbeiten…). Möglicherweise ist auch der schwarze Teil (Hintergrund, Himmel) nicht ganz schwarz – dann verfährt man analog. Hauptsache, die Trennlinie zwischen Vordergrund und Himmel ist scharf.
  7. Die so optimierte Ebenenmaske schiebt man nun mit der Maus auf die oben(nr. 4)  deaktivierte.
  8. Nun kann man den Vordergrund separat bearbeiten z.B. mit “Strg-L”….

 

Photoshop Funktionen: Ebenen

Bei Photoshop kann man die Bildverarbeitung in Ebenen organisieren, die über das ursprüngliche Bild gelegt werden, sodass das ursprüngliche Bild nicht verändert wird. Man nennt das “non destructive“. Beim Öffnen eines Bildes zur Bearbeitung wird dieses in eine sog. “Hintergrundebene” gelegt. Zur Bearbeitung können Ebenen darübergelegt werden. Die oben liegenden Ebenen überdecken die darunter liegenden. was durch die Deckkraft jeder Ebene modifiziert werden kann.

Die Ebenen-Palette

Man sieht das in der sog. Ebenen-Palette (Ebenenbedienfeld):

PhotoshopEbenen-01

Die Ebenen-Palette (Ebenenbedienfeld) wird angezeigt durch: Menü –>  Fenster -> Ebenen   (Windows –> Layers).

Wie man im Bild sieht, heißt die Ebene “Background”, sie ist sichtbar (links von der Miniatur das Augen-Symbol) und gegen Bearbeitung geschützt (rechts das Schloss-Symbol). Auf diese Symbole kann man mit der Maus klicken. um die Ebene auszublenden (Auge-Symbol) bzw. bearbeitbar zu machen (Schloss-Symbol).

Neue Ebene erstellen

Eine neue Ebene erstellen kann man durch klicken in der Ebenen-Palette auf das kleine Symbol unten, 2. von rechts. Die neue Ebene wird oberhalb der aktuellen Ebene angelegt.

photoshop-ebenen-02

Die neue Ebene wird dann in der Ebenen-Palette angezeigt als “Ebene 1” (oberhalb der ursprünglich ausgewählten Ebene “Hintergrund”):

photoshop-ebenen-03

Die Sichtbarkeit der beiden Ebenen kann ich nun durch Anklicken des Symbols “Auge” verändern.

Auf der neuen Ebene (“Ebene 1”) kann ich nun beliebig malen, schreiben etc.

Sortierung der Ebenen

In der Ebenen-Palette (Ebenenbedienfeld, Ebenenverwaltung) kan man eine Ebene anklicken und sie mit der Maus nach oben oder unten verschieben.

Ein externes Bild als neue Ebene einfügen

xxx

Arten von Ebenen

Standardmäßig haben wir sog. Pixelebenen. In Pixelebenen kann ich “malen”. Wenn ich in eine neue Ebene Text einfüge, so wird die Ebene zu einer sog. Textebene. Eine Textebene kann später wieder “gepixelt” werden.
Es gibt aber auch noch die sog. “Misch- oder Einstellungseben” da malt oder schreibt man nix drauf, sondern verwendet Photoshop-Einstellungen wie z.B. Tonwertkorrektur, Gradationskurve,….

Misch- und Einstellungsebenen

Das ist eine Ebene ohne Inhalt (also nix gemalt oder geschrieben), die lediglich bestimmte Photoshop-Einstellungen wie z.B. Tonwertkorrektur, Gradationskurve,….  auf die darunterliegenden Ebenen (jeweils auf das ganze Bild) anwendet. Als Ebene ist die Einstellung dann “non destructive”).

Eine neue Einstellungsebene erstellen kann man durch klicken in der Ebenen-Palette auf das kleine Symbol unten, 2. von links. Die neue Ebene wird oberhalb der aktuellen Ebene angelegt.

photoshop-ebenen-04

Ebenen zusammenführen (“reduzieren”, “stempeln”)

Auf Ebenen zu arbeiten kann ganz viel Sinn machen, es kann aber auch die Situation entstehen, wo man aus zei oder ehreren Ebenen wieder eine machen will. Z.B. wenn man eine durch Photoshop bearbeitete Datei am Ende als JPG-Datei speichern will, geht das nicht mit mehreren Ebenen. man muss die ggf. mehreren Ebenen auf eine Ebene reduzieren.Dafür bietet Photoshop (wie immer) mehrere Möglichkeiten an:

  • “Mit darunterliegender Ebene auf eine Ebene reduzieren”   (also vorher eine Ebene selektieren)
  • “Sichtbare auf eine Ebene reduzieren”  (also vorher Sichbarkeitssymbole (Auge) wie gewünscht anklicken)
  • “Auf Hintergrundeben reduzieren”

Der Photoshop-Spezi arbeitet gern mit den entsprechenden Tastenkombinationen:  Strg-E,  Umschalt-Strg-E, …

Photoshop Funktionen: Masken

Zu einer Ebene kann eine Maske definiert werden. Im Ebenenbedienfeld (Ebenenpalette) erschein dann neben dem Ebenen-Symbol ein Masken-Symbol:

photoshop-13

Masken: Maske Erstellen (Symbol am unteren Rand der Ebenenpalette)

Masken: Maske groß zur Ansicht: Alt-Taste auf Masken-Symbol (Miniatur)

  • Maske Weiß bedeutet, dass alle Veränderungen der Ebene (Einstellungsebene) sichtbar sind.
  • Maske Schwarz bedeutet, dass keine Veränderung sichtbar ist; die untere Ebene „scheint durch“.
  • Maske Grau bedeutet, dass proportional zur Dunkelheit des Grautones die untere Ebene durchscheint.

Photoshop Funktionen: Markierungen ???

xyz

Astronomie: Leuchtende Nachtwolken – NLC

Was sind Leuchtende Nachtwolken?

Die Wikipedia sagt dazu:

Leuchtende Nachtwolken (Abk. NLC von engl. noctilucent clouds) sind Ansammlungen von Eiskristallen oberhalb der Mesosphäre in der Mesopause. Dort wird das absolute Temperaturminimum der Erdatmosphäre erreicht. Sie erscheinen in einer Höhe von 81 bis 85 km – im Gegensatz zu den Wolkenformen der Troposphäre, die maximal eine Höhe von 13 km erreichen. Die meisten Sichtungen in Mitteleuropa gibt es von Anfang Juni bis Ende Juli (also in den Monaten um die Sommersonnenwende) in der Dämmerung Richtung Norden als leuchtende faserige Wolken und sind nicht mit den polaren Stratosphärenwolken zu verwechseln.

Links zu Leuchtende Nachtwolken

Arbeitskreis Meteore:  https://www.meteoros.de/themen/nlc/

NLC Kamera-Netzwerk des IAP: https://www.iap-kborn.de/forschung/abteilung-optische-sondierungen-und-hoehenforschungsraketen/instrumente-und-modelle/nlc-kamera-netzwerk/overview/

Himmelsereignisse:   http://www.leuchtende-nachtwolken.info/

BR: https://www.br.de/sternenhimmel/wolken-leuchtende-nachtwolken-100.html

Kachelmann: http://wetterkanal.kachelmannwetter.com/was-sind-leuchtende-nachtwolken/

 

Schichten in der Erdatmosphäre

Die unterste Schicht ist die sog. Troposhäre, die nach oben durch die Tropopause von der Stratosphäre getrennt wird. In der Troposphäre nicht die Temeratur mit zunehmender Höhe ab bis zwischen -75 oder -45 Grad Celsius.

In der Stratosphäre nimmt die Temperature wieder zu bis zur oberen Grenze, der Stratopause in einer Höhe von ca. 50 km, wo wieder um die  Null Grad Celsius erreicht wird.

Oberhalb der Stratopause beginnt die sog. Mesosphäre, die bis etwa 80 bis 85 km hoch reicht. Die obere Grenzschicht heißt Mesopause.

Die Amerikaner definieren den Beginn des Weltalls dort in ca. 80 km Höhe. Andere Wissenschaftler ziehen diese Grenze bei 100 km.

Wie beobachte ich Leuchtende Nachtwolken?

Link: http://www.spaceweather.com/nlcs/gallery2005_page1.htm

Observing tips: Look west 30 to 60 minutes after sunset when the Sun has dipped 6o to 16o below the horizon. If you see luminous blue-white tendrils spreading across the sky, you’ve probably spotted a noctilucent cloud. Although noctilucent clouds appear most often at high latitudes such as Scandinavia and Canada, they have been sighted in recent years as far south as Colorado, Utah and Virginia. NLCs are seasonal, appearing most often in late spring and summer. In the northern hemisphere, the best time to look would be between mid-May and the end of August. See also 2003, 2004 and 2006.